Masterarbeit, 2017
183 Seiten, Note: 1,7
1. Einleitung
1.1 Problemstellung, Motivation und Zielsetzung
1.2 Aufbau der Arbeit
2. Theoretische Fundierung
2.1 DMS-Terminologie
2.1.1 Dokumente, Daten und Metadaten
2.1.2 Dokumentenlebenszyklus
2.1.3 Dokumentenarten
2.1.4 Dokumentenformate
2.1.5 Elektronische Signaturen
2.1.6 Speichermedien
2.1.7 Abgrenzung von DMS
2.1.8 Ziele von DMS
2.1.9 Vor- und Nachteile eines DMS-Einsatzes
2.1.10 Schnittstellen
2.2 Digitalisierung mittelständischer Steuerberatungsgesellschaften
2.2.1 Mittelstand
2.2.1.1 Quantitative Definitionsansätze
2.2.1.2 Qualitative Definitionsansätze
2.2.2 Digitalisierung
2.2.3 Der mittelständische Steuerberater
2.2.3.1 Definition
2.2.3.2 Tätigkeitsfelder
2.2.4 Problemfelder im Berufstand
2.2.4.1 Dienstleistungsanforderungen
2.2.4.2 Komplexität
2.2.4.3 Übereinstimmung mit Rechtlichen Anforderungen
2.2.4.4 Wirtschaftlichkeit
2.2.5 Aspekte der Digitalisierung in der Steuerberatung
2.2.5.1 EDV- Systeme
2.2.5.2 Ersetzendes Scannen
2.2.5.3 Die elektronische Handakte
2.2.5.4 Digitalisierung der Mandanten
2.2.5.5 Digitalisierung der Finanzverwaltung
2.3 Art und Umfang der Aufbewahrung
2.3.1 Rechtlicher Hintergrund
2.3.2 Ordnungsmäßigkeit, Integrität, Authentizität
2.3.3 Datenschutz und Datensicherheit
2.3.4 Ermittlung und Einhaltung von Aufbewahrungsfristen
2.3.5 Sicherung der Beweiskraft und des gesetzlichen Zugriffs
2.3.6 Verfahrensdokumentation
2.3.7 Zertifizierung und Software-Testate
2.3.8 Schutz vor Verletzung des Urheberrechts
2.3.9 Weitere Gesetze, Regelwerke und Verordnungen
3. Analyse ausgewählter DMS-Lösungen
3.1 Konzeption und Vorgehensweise
3.2 Abgrenzung des Einsatzbereiches
3.2.1 Kanzleisoftware für Steuerberater
3.2.2 Integrationsfähigkeit in die DATEV-Programme
3.2.2.1 Allgemeine Schnittstellen
3.2.2.2 DATEVconnect
3.3 Anforderungen an die DMS-Software
3.4 Vorstellung ausgewählter DMS-Lösungen
3.4.1 DATEV DMS (Saperion ECM Suite)
3.4.2 Agorum core
3.4.3 Amagno DMS
3.4.4 StarFinder Digital Archiv
3.4.5 d.velop d.3 ECM
3.4.6 Docuvita DMS
3.4.7 Lobodms ECM Suite
3.4.8 DocuWare ECM
3.5 Funktionsanalyse
3.5.1 Prüfkriterien
3.5.2 Systemtechnik
3.5.3 Administration
3.5.4 Input-Management
3.5.5 Archivierung
3.5.6 Dokumentensuche
3.5.7 Output-Management
3.5.8 Schnittstellen
3.5.9 Zusammenarbeit
3.5.10 Workflow-Management
3.6 Analyse auf Basis der Anforderungen an die IT-Sicherheit
3.6.1 Prüfkriterien
3.6.2 Zugangs-, Zutritts- und Zugriffsschutz
3.6.3 Benutzerverwaltung und Berechtigungskonzept
3.6.4 Archive und Dokumente
3.6.5 Protokollierung
3.6.6 Ausfallsicherheit
3.7 Analyse der rechtlichen Aspekte elektronischer Archivierung
3.7.1 Prüfkriterien
3.7.2 Verfahrensdokumentation
3.7.3 Sechs GoBD-Grundsätze
3.7.3.1 Sicherstellung der Nachvollziehbarkeit und Nachprüfbarkeit
3.7.3.2 Sicherstellung der Vollständigkeit
3.7.3.3 Sicherstellung der Richtigkeit
3.7.3.4 Sicherstellung der Zeitgerechtheit
3.7.3.5 Sicherstellung der Ordnungsmäßigkeit
3.7.3.6 Sicherstellung der Unveränderbarkeit
3.7.4 Sicherstellung der Konvertierfähigkeit
3.7.5 Sicherstellung der Migrationsfähigkeit
3.7.6 Sicherstellung der maschinellen Auswertbarkeit
3.7.7 Elektronische Signaturen und Stempel
3.7.8 Ersetzendes Scannen
3.7.9 E-Mail-Archivierung
3.7.10 Elektronische Rechnungen
3.7.11 Elektronische Handakte
3.7.12 Fristenkontrolle
3.7.13 Zertifizierungen & Software-Testate
3.8 Analyse wirtschaftlicher Aspekte
3.8.1 Einleitende Theorie
3.8.2 Nutzenanalyse
3.8.2.1 Qualitativer Nutzen
3.8.2.2 Quantitativer Nutzen
3.8.3 Kosten bei der Einführung einer elektronischen Archivierung
3.8.3.1 Kostenarten
3.8.3.2 Ermittlung der Anschaffungskosten pro Arbeitsplatz
3.8.3.3 Ermittlung der Anschaffungskosten für die analysierten DMS-Lösungen
4. Auswertung der Analyse
4.1 Aufbau der Auswertung
4.2 Auswertung der funktionsorientierten Anforderungen
4.3 Auswertung der sicherheitsorientierten Anforderungen
4.4 Auswertung der rechtlichen Anforderungen
4.5 Auswertung der wirtschaftsorientierten Anforderungen
4.6 Kritische Betrachtung in Bezug auf die Probleme im Berufstand
4.6.1 Gestiegene Anforderungen der Mandanten
4.6.2 Liberalisierung im Berufstand
4.6.3 Personaldefizit
4.6.4 Gesetzliche Anforderungen
5. Zusammenfassung und Ausblick
Die Masterarbeit analysiert den Einsatz von Dokumenten-Management-Systemen (DMS) in mittelständischen Steuerberatungskanzleien vor dem Hintergrund zunehmender Digitalisierung, veränderter Mandantenbedürfnisse und gesetzlicher Anforderungen. Das primäre Ziel ist es zu untersuchen, inwieweit solche Systeme die Kanzleien bei der Bewältigung dieser Herausforderungen unterstützen und einen Mehrwert bieten können.
1.1 Problemstellung, Motivation und Zielsetzung
„Digitalisierung in der Steuerberatung – Stirbt der Steuerberater aus?“1 So titelt der NWB Verlag in einem Artikel zur zukünftigen Entwicklung des steuerberatenden Berufs. Der Trend zur Digitalisierung kommt immer mehr bei den deutschen Unternehmen an. Die Anpassung an die zunehmend digitalisierten Prozesse erfordert es, dass sich auch Steuerberater mit der Digitalisierung auseinandersetzen. In den letzten Jahren hat sich das Berufsbild des Steuerberaters stark gewandelt.2 So reicht die steuerliche Beratung der Mandanten nicht mehr aus, um den Beratungsbedarf der Mandanten abzudecken. Die betriebswirtschaftliche als auch eine Vermögens- und Vorsorgeberatung gewinnt immer weiter an Bedeutung.
Die Anfänge der Digitalisierung in der Steuerberatung waren bereits zur Jahrtausendwende spürbar. Seinen Anfang nahm der Trend mit der elektronischen Übermittlung von Umsatzsteuer- sowie Lohnsteueranmeldungen. Andere Aspekte, welche die elektronische Abwicklung der Steuererhebung und Steuerdeklaration gestalten sollten, kamen in den nächsten Jahren hinzu.
1. Einleitung: Dieses Kapitel erläutert die zunehmende Bedeutung der Digitalisierung für den Steuerberaterberuf und formuliert das Ziel der Arbeit, den Einsatz von DMS-Systemen zur Bewältigung der steigenden Anforderungen zu analysieren.
2. Theoretische Fundierung: Hier werden die begrifflichen Grundlagen zu Dokumenten, Daten, DMS, Digitalisierung im Mittelstand sowie der rechtliche Rahmen der Archivierung (u.a. GoBD) definiert.
3. Analyse ausgewählter DMS-Lösungen: Dieses Kapitel vergleicht verschiedene DMS-Softwarelösungen im Hinblick auf ihre Funktionalität, IT-Sicherheit und rechtliche Konformität, insbesondere unter Berücksichtigung der DATEV-Integration.
4. Auswertung der Analyse: Die Ergebnisse der Untersuchung werden hier interpretiert und kritisch auf die Problemstellungen des steuerberatenden Berufsstandes angewendet.
5. Zusammenfassung und Ausblick: Das abschließende Kapitel fasst die wesentlichen Erkenntnisse zusammen und gibt einen Ausblick auf die zukünftige Bedeutung von DMS für die Zukunftsfähigkeit der Kanzleien.
Digitalisierung, Steuerberatung, Dokumenten-Management-System (DMS), Enterprise-Content-Management (ECM), Archivierung, GoBD, Elektronische Rechnung, DATEV, Prozessoptimierung, IT-Sicherheit, Verfahrensdokumentation, Rechtskonformität, Wirtschaftlichkeit, Mandantenberatung, Workflow-Management.
Die Arbeit analysiert, wie mittelständische Steuerberater durch den Einsatz von Dokumenten-Management-Systemen (DMS) ihre Kanzleiprozesse digitalisieren und effizienter gestalten können.
Die zentralen Felder umfassen die digitale Archivierung, die rechtlichen Anforderungen (insb. GoBD), die Integration in bestehende Kanzleisoftware sowie die Wirtschaftlichkeit von DMS-Einführungen.
Ziel ist es zu untersuchen, inwieweit DMS-Systeme den Steuerberater dabei unterstützen, steigende Mandantenanforderungen, den Fachkräftemangel und komplexe gesetzliche Vorgaben zu bewältigen.
Die Autorin führt eine Literaturanalyse durch, kombiniert mit einer Analyse von Anforderungen an DMS-Systeme, um schließlich ausgewählte Markt-Lösungen im Hinblick auf deren Tauglichkeit für Steuerberatungskanzleien zu vergleichen.
Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Fundierung, eine detaillierte Funktions- und Sicherheitsanalyse verschiedener DMS-Produkte sowie eine Auswertung der Ergebnisse unter wirtschaftlichen und rechtlichen Aspekten.
Kernbegriffe sind Digitalisierung, Steuerberatung, DMS, ECM, GoBD-Konformität, Archivierung und Prozessoptimierung.
Da DATEV eine Monopolstellung in der Steuerberaterbranche innehat, ist eine nahtlose und automatisierte Schnittstelle zwischen dem DMS und DATEV-Anwendungen für einen effizienten Kanzleibetrieb das entscheidende Ausschluss- bzw. Auswahlkriterium.
Die GoBD (Grundsätze zur ordnungsmäßigen Führung und Aufbewahrung von Büchern, Aufzeichnungen und Unterlagen in elektronischer Form sowie zum Datenzugriff) stellen das rechtliche Fundament für die digitale Archivierung dar und bilden daher den Maßstab für die Analyse der untersuchten DMS-Software.
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