Masterarbeit, 2015
201 Seiten, Note: 1,3
Masterarbeit
1. Einleitung
2. Theorien und Hypothesen
2.1 Drei-Komponenten-Modell des Organisationalen Commitments
2.1.1 Herleitung und Historie
2.1.2 Inhalt und Bedeutung
2.1.3 Antezedenzien und Einflussfaktoren
2.1.4 Konsequenzen und Ergebnisfaktoren
2.2 Hypothesen aus der Theorie nach der 6-Felder-Matrix
3. Daten und Methoden
4. Ergebnisse und Diskussion
4.1 Kategorie Unternehmen
4.2 Kategorie Arbeitsplatz
4.3 Kategorie Mitarbeiter
4.4 Kategorie nicht-/monetäre Anreize
4.5 Kategorie Zusammenarbeit
4.6 Kategorie Privatperson
4.7 Zwischenergebnis
5. Handlungsempfehlungen
5.1 Transformationale Führung
5.2 Unternehmenskultur/-werte
6. Resümee
Die Arbeit untersucht die Ursachen für außerordentliche Fluktuationen in Unternehmen, um gezielte Maßnahmen zur langfristigen Mitarbeiterbindung (Retention Management) abzuleiten. Basierend auf dem Drei-Komponenten-Modell des Organisationalen Commitments wird analysiert, welche personal- und unternehmensbezogenen Determinanten die Bindungsbereitschaft von Mitarbeitern beeinflussen.
1. Einleitung
„... Überall buhlen Firmen mit personalwerblichen Slogans (...). Der Pharmakonzern Boehringer Ingelheim textete: „Unsere Mitarbeiter sind das wertvollste Kapital.“ Der Autobauer BMW verkündete: „Alle reden von der Zukunft. Sie entwickeln sie mit.“ Der Otto-Versand: „Karriere machen. Zeichen setzen.“ Und der Softwarehersteller SAP: „Ihre Zukunft beginnt jetzt. ...“ (Christiane Demmer, Auszug aus dem Artikel „Ein starker Spruch“ aus der Süddeutschen Zeitung v. 15./16. Oktober 2011)
Unternehmen forcieren oft gleichklingende Sätze in ihren Leitlinien und setzen sie offensiv für ihr Personalmarketing ein (vgl. Anhang 1, 2 und 3). Offenkundig soll damit die Wertschätzung für die Mitarbeiter zum Ausdruck gebracht werden. Zudem wird regelmäßig der Eindruck erweckt, dass sich Mitarbeiter frei und selbstwirksam in ihrem Beruf verwirklichen und an dem Unternehmenserfolg unmittelbar teilhaben könnten. Ein heiles Bild von zufriedenen Mitarbeitern wird gezeichnet, die hochmotiviert die Erreichung der ambitionierten Unternehmensziele anstreben. Man könnte annehmen, dass deutsche Mitarbeiter gar keine Veranlassung hätten, ihr Unternehmen zu verlassen. Aber stimmt dieses Bild mit der Wirklichkeit überein?
1. Einleitung: Diese Einleitung beleuchtet die Diskrepanz zwischen dem in Leitlinien kommunizierten Mitarbeiterwert und der tatsächlichen emotionalen Bindung deutscher Arbeitnehmer anhand von Studienergebnissen.
2. Theorien und Hypothesen: Das Kapitel führt in das Drei-Komponenten-Modell des Organisationalen Commitments ein und entwickelt eine 6-Felder-Matrix zur Systematisierung der Bindungsfaktoren sowie daraus resultierende Hypothesen.
3. Daten und Methoden: Hier wird der methodische Rahmen beschrieben, der sich auf den Abgleich von empirischen wissenschaftlichen Studien mit den unternehmensinternen Daten einer spezifischen Fallstudie stützt.
4. Ergebnisse und Diskussion: Die Ergebnisse der empirischen Analyse werden in der 6-Felder-Matrix diskutiert, um die Determinanten für Fluktuationen zu identifizieren und die aufgestellten Hypothesen zu bewerten.
5. Handlungsempfehlungen: Aufbauend auf den Ergebnissen werden konkrete Maßnahmen vorgeschlagen, mit Fokus auf die Etablierung transformationaler Führung und einer gezielten Entwicklung der Unternehmenskultur.
6. Resümee: Das Resümee fasst die Erkenntnisse zusammen und ordnet die Bedeutung der identifizierten Determinanten für eine erfolgreiche Mitarbeiterbindungsstrategie ein.
Organisationales Commitment, Drei-Komponenten-Modell, Affektives Commitment, Kalkuliertes Commitment, Normatives Commitment, Fluktuationsneigung, Determinante, Retention Management, Kulturwandel, Transformationale Führung, Mitarbeiterbindung, Unternehmenswerte, Arbeitszufriedenheit, Personalgewinnung, Personalmarketing
Die Arbeit beschäftigt sich mit den Ursachen für hohe Mitarbeiterfluktuation und der Frage, wie Unternehmen ihre Beschäftigten durch effektives Retention Management langfristig an sich binden können.
Zentrale Themen sind das „Organisationales Commitment“ (Mitarbeiterbindung), die Analyse von Bindungsdeterminanten sowie die Gestaltung von Führung und Unternehmenskultur.
Ziel ist es, die Gründe für Fluktuationen zu identifizieren und daraus konkrete, praxistaugliche Handlungsempfehlungen zur Stärkung der Mitarbeiterbindung abzuleiten.
Die Autorin nutzt eine 6-Felder-Matrix zur Systematisierung der Einflussfaktoren und gleicht diese mit 126 internationalen Studien sowie internen Unternehmensdaten ab.
Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Fundierung des Bindungsmodells, die empirische Datenauswertung entlang der 6-Felder-Matrix sowie die darauf basierende Ableitung von Maßnahmen.
Wichtige Begriffe sind das Drei-Komponenten-Modell (affektiv, kalkuliert, normativ), Transformationale Führung, Fluktuationsneigung und Unternehmenskultur.
Die Ergebnisse zeigen, dass eine wertschätzende Kultur und transformationales Führungsverhalten die stärksten Hebel für eine dauerhafte emotionale Bindung der Mitarbeiter darstellen.
Obwohl es Vermutungen zu altersbedingten Bindungsunterschieden gibt, konnte die Untersuchung zeigen, dass das Alter als isolierte Determinante für die Fluktuation eine untergeordnete Rolle spielt.
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