Examensarbeit, 2004
54 Seiten, Note: 2
1. Einleitung
2. Henri Rousseau zu seiner Zeit
2.1. Biografie
2.2. Die französische Malerei um 1900
2.3. Die Avantgarde in Paris
2.4. Rousseau als Maler
3. Das Gemälde „Der Traum“
3.1. Bildbeschreibung
3.2. Form und Farbe der Figuren und Tiere
3.3. Form und Farbe der Pflanzen
3.4. Räumlichkeit des Bildes
3.5. Komposition
3.6. Malweise und Farbigkeit
3.7. Interpretation
4. Die Bedeutung in der Kunstgeschichte
4.1. Die „Naive Malerei“
4.2. War Rousseau ein naiver Maler?
5. Schluss
Die vorliegende wissenschaftliche Hausarbeit widmet sich einer eingehenden Analyse des Gemäldes „Der Traum“ von Henri Rousseau aus dem Jahr 1910. Ziel ist es, das Werk sowohl kunsthistorisch einzuordnen als auch die künstlerische Haltung Rousseaus zu beleuchten, wobei insbesondere die Fragestellung im Zentrum steht, ob die Kategorisierung als „naiver Maler“ im Lichte seiner bewussten Kompositions- und Malweise gerechtfertigt ist.
3.1. Bildbeschreibung
Das Gemälde „Der Traum“ von Henri Rousseau ist 204,5 x 298,5cm groß und wurde mit Ölfarben auf Leinwand gemalt. Das Gemälde gehört heutzutage der Sammlung des Museum of Modern Art New York an. Es zeigt einen Ausschnitt aus einem tropischen Wald, wo sich eine ungewöhnliche Szene abspielt. In einer Vollmondnacht liegt eine nackte Frau auf einem roten Sofa, das mitten im grünen tropischen Wald steht. Ein dunkelhäutiger Fötenspieler, nur mit einem bunten Lendentuch bekleidet, steht ebenfalls in der tropisch grünen Vegetation und spielt auf einer Flöte. Er ist umgeben von zwei Löwinnen, die im hohen Gras um ihn herum schleichen.
In den Bäumen sitzen zwei Vögel und drei kleine Affen. Ganz im Hintergrund zwischen der üppigen Vegetation ist gerade noch der Kopf eines Elefanten zu sehen. Rechts vorne im Bild schlängelt sich eine rosa - und schwarzfarbige Schlange durch die Pflanzenwelt. Zwischen dunkelgrünen Bäumen und Gräsern mit fleischigen Blättern erblühen große hellblaue und rosarote Lotosblumen. Die ganze Szene ist in bläuliches Vollmondlicht getaucht und versetzt den Bildbetrachter mitten in einen traumhaft schönen afrikanischen Tropenwald.
1. Einleitung: Die Einleitung steckt den Rahmen der Arbeit ab, benennt das zentrale Untersuchungsobjekt „Der Traum“ und erläutert die methodische Herangehensweise.
2. Henri Rousseau zu seiner Zeit: Dieses Kapitel liefert eine biografische Darstellung des Künstlers und bettet ihn in das kulturelle und kunsthistorische Umfeld von Paris um 1900 ein.
3. Das Gemälde „Der Traum“: Hier erfolgt eine detaillierte formale Analyse des Werkes hinsichtlich Motivik, Komposition, Räumlichkeit, Farbwahl und Malweise, ergänzt durch eine Deutung.
4. Die Bedeutung in der Kunstgeschichte: Das Kapitel diskutiert Rousseaus Stellung in der Kunstgeschichte, insbesondere die kritische Einordnung seiner Kunst als „naive Malerei“.
5. Schluss: Die Arbeit schließt mit einer Reflexion über die Einzigartigkeit Rousseaus und seine Rolle als Wegbereiter für spätere Strömungen wie den Surrealismus.
Henri Rousseau, Der Traum, Naive Malerei, Avantgarde, Bildanalyse, Kompositionsanalyse, Urwaldbilder, Paris, 1910, Symbolismus, Surrealismus, Kunstgeschichte, Malweise, Farbtheorie, Moderne.
Die Arbeit untersucht das Gemälde „Der Traum“ von Henri Rousseau, analysiert dessen formale Gestaltung und diskutiert die Einordnung Rousseaus als sogenannter „naiver Maler“.
Zu den Schwerpunkten zählen die Biografie Rousseaus, die Pariser Kunstszene um 1900, eine detaillierte Bildanalyse sowie die kunsthistorische Bedeutung der naiven Malerei.
Die Arbeit zielt darauf ab, Rousseaus bewusste künstlerische Strategien aufzuzeigen und die Frage zu klären, ob die Bezeichnung als „naiver Maler“ angesichts seiner komplexen Kompositionsmethoden angemessen ist.
Es werden kunstwissenschaftliche Methoden angewandt, insbesondere eine detaillierte Bild- und Kompositionsanalyse sowie eine historische Kontextualisierung anhand von Primärquellen und Literatur.
Der Hauptteil gliedert sich in die historische Einordnung des Künstlers, eine ausführliche formale Analyse des Gemäldes (Form, Farbe, Raum, Komposition) und eine theoretische Reflexion über die „Naive Malerei“.
Wichtige Begriffe sind unter anderem Henri Rousseau, Naive Malerei, Kompositionsanalyse, Avantgarde, Surrealismus und Bilddeutung.
Die Analyse interpretiert das Sofa als eine Form der Verfremdung – als bürgerliches Element in einer wilden, „unbewussten“ Waldszenerie, die den Übergang zur Traumwelt markiert.
Die Arbeit hinterfragt die Einstufung Rousseaus als „naiven Maler“ und argumentiert, dass er seine Kompositionen sehr bewusst und strategisch plante, anstatt nur instinktiv zu handeln.
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