Bachelorarbeit, 2016
44 Seiten, Note: 2,0
1. Einleitung
1.1. Zielsetzung
1.2. Gang der Untersuchung
2. Ansatzverpflichtung
2.1. Handelsrecht
2.2. Steuerrecht
3. Bewertung und Ausweis
3.1. Bewertung
3.1.1.Rückstellungsumfang
3.1.2.Abzinsung
3.1.3.Ansammlungsrückstellung
3.2. Ausweis
3.2.1.Allgemeines und Erläuterungen
3.2.2.Auflösung
4. Rückstellungen mit Leistungsverpflichtungen gegenüber Dritten
4.1. Urlaubsrückstellung
4.2. Pensionsrückstellung
4.3. Steuerrückstellung
4.4. Rückstellung für Aufbewahrung
4.5. Gewährleistungsrückstellung
4.6. Rückstellungen für Kulanzleistungen
4.7. Rückstellung für die Verletzung fremder Schutzrechte
4.8. Rückstellung für künftigen Anschaffungs- oder Herstellungsaufwand
4.9. Rückstellungen für drohende Verluste aus schwebenden Geschäften
5. Rückstellungen ohne Leistungsverpflichtungen gegenüber Dritten
5.1. Rückstellung für unterlassene Instandhaltung
5.2. Rückstellung für Abraumbeseitigung
5.3. Andere Aufwandsrückstellungen
6. Latente Steuern als Folge der unterschiedlichen Wertansätze
6.1. Definition
6.2. Ansatzverpflichtung
6.3. Bewertung
6.4. Folgen
7. Schluss
7.1. Zusammenfassung
7.2. Fazit
7.3. Ausblick
Die Arbeit zielt darauf ab, einen systematischen Überblick über verschiedene, branchenunabhängige Rückstellungen zu geben und die Gründe für die oft abweichenden Wertansätze in der Handels- und Steuerbilanz zu analysieren, um daraus resultierende Folgen hinsichtlich latenter Steuern aufzuzeigen.
3.1.1. Rückstellungsumfang
Im nachfolgenden Kapitel wird der Rückstellungsumfang beschrieben, worunter die allgemeinen Faktoren zu verstehen sind, die zu einer Wertfindung beitragen.
Rückstellungen sind nach § 253 Absatz 1 Satz 2 HGB „in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages anzusetzen“, wodurch sich eine Analogie zu dem Ausweis der Verbindlichkeiten ergibt, welche ebenfalls mit dem Erfüllungsbetrag anzusetzen sind.21
Sollte die wahrscheinlich entstehende Belastung des Unternehmens nicht objektiv festzustellen sein, so ist durch die Formulierung „vernünftige kaufmännische Beurteilung“ diese zu schätzen und der Rückstellungsbewertung zu Grunde zu legen. Der Ermessensspielraum wird dahingehend eingeschränkt, dass der Bilanzierende aufgefordert wird, eine objektiv nachvollziehbare Wertermittlung vorzunehmen.22
Auch wenn der Begriff des Erfüllungsbetrages bei den Verbindlichkeiten die Umsatzsteuer als Geldschuld gegenüber dem Leistungserbringenden mit umfasst, so ist diese bei der Rückstellungsbewertung nicht zu passivieren, da die hiermit verbundene Forderung noch nicht entstanden ist.23
Die Bilanz gibt stichtagsbezogen eine Aufstellung der Vermögensgegenstände und Schulden des Unternehmens und hat somit eine retrospektive Sicht. Da die Rückstellung per Definition jedoch eine noch nicht zahlbare Schuld widerspiegelt, ist vor allem bei einer langfristigen Betrachtung die Frage des auszuweisenden Wertes zu klären.
Daher sind bei der Bewertung von Rückstellungen nach Handelsrecht auch zukünftige Preissteigerungen zu berücksichtigen und in die Bewertung mit einzubeziehen, sodass die Schuld in der im Zeitpunkt der Fälligkeit erwarteten Höhe erfasst wird.24
Diese Zukunftsbetrachtung ist anders als die nachfolgend in Kapitel 3.1.2. beschriebene Abzinsung nicht gesetzlich reguliert und erfordert eine kaufmännische Schätzung der künftigen Entwicklungen. Somit ist hier ein Ermessensspielraum beim Ansatz der Rückstellung eröffnet.
1. Einleitung: Diese Einleitung führt in die historische Entwicklung und die betriebswirtschaftliche Bedeutung von Rückstellungen sowie die unterschiedlichen Zielsetzungen von Handels- und Steuerbilanz ein.
2. Ansatzverpflichtung: In diesem Kapitel werden die gesetzlichen Voraussetzungen für die Bildung von Rückstellungen, insbesondere unter Berücksichtigung des Vorsichtsprinzips im Handels- und Steuerrecht, erörtert.
3. Bewertung und Ausweis: Dieses Kapitel erläutert die Kriterien für die Bestimmung des Rückstellungsumfangs, die Abzinsung bei langfristigen Verbindlichkeiten sowie die grundsätzlichen Ausweis- und Auflösungsregeln.
4. Rückstellungen mit Leistungsverpflichtungen gegenüber Dritten: Hier werden detailliert verschiedene praktische Anwendungsfälle für Verbindlichkeitsrückstellungen wie Urlaubs-, Pensions-, Steuer- und Gewährleistungsrückstellungen untersucht.
5. Rückstellungen ohne Leistungsverpflichtungen gegenüber Dritten: Dieses Kapitel behandelt Rückstellungen für interne Verpflichtungen wie unterlassene Instandhaltung und Abraumbeseitigung, die zur periodengerechten Erfolgsermittlung gebildet werden.
6. Latente Steuern als Folge der unterschiedlichen Wertansätze: Hier wird die Definition, Bewertung und Auswirkung von latenten Steuern analysiert, die aus den Divergenzen zwischen handelsrechtlichen und steuerrechtlichen Wertansätzen entstehen.
7. Schluss: Der abschließende Teil bietet eine Zusammenfassung der zentralen Erkenntnisse, ein Fazit zur Dokumentationspflicht und einen Ausblick auf die zukünftige Entwicklung der Rechnungslegung.
Rückstellungen, Handelsbilanz, Steuerbilanz, latente Steuern, Vorsichtsprinzip, Bewertungsspielraum, Abzinsung, Erfüllungsbetrag, Verbindlichkeitsrückstellungen, Leistungsverpflichtungen, Maßgeblichkeitsprinzip, BilMoG, Jahresabschluss, Bilanzanalyse, Rückstellungsspiegel.
Die Arbeit analysiert die Bildung und Bewertung von Rückstellungen in der Handels- und Steuerbilanz sowie die daraus resultierenden Unterschiede, die zur Bildung von latenten Steuern führen.
Die zentralen Themen umfassen die rechtlichen Grundlagen für den Ansatz von Rückstellungen, die Unterschiede zwischen handels- und steuerrechtlicher Bewertung, die Behandlung spezifischer Rückstellungsarten sowie die Entstehung und bilanzielle Berücksichtigung latenter Steuern.
Das Ziel ist es, einen Überblick über verschiedene branchenunabhängige Rückstellungen zu geben und aufzuzeigen, warum die unterschiedlichen gesetzlichen Wertansätze in der Handels- und Steuerbilanz zu einer gesonderten Ausweisung von latenten Steuern führen.
Die Arbeit basiert auf einer literaturgestützten Analyse der relevanten Gesetzestexte (HGB, EStG, KStG), aktueller Rechtsprechung und fachspezifischer Kommentarliteratur zur Bilanzierung.
Der Hauptteil gliedert sich in die Darstellung der Ansatz- und Bewertungsvorschriften, die detaillierte Analyse zahlreicher Rückstellungsarten (von Pensionsrückstellungen bis zu Drohverlusten) sowie die Untersuchung von latenten Steuern als Folge abweichender Wertansätze.
Die Arbeit ist maßgeblich geprägt durch Begriffe wie Rückstellungen, Vorsichtsprinzip, latente Steuern, Erfüllungsbetrag, Abzinsung, Leistungsverpflichtungen und das Maßgeblichkeitsprinzip.
Die Abzinsung ist ein elementarer Bewertungsschritt für Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr, wobei Handels- und Steuerrecht unterschiedliche Zinssätze vorschreiben, was wiederum zu Differenzen in den Bilanzansätzen führt.
Da Handelsrecht und Steuerrecht Drohverlustrückstellungen unterschiedlich behandeln – oft mit einem steuerlichen Ansatzverbot –, entstehen temporäre Differenzen zwischen den beiden Bilanzen, die bei deren Auflösung latente Steuern nach sich ziehen können.
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