Bachelorarbeit, 2017
86 Seiten, Note: 1,3
1 Einleitung
1.1 Problemstellung
1.2 Ziel und Aufbau der Arbeit
2 Grundlagen
2.1 Datenschutz
2.2 EU-Datenschutzgrundverordnung
2.3 Managementsysteme
3 Überblick und Auswahl eines Standards für Managementsystem
3.1 Einführung in die Nutzwertanalyse
3.2 Identifizierung eines vorhandenen Standards
3.3 Sammlung von Entscheidungskriterien
3.4 Gewichtung der Kriterien
3.5 Bewertung der Kriterien
3.6 Nutzwertberechnung
3.7 ISO 27001
4 Datenschutzmanagementsystem
4.1 Datenschutzmanagementsystem in Anlehnung an die ISO 27001
4.2 Datenschutzorganisation
4.2.1 Überblick
4.2.2 Rollen und Verantwortlichkeiten
4.2.3 Geschäftssteuerung
4.3 Datenschutzschulungen
4.3.1 Training und Bewusstsein
4.3.2 Schulungsunterlagen
4.4 Betrieb des Verfahrensverzeichnisses
4.4.1 Verfahrensverzeichnis
4.4.2 Datenschutz-Folgenabschätzung
4.5 Interne und externe Kommunikation
4.5.1 Datenschutzberatung
4.5.2 Meldungen bei Sicherheitsverstößen
4.5.3 Betroffenenanfragen
4.6 Kontinuierliche Verbesserung
4.6.1 Audit des Datenschutzmanagementsystems
4.6.2 Managementbewertung (Management-Review)
4.6.3 Überprüfung des Auftragsdatenverarbeiters
4.6.4 Kontinuierliche Verbesserung des Datenschutzmanagentsystems
5 Zusammenfassung und Ausblick
Das Hauptziel dieser Bachelorarbeit ist die Konzeption eines kosteneffizienten Datenschutzmanagementsystems, das die regulatorischen Anforderungen der EU-Datenschutzgrundverordnung (DSGVO) erfüllt und systematisch in einem Unternehmen implementiert werden kann.
3.1 Einführung in die Nutzwertanalyse
Nachdem in Kapitel 2, Grundlagen, die für die weitere Diskussion notwendigen Grundlagen dargelegt wurden, wird in Kapitel 3 unter Anwendung der Nutzwertmethode ein Standard für ein Managementsystem ausgewählt. In diesem Abschnitt wird zunächst in die Methodik eingeführt. Bestandteile der Nutzwertmethode werden erklärt, um anschließend eine Nutzwertanalyse durchzuführen.
Ziel der Nutzwertanalyse ist die Bestimmung des am besten geeigneten Standards für ein Managementsystem. Bei der Nutzwertwertmethode handelt es sich um ein nicht monetäres Bewertungsverfahrung aus dem Bereich der Entscheidungstheorie und dient als Hilfestellung für die Entscheidungsfindung. Bei der Nutzwertanalyse werden Alternativen der Lösung gegenübergestellt und durch Erfüllung bestimmter Kriterien benotet. Zusätzlich werden die einzelnen Kriterien nach ihrer Bedeutung gewichtet. Damit erreicht man ein differenziertes Bewertungsbild.
Die Vorgehensweise der Nutzwertanalyse unterteilt sich in mehreren teilschritten. Begonnen wird mit der Organisation des Arbeitsumfelds. In dieser Phase geht es um die reine Organisation. Der Moderator und die Teilnehmer werden bestimmt und eine entsprechende Zeit wird festgelegt. An die Organisation schließt die Benennung des Entscheidungsproblems an. Hier wird das Problem konkret angesprochen. Alle aus dem Problem stammenden Vor- und Nachteile werden aufgedeckt, um die Teilnehmer auf einen Stand zu bringen. Anschließend werden die Alternativen, die zur Entscheidung stehen erläutert. Es wird auf die Alternativen eingegangen und in einer Vorauswahl werden mögliche Alternativen bereits gestrichen oder gar ergänzt. Danach erfolgt eine Sammlung von Kriterien, die für das Entscheidungsproblem von Bedeutung sind. Die Kriterien sollten in Ihrer Gänze die Zielsetzung des Problems und dessen Handlungsrahmen beschreiben. Im Anschluss werden die Kriterien Gewichtet. Die Gesamtsumme des Gewichts beträgt 100%. Somit wird müssen alle Kriterien ihr Gewicht in diesen Rahmen finden. Bei zu vielen Kriterien besteht die Möglichkeit die Kriterien in Gruppen aufzuteilen und diese dann zu gewichten. Alternativ kann man auch mit Hilfe einer Paarvergleichsmethode die Kriterien zu Beginn miteinander vergleichen und die wichtigsten Kriterien filtern. Unabhängig von dem Gewicht erfolgt
1 Einleitung: Diese Einleitung stellt die wachsende Bedeutung der Digitalisierung und die daraus resultierende Notwendigkeit der DSGVO-Konformität dar und formuliert das Ziel der Arbeit.
2 Grundlagen: Hier werden die juristischen und theoretischen Begriffsdefinitionen wie Datenschutz und Managementsysteme erläutert, die das Fundament für das weitere Verständnis bilden.
3 Überblick und Auswahl eines Standards für Managementsystem: Unter Verwendung der Nutzwertanalyse wird systematisch untersucht, welcher Standard (ISO 27001) für den Aufbau eines Datenschutzmanagementsystems am besten geeignet ist.
4 Datenschutzmanagementsystem: Dieser Hauptteil beschreibt die konkrete Konzeption der Datenschutzorganisation und die Integration essenzieller Prozesse, um die rechtlichen Anforderungen zu erfüllen.
5 Zusammenfassung und Ausblick: Das Fazit fasst die Ergebnisse der Arbeit zusammen und reflektiert die gewählte Methodik sowie die Anwendbarkeit in der Praxis.
Datenschutz, Datenschutzgrundverordnung, DSGVO, Datenschutzmanagementsystem, DSMS, ISO 27001, Nutzwertanalyse, Datenschutzorganisation, Rechenschaftspflicht, Verfahrensverzeichnis, Datenschutz-Folgenabschätzung, DSFA, Datensicherheit, Compliance, PDCA-Zyklus
Die Arbeit befasst sich mit der Entwicklung und Konzeption eines Datenschutzmanagementsystems, das Unternehmen dabei unterstützt, die komplexen Anforderungen der EU-Datenschutzgrundverordnung effizient und kostengünstig zu erfüllen.
Die zentralen Themen umfassen die Auswahl eines geeigneten Managementsystem-Standards, die Gestaltung der Datenschutzorganisation mit Rollen und Verantwortlichkeiten sowie die Umsetzung operativer Datenschutzprozesse.
Das Hauptziel ist die kostenminimale Erfüllung der regulatorischen Anforderungen aus der DSGVO durch die Implementierung eines systematischen Datenschutzmanagementsystems.
Die Arbeit nutzt die Nutzwertanalyse, ein entscheidungs-theoretisches Verfahren, um auf Basis definierter Kriterien den am besten geeigneten Standard für ein Managementsystem zu ermitteln.
Im Hauptteil (Kapitel 4) werden die Strukturen der ISO 27001 in ein Datenschutzmanagementsystem überführt, Rollen definiert, Schulungskonzepte entwickelt und Kernprozesse wie das Verfahrensverzeichnis sowie die Datenschutz-Folgenabschätzung detailliert erläutert.
Die Arbeit wird durch Begriffe wie Datenschutzgrundverordnung (DSGVO), Datenschutzmanagementsystem (DSMS), ISO 27001, Rechenschaftspflicht und kontinuierliche Verbesserung geprägt.
Durch die Nutzwertanalyse konnte belegt werden, dass ISO 27001 aufgrund seiner prozessorientierten Struktur und Risikobasiertheit am besten geeignet ist, um die Compliance-Anforderungen der DSGVO systematisierbar abzudecken.
Der Verantwortliche, also die Geschäftsleitung, trägt nach der DSGVO die zentrale Haftung und Verantwortung. Das System dient ihr als Instrument zur Steuerung, Überwachung und Nachweisführung.
Der PDCA-Zyklus (Plan-Do-Check-Act) ermöglicht eine stetige Kontrolle und Optimierung der Datenschutzprozesse, wodurch Schwachstellen systematisch identifiziert und dauerhaft beseitigt werden können.
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