Bachelorarbeit, 2017
89 Seiten, Note: 1,3
1 Einleitung
2 Theoretischer Hintergrund
2.1 Partnersuche in der Vergangenheit
2.1.1 Evolutionärer Ansatz zur Partnerwahl
2.1.2 Partnersuche am Beispiel des 19. und 20. Jahrhunderts
2.2 Partnersuche im technologischen Zeitalter
2.2.1 Begriffsbestimmung und Definition von Online-Dating
2.2.2 Präferenzen bei der Partnerwahl
2.2.3 Geschlechtsspezifische Unterschiede bei der Partnerwahl
2.2.4 Partnersuche 2.0 – Mobile-Dating
2.3 Dating-Applikation Tinder
2.3.1 Geschichte und Funktion
2.3.2 Nutzungsverhalten und -motive
2.3.3 Physische Attraktivität
2.4 Risiken und Konsequenzen medialer Partnersuche
2.5 Bisherige Forschung
2.6 Forschungsfragen und Hypothesen
3 Methodik
3.1 Untersuchungsdesign und Durchführung der Datenerhebung
3.2 Stichprobe
3.3 Erhebungsinstrumente
3.3.1 Tinder-Nutzung und Nutzungsmotive
3.3.2 Partnerwahlkriterien
3.3.3 Lügenskala auf Basis der SES-17
3.3.4 Demographische Daten
3.4 Datenanalyse
4 Ergebnisse
4.1 Deskriptive Statistiken
4.2 Beantwortung der Forschungshypothesen
4.2.1 Ergebnisse der ersten Hypothese
4.2.2 Ergebnisse der zweiten Hypothese
4.2.3 Ergebnisse der dritten Hypothese
4.2.4 Ergebnisse der vierten Hypothese
4.2.5 Ergebnisse der fünften Hypothese
4.2.6 Ergebnisse der sechsten Hypothese
5 Diskussion
5.1 Interpretation und Diskussion der Ergebnisse
5.2 Limitationen der Studie
5.3 Fazit und Ausblick
Diese Bachelorarbeit untersucht das Nutzungsverhalten, die Motive sowie die Partnerwahlkriterien junger Erwachsener bei der Nutzung der Dating-App Tinder, unter besonderer Berücksichtigung von Geschlechtsunterschieden und Beziehungsstatus.
2.1.1 Evolutionärer Ansatz zur Partnerwahl
Die evolutionäre Auslese hat in vielen Bereichen das menschliche Leben und Handeln beeinflusst. Aus der Sicht der allgemeinen Evolutionstheorie verändern sich alle Organismen auf der Erde aufgrund einer Anpassung an die Umwelt (Frost, 2012). Im Prozess der Partnersuche, auch intersexuelle Selektion genannt, wird ein Partner für eine längere oder kürzere Zeitperiode auserwählt (Frost, 2012). Dieser hat grundsätzlich ein alleiniges Recht auf die Fortpflanzung und kann somit seine Wahrscheinlichkeit erhöhen, dass er die eigenen Gene an die nachfolgende Generation weitergeben kann. Dieser Erfolg bei der Fortpflanzung wird durch die Fitness eines Lebewesens bestimmt (Aronson, Wilson & Akert, 2014). Hierbei spielt auch die Selektion durch den Sexualpartner eine zentrale Rolle. Dieser hat spezifische Präferenzen im Hinblick auf bestimmte Merkmale und Eigenschaften des Partners, die besonders für Stärke, Gesundheit und gute Gene stehen (Frost, 2012). Mit der Zeit werden somit die populären Merkmale selektiert und in der Population verbreitet. Eigenschaften, die sich bei der Fortpflanzung nicht durchsetzen können, gehen nach einiger Zeit in der Bevölkerung verloren (Frost, 2012). Aufgrund dessen haben das Aussehen und die Beziehungen heutiger Lebewesen, unter anderem des modernen Menschen (Homo sapiens), ihren Ursprung in der evolutionären Geschichte (Zrzavý, Storch, Mihulka, Burda & Begall, 2009). Viele Verhaltensweisen und Merkmale sind das Ergebnis einer Anpassung vergangener Generationen (Frost, 2012).
1 Einleitung: Diese Einleitung führt in das Thema der digitalen Partnersuche ein und umreißt die Relevanz der App Tinder für junge Erwachsene, während sie gleichzeitig die Forschungsfrage nach den Motiven und dem Nutzungsverhalten definiert.
2 Theoretischer Hintergrund: Dieses Kapitel liefert eine theoretische Fundierung durch die Betrachtung historischer Partnersuche, evolutionärer Ansätze, moderner digitaler Dating-Konzepte und spezifischer Tinder-Mechanismen sowie der bisherigen Forschungslage.
3 Methodik: Hier wird das quantitative Untersuchungsdesign erläutert, welches eine Online-Befragung mittels eines eigens konzipierten Fragebogens und einer integrierten Lügenskala umfasst.
4 Ergebnisse: Die Ergebnisse präsentieren deskriptive Daten sowie die inferenzstatistische Hypothesenprüfung, wobei signifikante Unterschiede hinsichtlich Geschlecht und Beziehungsstatus aufgezeigt werden.
5 Diskussion: Abschließend werden die erhobenen Daten interpretiert, in den bestehenden Forschungskontext eingeordnet, die Limitationen der Studie dargelegt und ein Fazit für zukünftige Untersuchungen gezogen.
Tinder, Mobile-Dating, Online-Dating, Partnersuche, Nutzungsmotive, Partnerwahlkriterien, Geschlechtsunterschiede, Beziehungsstatus, Selbstwertbestätigung, Querschnittstudie, Fragebogen, Sozialer Erwünschtheit, Faktorenanalyse, Impression Management, junge Erwachsene
Die Arbeit analysiert das Verhalten junger Erwachsener bei der Nutzung der Dating-App Tinder und untersucht dabei, welche Motive und Partnerwahlkriterien für die Nutzer ausschlaggebend sind.
Die zentralen Felder umfassen die Evolution der Partnerwahl, die Auswirkungen digitaler Mediatisierung auf soziale Beziehungen und die spezifischen Interaktionsmuster innerhalb von Mobile-Dating-Applikationen.
Das Ziel ist es, empirisch zu prüfen, ob sich Nutzungshäufigkeit, Motive und Präferenzen bei der Partnerwahl signifikant zwischen den Geschlechtern oder in Abhängigkeit vom Beziehungsstatus unterscheiden.
Es wurde ein quantitatives Querschnittsdesign gewählt, bei dem mittels einer Online-Fragebogenstudie Daten von Tinder-Nutzern erhoben und anschließend mittels t-Tests, Varianzanalysen und explorativer Faktorenanalyse ausgewertet wurden.
Der Hauptteil befasst sich detailliert mit den theoretischen Grundlagen der Partnersuche, der Geschichte und Funktionsweise von Tinder, der Rolle physischer Attraktivität sowie der empirischen Überprüfung verschiedener Hypothesen anhand der Stichprobendaten.
Wichtige Begriffe sind Mobile-Dating, Nutzungsmotive, Partnerwahlkriterien, Selbstwertbestätigung und die Anwendung von Faktorenanalysen im Kontext der digitalen Selbstdarstellung.
Da Partnersuche und Selbstdarstellung stark von sozialer Erwünschtheit beeinflusst sind, wurde die Skala genutzt, um Probanden mit Antworttendenzen zu filtern und so die Datenqualität zu erhöhen.
Die Studie deutet darauf hin, dass Tinder von bereits liierten Personen primär als Instrument zur Erzielung von Bestätigung genutzt wird, was Fragen nach der Beziehungszufriedenheit aufwirft.
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