Bachelorarbeit, 2014
32 Seiten, Note: 1,3
Philosophie - Theoretische (Erkenntnis, Wissenschaft, Logik, Sprache)
1. VORWORT
1.1. VORSTELLUNG DES THEMAS
1.2. ÜBERSICHT ÜBER DIE GLIEDERUNG
2. DAS WERK UND DIE IDEEN VON GEORG CANTOR
2.1. HISTORISCHE ÜBERSICHT
2.2. CANTORS MENGENLEHRE
2.3. DIE AKTUALE UND DIE POTENTIELLE UNENDLICHKEIT
2.4. AUFFASSUNGEN UND VORSTELLUNGEN VON GOTT
2.5. DER MENSCH IM MATHEMATISCHEN WELTGEFÜGE
3. CANTORS KRITIKER
3.1. LEOPOLD KRONECKER
3.2. HENRI POINCARÉ
3.3. CANTOR IM KONFLIKT MIT DER KATHOLISCHEN KIRCHE
4. CANTORS BEFÜRWORTER
4.1. BERTRAND RUSSELL
4.2. DAVID HILBERT
5. FAZIT
5.1. BEDEUTUNG VON CANTORS ARBEITEN
5.2. WISSENSCHAFTLICHE AUSSICHTEN HEUTZUTAGE
Diese Bachelor-Thesis untersucht das Konstrukt der Unendlichkeit bei Georg Cantor, indem sie eine Brücke zwischen Mathematik und Philosophie schlägt. Die zentrale Forschungsfrage befasst sich mit Cantors Verständnis der Unendlichkeit, den resultierenden Perspektiven für die mathematische und philosophische Welt sowie den Reaktionen aus seinem wissenschaftlichen Umfeld.
2.1. Historische Übersicht
Dieses Unterkapitel beschäftigt sich mit drei Denkern, welche vor Cantors Zeit schon wichtige Arbeiten rund um die Unendlichkeit geleistet haben. Manchen Aspekten wird Cantor im Zuge seiner Forschung widersprechen, dennoch ist die historische Entwicklung verschiedener Unendlichkeitskonzepte grundlegend und bedeutend für unser heutiges Verständnis der Unendlichkeit.
Geordnet ist dieses Kapitel in chronologischer Reihenfolge, beginnend mit Aristoteles, gefolgt von Immanuel Kant viele Jahrhunderte später, bis abschließend Bernard Bolzano in den Blick genommen wird, welcher wenige Jahre vor Georg Cantor lebt und wirkt.
Der Grieche Aristoteles gilt als einer der einflussreichsten Philosophen, Wissenschaftler und Logiker der Geschichte. Er wird im Jahre 384 v. Chr. in Stageira geboren und stirbt 322 v. Chr. in Chalkis. Eines seiner bekanntesten Werke ist die Physik, welche sich mit zentralen Naturvorgängen beschäftigt. Diese Vorgänge können sowohl unmittelbar erfahrbar sein, wie Raum und Bewegung, oder sich auch unserer direkten Erkenntnis entziehen, beispielsweise die Ursache oder die Unendlichkeit.
1. VORWORT: Einleitung in die Thematik der Unendlichkeit bei Georg Cantor sowie Erläuterung der Zielsetzung und Gliederung der Arbeit.
2. DAS WERK UND DIE IDEEN VON GEORG CANTOR: Detaillierte Darstellung der Mengenlehre, der Unterscheidung zwischen aktualer und potentieller Unendlichkeit sowie der theologischen und philosophischen Ansichten Cantors.
3. CANTORS KRITIKER: Analyse der fachlichen und persönlichen Auseinandersetzungen mit Kontrahenten wie Leopold Kronecker und Henri Poincaré sowie dem Konflikt mit der Kirche.
4. CANTORS BEFÜRWORTER: Vorstellung der Unterstützer Bertrand Russell und David Hilbert und deren Rezeption von Cantors Theorien.
5. FAZIT: Zusammenfassende Reflexion der Bedeutung Cantors Arbeiten für die moderne Mathematik und Bewertung seiner wissenschaftlichen Hinterlassenschaft.
Georg Cantor, Unendlichkeit, Mengenlehre, transfinite Zahlen, aktuale Unendlichkeit, potentielle Unendlichkeit, Mathematikgeschichte, Philosophie der Mathematik, Kontinuumshypothese, Leopold Kronecker, Henri Poincaré, Bertrand Russell, David Hilbert, Diagonalargument, Aktualunendliches.
Die Arbeit behandelt das mathematische und philosophische Werk von Georg Cantor mit einem Fokus auf seinem Konzept der Unendlichkeit.
Die zentralen Themen umfassen die Mengenlehre, die Unterscheidung zwischen aktualer und potentieller Unendlichkeit sowie die Rezeptionsgeschichte durch Kritiker und Befürworter.
Ziel ist es, Cantors Unendlichkeits-Perspektive zu beleuchten und ihre Auswirkungen auf die wissenschaftliche Welt sowie sein Verhältnis zu Theologie und Philosophie zu untersuchen.
Die Arbeit nutzt eine wissenschaftshistorische und systematische Analyse, um Cantors mathematische Konzepte in den Kontext der zeitgenössischen Philosophie zu setzen.
Der Hauptteil erörtert die historische Entwicklung der Unendlichkeit, Cantors mathematische Durchbrüche (z.B. Diagonalverfahren) und die kontroversen Debatten mit seinen Zeitgenossen.
Wichtige Begriffe sind Mengenlehre, transfinite Zahlen, Aktualunendlichkeit, Cantorismus und das Verhältnis von Wissenschaft zu Offenbarung.
Cantor betrachtet die potentielle Unendlichkeit als "unecht", da sie lediglich eine unbestimmte Variable darstellt, während er das Aktuale als mathematisch gegebenes "Behältnis" und somit als das eigentliche mathematische Unendliche begreift.
Kronecker vertrat einen konstruktiven Finitismus, der Cantors transfinite Mengenlehre aufgrund ihrer Abstraktion ablehnte und als "Menschenwerk" ohne gesicherte Existenzgrundlage betrachtete.
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