Masterarbeit, 2016
63 Seiten, Note: 1,3
1. Einleitung
2. Theoretische Grundlagen
2.1 Verhandlungsspiele in der Spieltheorie
2.1.1 Dictator Game
2.1.2 Varianten des Dictator Game
2.2 Forschungsstand
2.2.1 Das Urspiel von Kahneman (1986)
2.2.2 Der Trophy-Effekt
2.2.3 Property Rights
2.2.4 Gender-Effekt
2.2.5 Age-Effekt
2.3 Herleitung der Hypothesen zur experimentellen Überprüfung
3. Das Experimentdesign
3.1 Eingesetztes Erhebungsverfahren
3.2 Ablauf des Experiments
4. Auswertung
4.1 Deskriptive Statistik
4.2 Induktive Statistik
4.2.1 Hypothese 1
4.2.2 Hypothese 2
4.2.3 Hypothese 3
4.2.4 Hypothese 4
4.2.5 Hypothese 5
4.3 Zusammenfassung der Ergebnisse
5. Fazit
Die Arbeit verfolgt das Ziel, mittels eines experimentellen Ansatzes zu untersuchen, ob Diktatoren in Entscheidungssituationen, denen eine kognitive Anstrengung vorausgeht, gemäß der spieltheoretischen Vorhersage (rationales Eigeninteresse) oder entgegen dieser durch abweichendes Sozialverhalten handeln.
2.1.1 Dictator Game
Das Dictator Game ist wahrscheinlich die einfachste experimentelle Untersuchung, die sich denken lässt. Tatsächlich ist die Wechselwirkung zwischen den Spielern in diesem Spiel so gering, dass sich die Frage stellt, ob der Begriff „Spiel“ überhaupt angebracht ist. In diesem Spiel stehen sich zwei Spieler gegenüber und müssen sich einen Geldbetrag teilen, der vom Experimentator zur Verfügung gestellt wird (Guala/Mittone, 2010, S. 578 f.). Die Summe des „unerwarteten Geldes“, die zur Verfügung steht, wird von einem „Verteiler“, dem Diktator, zwischen sich und einem Empfänger, dem Rezipienten, in einem Schuss und normalerweise in anonymer Situation geteilt (Bolton/Ockenfels, 2000; Camerer, 2003).
Die folgende Abbildung 1 stellt das Spiel dar und soll zu dessen besserem Verständnis führen. Die Abbildung muss von links nach rechts betrachtet werden. Die größere Figur, die mit einem D gekennzeichnet ist, stellt den Diktator dar und die kleinere Figur auf der rechten Seite den Rezipienten. Der Bogen in der Mitte zeigt die Handlungsmöglichkeiten des Diktators auf und die gestrichelte Linie ist ein Beispiel, das für diese Ausarbeitung ausgesucht wurde. Angenommen, der Diktator „D“ hätte 10 € zur Verfügung und müsste über diesen Betrag entscheiden; dabei könnte er sich entweder die erste „egoistische re/nutzenmaximierendere“ Alternative aussuchen und 10 € für sich behalten und dem Rezipienten nichts abgeben. Oder die zweite Alternative wäre, dass er 0 € für sich behält und dem Gegenüber 10 € übergibt. Er könnte aber auch einen anderen beliebigen Betrag, wie zum Beispiel hier in der Abbildung 4 €, abgeben, dann würde der Diktator 6 € für sich behalten.
1. Einleitung: Diese Einleitung führt in die spieltheoretische Problematik ein und umreißt die Forschungsfrage, ob Anstrengung das Entscheidungsverhalten im Dictator Game beeinflusst.
2. Theoretische Grundlagen: Hier werden die spieltheoretischen Konzepte erläutert, das Dictator Game sowie dessen Varianten vorgestellt und der aktuelle Forschungsstand inklusive relevanter Effekte wie dem Trophy-Effekt und Property Rights dargelegt.
3. Das Experimentdesign: In diesem Kapitel wird das methodische Vorgehen beschrieben, insbesondere die Aufteilung in Kontroll- und Treatmentgruppen sowie der Ablauf des Experiments mit den verschiedenen Aufgabenstellungen.
4. Auswertung: Dieses Kapitel präsentiert die Ergebnisse der deskriptiven und induktiven Statistik zur Überprüfung der aufgestellten Hypothesen.
5. Fazit: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen, diskutiert die Validität des Experiments und bewertet die Auswirkungen von Anstrengung und soziodemografischen Merkmalen auf das Entscheidungsverhalten.
Dictator Game, Spieltheorie, Anstrengung, Trophy-Effekt, Property Rights, Gender-Effekt, Age-Effekt, Entscheidungsverhalten, Altruismus, Fairness, Experimentdesign, Induktive Statistik, Soziodemografische Merkmale, Ressourcenallokation, Rationalität
Die Arbeit untersucht mittels eines Experiments, wie sich eine vorherige kognitive Anstrengung auf das Entscheidungsverhalten von Akteuren in einem Dictator Game auswirkt.
Zentrale Themen sind die spieltheoretische Analyse von Verhandlungsspielen, der Einfluss von Anstrengung (Trophy-Effekt) auf Fairness, sowie geschlechts- und altersbedingte Unterschiede im ökonomischen Entscheidungsverhalten.
Das primäre Ziel ist es herauszufinden, ob Diktatoren, die sich ihre Entscheidungsgrundlage durch Anstrengung erarbeiten müssen, egoistischer handeln als Akteure ohne vorherige Anstrengung.
Es wird ein experimentelles Design angewendet, bei dem Probanden (Studenten der Universität Kassel) in Gruppen A und B aufgeteilt wurden. Die Daten wurden deskriptiv und induktiv mittels SPSS analysiert.
Der Hauptteil umfasst die theoretische Herleitung der Hypothesen, die detaillierte Beschreibung der experimentellen Versuchsanordnung sowie die statistische Auswertung der gewonnenen Daten.
Wichtige Schlüsselwörter sind Dictator Game, Rationalität, Anstrengung, Gender-Effekt, Age-Effekt und statistische Signifikanz.
Im Gegensatz zur Literatur, die ein drastisch zunehmendes eigennütziges Verhalten bei Anstrengung nahelegt, zeigte das vorliegende Experiment kein signifikant unterschiedliches Verhalten zwischen den beiden Gruppen.
Die statistische Analyse konnte signifikante Zusammenhänge zwischen dem Alter der Teilnehmer, ihrem sozialen Engagement und der Entscheidung, eine gleichgewichtige Strategie zu wählen, nachweisen.
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