Bachelorarbeit, 2016
66 Seiten, Note: 1,0
1. Einleitung
2. Was soll Soziale Arbeit leisten?
2.1 Definitionsansatz der Sozialen Arbeit
2.2 Sozialarbeiterische Handlungsarten
2.3 Die Sprache als Kommunikationsmittel sozialarbeiterischer Tätigkeit
3. Beratung in der Sozialen Arbeit
3.1 Zum Begriff Beratung
3.2 Arbeitsfelder sozialarbeiterischer Beratung
3.3 Kommunikation als Form zwischenmenschlicher Beziehung
3.3.1 Klassische Kommunikationsmodelle
3.3.2 Bedeutung para- und nonverbaler Kommunikation für den Beratungskontakt
4. Online-Beratung
4.1 Besonderheiten und Charakteristika einer virtuellen Beratung
4.2 Zielgruppe virtueller Beratungsangebote
4.3 Beratungsformen
4.3.1 E-Mail
4.3.2 Chat
4.3.3 Foren
4.3.4 Mobile Medien
4.4 Vorgehensweisen in schriftbasierten virtuellen Beratungssettings
4.4.1 Das Vier-Seiten-Modell in der schriftlichen Kommunikation
4.4.2 Das Vier-Folien-Konzept
4.4.3 Die Metaphernanalyse
4.5 Kompensationsmöglichkeiten para- und nonverbaler Sprachelemente
4.6 Qualitätsstandards
4.7 Vor- und Nachteile der virtuellen Beratung
4.7.1 Vorteile der Online-Beratung
4.7.2 Nachteile der Online-Beratung
5. Die Rolle der in der Online-Beratung tätigen Fachkräfte
5.1 Gründe und Kompetenzen
5.2 Qualifizierungsmöglichkeiten
6. Zur Zukunft der Online-Beratung in der Sozialen Arbeit
7. Fazit
Die Arbeit untersucht, inwieweit Online-Beratung als äquivalente Alternative zum persönlichen face-to-face Beratungskontakt in der Sozialen Arbeit fungieren kann. Der Fokus liegt dabei auf den spezifischen Anforderungen, Möglichkeiten und Grenzen der schriftbasierten, virtuellen Interaktion zwischen Fachkraft und Klient.
4.1 Besonderheiten und Charakteristika einer virtuellen Beratung
Was bedeutet eigentlich Online-Beratung? Die Autoren RISAU und SCHUMACHER (2005, S.245) definieren diese Handlungsform wie folgt:
„Beratung im Internet bedeutet, formelle Situationen herzustellen, in der sich eine Beziehung zwischen Ratsuchendem und (professionellem oder ehrenamtlichem) Berater aufbaut und die Möglichkeit besteht, gemeinsam Problemsituation und Lösungsvarianten zu erkunden. Der Begriff Online-Beratung umfasst dabei alle technisch vermittelten Interaktionen zwischen Ratsuchenden und Beratenden, die über Internet-Dienste wie E-Mail, IRC oder WWW realisiert werden.“
Das Wort „online“ bedeutet aktiv mit dem Internet verbunden zu sein. In einem virtuellen Beratungsprozess geht es in erster Linie um die Kommunikationsformen des Lesens und Schreibens eines (Beratungs-) Textes. Der Moment des Empfangens oder Versendens einer Nachricht ist dabei weniger bedeutend. Eine Person kann genauso ihren Text offline verfassen und das Internet lediglich für dessen Übermittlung nutzen. Der Schreibvorgang ist ein wichtiger Aspekt in einem virtuellen Beratungsprozess, denn das schriftliche Verfassen der Gedanken führt bei der ratsuchenden Person zu einer Form der (Selbst-) Reflexion und trägt zu einer Klärung und Ordnung bei. Demzufolge geht es bei der virtuellen Beratung nicht zwangsläufig darum, dass die Gesprächsteilnehmer*innen miteinander aktiv verbunden sind, sondern um die Nutzung digitaler Medien wie Tablet, Laptop, Smartphone etc. zur Inanspruchnahme einer Beratung (vgl. ENGELHARDT/STORCH 2013, S.4).
1. Einleitung: Beleuchtung der zunehmenden Bedeutung des Internets im Alltag und die Notwendigkeit, professionelle sozialarbeiterische Unterstützung in den virtuellen Raum zu übertragen.
2. Was soll Soziale Arbeit leisten?: Definition der Sozialen Arbeit und Untersuchung der sechs zentralen sozialarbeiterischen Handlungsarten im Hinblick auf deren Anwendbarkeit im digitalen Raum.
3. Beratung in der Sozialen Arbeit: Klärung des Beratungsbegriffs, Vorstellung klassischer Arbeitsfelder und die Bedeutung der Kommunikation als Grundlage zwischenmenschlicher Beziehungen.
4. Online-Beratung: Detaillierte Betrachtung der Besonderheiten virtueller Settings, Analyse verschiedener Beratungsformen und Methoden sowie Diskussion von Vor- und Nachteilen.
5. Die Rolle der in der Online-Beratung tätigen Fachkräfte: Erläuterung notwendiger Kompetenzen und Anforderungen an das Personal sowie Überblick über bestehende Qualifizierungsangebote.
6. Zur Zukunft der Online-Beratung in der Sozialen Arbeit: Prognose zukünftiger Entwicklungen in den Bereichen Qualitätssicherung, Aus- und Fortbildung sowie Erschließung neuer Zielgruppen.
7. Fazit: Zusammenfassende Beantwortung der Forschungsfrage, die Online-Beratung als äquivalente Alternative zum persönlichen Kontakt bestätigt, unter Berücksichtigung der spezifischen Grenzen und Potenziale.
Soziale Arbeit, Online-Beratung, virtuelle Beratung, schriftbasierte Kommunikation, Beratungskompetenz, E-Mail-Beratung, Chat-Beratung, Foren-Beratung, Qualitätssicherung, Medienkompetenz, Digitalisierung, face-to-face Kontakt, psychosoziale Hilfe, Anonymität, Blended Counseling
Die Bachelorarbeit setzt sich mit der professionellen Beratung durch Sozialarbeiter im Internet auseinander und beleuchtet, ob diese neue Form der Hilfeleistung mit klassischen Beratungsansätzen vergleichbar ist.
Das primäre Ziel ist es zu klären, ob Online-Beratung aus Sicht von Klienten und Beratern eine echte, äquivalente Alternative zum traditionellen persönlichen Beratungskontakt (face-to-face) darstellen kann.
Die Arbeit behandelt unter anderem die Definition Sozialer Arbeit, die Bedeutung der Sprache in der Beratung, die verschiedenen Online-Beratungsformate sowie die Rolle und notwendige Qualifikation der Fachkräfte.
Die Arbeit basiert auf einer fundierten Literaturanalyse und theoretischen Auseinandersetzung mit Kommunikationsmodellen sowie fachspezifischen Standards der Online-Beratung.
Der Hauptteil gliedert sich in die theoretischen Grundlagen der Beratung, eine detaillierte Analyse der digitalen Kommunikationsformen (Chat, E-Mail, Foren) und die Diskussion der Vor- und Nachteile virtueller Hilfe.
Die Arbeit wird durch Begriffe wie Online-Beratung, digitale Sozialarbeit, Beratungskompetenz, Anonymität und Qualitätssicherung in der virtuellen Hilfe geprägt.
Durch den gezielten Einsatz von Emoticons, Soundwörtern, Disclaimern und anderen schriftlichen Codes können fehlende Gestik und Mimik teilweise ausgeglichen und Botschaften emotional verdeutlicht werden.
Hierbei handelt es sich um eine Mischform aus Online- und Offline-Beratung, bei der virtuelle Lerneinheiten oder Kontakte den klassischen Beratungsprozess sinnvoll ergänzen und erweitern.
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