Bachelorarbeit, 2017
36 Seiten, Note: 1,3
Philosophie - Praktische (Ethik, Ästhetik, Kultur, Natur, Recht, ...)
1. Einleitung
2. Der Utilitarismus Peter Singers
2.1 Die Grundlage des Utilitarismus: Nützlichkeit als Moralprinzip
2.2 Die Begründung von Tierrechten
2.3 Kritik an dem utilitaristischen Ansatz
3. Tom Regan und die Theorie der Tierrechte
3.1 Der inhärente Wert des Lebens als moralische Grundkonzeption
3.2 Die Ausweitung des Konzeptes auf Tiere
3.3 Einwände gegen Regans theoretischen Ansatz
4. Immanuel Kants Vernunftmoral
4.1 Die Autonomie als Quelle der Moral
4.2 Die Aufstellung indirekter Argumente für Tierrechte
4.3 Kritik an der Moralphilosophie Kants
5. Anwendung der theoretischen Konzepte
5.1 Das Töten von Tieren zu Nahrungszwecken aus der Perspektive Singers
5.2 Das Töten von Tieren zu Nahrungszwecken aus der Perspektive Regans
5.3 Das Töten von Tieren zu Nahrungszwecken aus der Perspektive Kants
6. Zusammenfassung und Fazit
Die Arbeit untersucht die moralische Rechtfertigung des Tötens von Tieren zu Nahrungszwecken unter Berücksichtigung der ethischen Ansätze von Peter Singer, Tom Regan und Immanuel Kant.
3.1 Der inhärente Wert des Lebens als moralische Grundkonzeption
Tom Regan konzipiert seine Theorie in Anlehnung an die Kritik, die er gegenüber dem Utilitarismus äußert. Laut Regan ist der utilitaristische Ansatz falsch, denn eine Moraltheorie muss erklären können, warum der Zweck nicht das Mittel heiligt, wenn dieses Menschenrechte verletzt. (vgl. Regan 2008: 35) Um seine Theorie aufzustellen, geht Regan von den vorhandenen Rechten für Menschen aus und erläutert, worauf diese beruhen. Durch dieses Vorgehen gelangt er zu einer Basis, welche die Gleichheit aller Menschen impliziert und somit Diskriminierung jeglicher Art verbietet und Grundlage einer moralischen Entscheidung sein soll. Ähnlich der Theorie Singers wird demnach ein Prinzip gesucht, welches der Unterschiedlichkeit aller Menschen gerecht wird und diese zu umfassen vermag. Um dieses Prinzip verstehen zu können, muss zuerst der Gedankengang und das Vorgehen Regans nachvollzogen werden.
Die angesprochenen Menschenrechte sind nach Regan moralische Rechte, die natürlich gegeben sind. Diese Rechte beruhen auf einem inhärenten Wert, den alle Menschen, ungeachtet ihrer Unterschiede, gleichermaßen besitzen. Der inhärente Wert stellt einen Wert als Individuum dar und steht der utilitaristischen Position entgegen, die Individuen diesen Wert nicht beimisst, sondern sie als bloße Behälter degradiert. Der inhärente Wert eines Individuums kann auch als dessen Würde bezeichnet werden. Dieser Wert und die damit einhergehenden Menschenrechte sind unbedingt zu respektieren. Einen inhärenten Wert zu haben bedeutet, dass ein Wesen immer auch zum Selbstzweck lebt, was bei jeder Handlung beachtet werden muss. (vgl. Regan 2008: 35)
1. Einleitung: Die Einleitung führt in die gesellschaftliche Relevanz des Tierschutzes ein und formuliert das Ziel der Untersuchung: die moralische Bewertung des Tötens von Tieren zu Nahrungszwecken.
2. Der Utilitarismus Peter Singers: Dieses Kapitel erläutert Singers präferenzutilitaristischen Ansatz, der das Wohlergehen aller Betroffenen als Moralmaßstab setzt und Interessen anhand der Empfindungsfähigkeit bewertet.
3. Tom Regan und die Theorie der Tierrechte: Hier wird Regans deontologischer Ansatz vorgestellt, der allen empfindenden "Subjekten eines Lebens" einen inhärenten Wert und damit grundlegende moralische Rechte zuschreibt.
4. Immanuel Kants Vernunftmoral: Das Kapitel befasst sich mit Kants Ethik, die moralische Berücksichtigung an Vernunft und Autonomie knüpft, wodurch Tieren nur ein indirekter, auf den menschlichen Charakter bezogener Status zukommt.
5. Anwendung der theoretischen Konzepte: Dieser Hauptteil überträgt die Theorien auf die Praxis der Massentierhaltung und Schlachtung und prüft die Möglichkeit eines allgemeinen Tötungsverbots.
6. Zusammenfassung und Fazit: Das abschließende Kapitel resümiert die Gemeinsamkeiten und Unterschiede der Positionen und bewertet die ethische Problematik des Tötens von Tieren in der modernen Lebensmittelindustrie.
Tierethik, Utilitarismus, Deontologie, Tierrechte, Inhärenter Wert, Peter Singer, Tom Regan, Immanuel Kant, Fleischkonsum, Schlachtung, Massentierhaltung, Interessenberücksichtigung, Moraltheorie, Subjekt eines Lebens, Angewandte Ethik
Die Arbeit untersucht, ob das Töten von Tieren für die menschliche Ernährung moralisch gerechtfertigt werden kann.
Die Themenfelder umfassen utilitaristische Konzepte, Tierrechtstheorien sowie die vernunftethische Position nach Immanuel Kant.
Die Hauptfragestellung ist, ob sich aus den untersuchten Moraltheorien ein generelles Tötungsverbot für Tiere ableiten lässt.
Die Autorin wendet bestehende moralphilosophische Theorien deduktiv auf den praktischen Anwendungsfall der industrialisierten Nutztierhaltung an.
Der Hauptteil analysiert die Positionen von Singer, Regan und Kant detailliert und diskutiert deren Implikationen für die Tötung von Tieren in der Lebensmittelherstellung.
Die wichtigsten Begriffe sind Tierethik, Utilitarismus, Tierrechte, inhärenter Wert, Massentierhaltung und Moraltheorie.
Singer bewertet die Tötung primär anhand der Konsequenzen und Interessenabwägung, während Regan Tieren basierend auf ihrem inhärenten Wert ein grundsätzliches Recht auf Leben zuspricht.
Für Kant ist das Töten von Tieren indirekt problematisch, da grausame Handlungen den menschlichen Charakter verrohen lassen könnten, was eine Pflichtverletzung gegenüber sich selbst darstellt.
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