Bachelorarbeit, 2017
35 Seiten, Note: 2,0
I. Einleitung
I.I Lorcas Herkunft
I.II Die Residencia de Estudiantes
I.III Der Einfluss der „Resi“ auf Lorca
II. Die Form des Romancero Gitano
II.I Die traditionelle Romanze
II.II Lorcas Romanze
III. Analyse der Gedichte
III.I Romance de la luna, luna
III.II Romance Sonámbulo
IV. Fazit
V. Literaturangaben
Die vorliegende Arbeit untersucht Federico García Lorcas Poetik anhand seines Gedichtbandes Romancero Gitano, um zu erörtern, inwiefern es sich um ein Werk zwischen Tradition und Moderne handelt. Dabei werden Lorcas biografische Einflüsse sowie die formale und inhaltliche Struktur des Werkes analysiert, um die Verbindung zwischen andalusischer Identität, Avantgarde und gesellschaftskritischen Motiven aufzuzeigen.
III.I Romance de la luna, luna
1926 veröffentlichte Lorca erstmals die Romance de la luna gitana in dem murcianischen Magazin Revista de Occidente. Sie wurde später umbenannt und als Romance de la luna, luna das erste Gedicht des Romancero Gitano. Betrachtet man den Titel dieser Romanze, könnte man zunächst eine romantische Liebesgeschichte vermuten, die sich im Mondschein abspiele. Der Mond ist hier jedoch selbst einer der Hauptprotagonisten. Es geht um die gegenseitige Zuneigung, die der Mond mit einem Zigeunerknaben teilt. Der Mond erscheint dem Jungen oder dem jungen Mann nachts in einer Schmiede. Der Zigeuner schickt den Mond jedoch weg, um ihn vor anderen Zigeunern, vermutlich seiner Familie, zu schützen. Sie kommen bereits auf Pferden in Richtung Scheune geritten. Der Mond jedoch möchte noch nicht untergehen. Als die Zigeuner eintreffen, finden sie den Körper des Knaben mit geschlossenen Augen auf einem Amboss liegend vor. Währenddessen verschwindet der Mond mit der Seele des jungen Zigeuners an der Hand am Himmelszelt. Im letzten Vers der Romanze weinen und schreien die Zigeuner vor Trauer und Leid um das verlorene Kind.
I. Einleitung: Dieses Kapitel legt das Fundament der Arbeit durch eine Vorstellung des Werkes, die Einbettung in Lorcas Biografie und die Darlegung der zentralen Fragestellung.
II. Die Form des Romancero Gitano: Hier erfolgt eine theoretische Untersuchung der traditionellen Romanze und deren Transformation durch Lorca unter Berücksichtigung von Metrik und Flamenco-Einflüssen.
III. Analyse der Gedichte: Dieser Hauptteil widmet sich der detaillierten textnahen Interpretation der beiden Gedichte "Romance de la luna, luna" und "Romance Sonámbulo" unter besonderer Berücksichtigung ihrer Symbolik.
IV. Fazit: Das Fazit fasst die Ergebnisse der Untersuchung zusammen und bestätigt den Status des Romancero Gitano als avantgardistisches, doch tief in der Tradition verwurzeltes Werk.
V. Literaturangaben: Dieses Kapitel listet alle verwendeten Primär- und Sekundärquellen sowie Internetquellen auf.
Federico García Lorca, Romancero Gitano, Tradition, Moderne, Romanze, Andalusien, Zigeuner, Symbolik, Metaphorik, Cante Jondo, Residencia de Estudiantes, Identitätsfindung, Avantgarde, Lyrik, Literaturwissenschaft.
Die Arbeit analysiert das lyrische Werk Romancero Gitano von Federico García Lorca und untersucht die darin enthaltene poetische Spannung zwischen traditionellen spanischen Formen und modernen, avantgardistischen Einflüssen.
Zu den Schwerpunkten zählen die andalusische Identität, die Symbolik der Zigeunerkultur, die Rolle von Mythen sowie die kritische Auseinandersetzung mit gesellschaftlichen Normen jener Zeit.
Ziel ist es, schlüssig zu beantworten, inwiefern der Romancero Gitano als ein Werk zwischen Tradition und Moderne eingestuft werden kann und wie Lorcas persönliche Biografie dieses Schaffen prägte.
Die Arbeit nutzt die literaturwissenschaftliche Analyse, insbesondere durch die Untersuchung formaler Versstrukturen, die Interpretation von Metaphern und Symbolen sowie den Kontext der Biografie und zeitgenössischer Strömungen.
Der Hauptteil konzentriert sich auf die formale Einordnung der Romanzen und führt eine vertiefte Analyse der Gedichte "Romance de la luna, luna" und "Romance Sonámbulo" durch.
Kernbegriffe sind Lorcas Poetik, Tradition vs. Moderne, andalusische Identität, Metaphorik, Symbolik und die spezifische Gattung der Romanze.
Sie fungierte als intellektuelles Zentrum, das Lorcas Weltoffenheit förderte, ihn mit bedeutenden Avantgardisten in Kontakt brachte und entscheidend zu seiner künstlerischen Weiterentwicklung beitrug.
Die Zigeuner verkörpern für Lorca die Kluft zwischen einer alten, konservierten Kultur und der Forderung der Moderne, sich anzupassen, ohne die notwendigen Ressourcen oder gesellschaftliche Akzeptanz zu erhalten.
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