Bachelorarbeit, 2017
53 Seiten, Note: 1,0
1 Einleitung
1.1 Problemstellung
1.2 Zielsetzung
1.3 Forschungsfragen
1.4 Forschungsmethode und Aufbau der Arbeit
2 Retromarkt: Vergangenheitsbezogene Produkte
3 Erklärungsansätze des Konsumverhaltens
3.1 Behaviorismus und Neobehaviorismus
3.2 Modelle des Konsumverhaltens
3.2.1 Totalmodelle
3.2.2 Partialmodelle
4 Psychische Determinanten des Konsumverhaltens
4.1 Emotion
4.2 Motivation
4.3 Einstellung und Werte
5 Lebenswelten
5.1 Sinus-Milieus
5.2 Gesellschaftliche Veränderungen
5.3 Riepl'sches Gesetz
6 Konstrukte, Subkulturen und Bewegungen mit Vergangenheitsbezug
6.1 Konstrukte mit Vergangenheitsbezug
6.1.1 Nostalgie
6.1.2 Nachhaltigkeit
6.2 Subkulturen und Bewegungen mit Vergangenheitsbezug
6.2.1 Steampunks
6.2.2 Maker-Bewegung
6.2.3 Hipster
6.3 Ableitung der Motive
6.3.1 Motive der Nostalgie
6.3.2 Motive der Nachhaltigkeit
6.3.3 Motive der Steampunks, Maker-Bewegung und Hipster
7 Auswirkung auf das Konsumverhalten
8 Fazit
Die vorliegende Arbeit untersucht die Motivationsfaktoren von Konsumenten bei der Nachfrage nach vergangenheitsbezogenen Produkten. Dabei wird analysiert, wie gesellschaftlicher Wertewandel, psychologische Determinanten und verschiedene Lebenswelten das Konsumverhalten beeinflussen, um ein integratives Erklärungsmodell für den Retromarkt zu entwickeln.
6.1.1 Nostalgie
In der Vergangenheit wurde Nostalgie überwiegend negativ assoziiert und mit Heimweh, Trauer oder einer Depression in Verbindung gebracht. Seit Ende des 20. Jahrhunderts findet Nostalgie darüber hinaus im positiven Sinne Verwendung. So taucht die Bezeichnung im Zusammenhang mit alten Zeiten, der Kindheit oder der Sehnsucht auf. Zwar vermissen Menschen eine bestimmte Zeit oder Person, werden dadurch sentimental und assoziieren mit Nostalgie somit teilweise immer noch etwas Negatives, jedoch überwiegen die positiven Aspekte. Definiert wird der Begriff unter anderem als eine positive Einstellung gegenüber Objekten bzw. Ereignissen der Vergangenheit. Sielke beschreibt Nostalgie als Gefühl, wenn Vergangenheit und Zukunft aufeinander treffen und so Emotionen hervorgerufen werden. Dieses Phänomen macht vergangene Momente wahrnehmbar.
Dabei agiert Nostalgie als ein affektiv-kognitiver Zustand. Die kognitive Komponente betrifft die Erinnerung und Reflexion, während die affektive Komponente sich auf Emotionen wie Freude oder Sehnsucht bezieht. Nostalgie kann also eine Stimmung oder Emotion, ausgelöst durch Gedanken der Vergangenheit, angesehen werden. Diese Gedanken können bedeutsame Ereignisse oder Umgebungen aus der eigenen Vergangenheit betreffen und so soziale Emotionen wie Verbundenheit auslösen sowie das Selbstwertgefühl steigern. Darüber hinaus kann Nostalgie auch Funktion motivierend wirken, die den Optimismus, die Inspiration sowie die Kreativität fördert. Sielke fasst die Funktionen noch weiter und beschreibt Nostalgie als eine zukunftsorientierte Auseinandersetzung mit der Gegenwart, also als ein selbstreflexives Konstrukt. Als Reflexion bzw. Beurteilung der Vergangenheit inspiriert Nostalgie unsere Vorstellung der Zukunft.
1 Einleitung: Dieses Kapitel führt in das Thema vergangenheitsbezogener Produkte ein, definiert die Problemstellung und leitet die Forschungsfragen sowie die methodische Vorgehensweise ab.
2 Retromarkt: Vergangenheitsbezogene Produkte: Hier werden zentrale Begrifflichkeiten wie Retro, Repro und alte Objekte definiert, voneinander abgegrenzt und in einem Kategorienschema systematisiert.
3 Erklärungsansätze des Konsumverhaltens: Das Kapitel bietet einen theoretischen Überblick über psychologische Grundlagen, insbesondere Behaviorismus, Neobehaviorismus und verschiedene Struktur- sowie Prozessmodelle des Konsumverhaltens.
4 Psychische Determinanten des Konsumverhaltens: Es wird die Bedeutung von Emotionen, Motivation, Einstellungen und Werten als Antriebe des menschlichen Verhaltens detailliert beleuchtet.
5 Lebenswelten: Dieses Kapitel verknüpft individuelle Werte mit gesellschaftlichen Strukturen, wobei Sinus-Milieus, gesellschaftlicher Wandel und das Riepl'sche Gesetz als Erklärungsfaktoren dienen.
6 Konstrukte, Subkulturen und Bewegungen mit Vergangenheitsbezug: Hier werden die Kerntreiber Nostalgie und Nachhaltigkeit sowie spezifische Subkulturen wie Steampunks, die Maker-Bewegung und Hipster im Kontext des Vergangenheitsbezugs untersucht.
7 Auswirkung auf das Konsumverhalten: Die gewonnenen Erkenntnisse werden zusammengeführt, um ein integratives Modell zu erstellen, das die komplexen Einflüsse auf den Konsum vergangenheitsbezogener Produkte visualisiert.
8 Fazit: Das Kapitel resümiert die Forschungsergebnisse, diskutiert die Bedeutung für die Marketingpraxis und identifiziert weitere Forschungsbedarfe.
Konsumverhalten, Retromarkt, Nostalgie, Nachhaltigkeit, Psychologie, Motivation, Lebenswelten, Subkulturen, Sinus-Milieus, Markenmanagement, Konsumentenpsychologie, Wertekonsum, Retro-Produkte, Identität, Marketing.
Die Arbeit untersucht die Gründe und Motive, warum Konsumenten Produkte nachfragen, die einen starken Bezug zur Vergangenheit haben, und wie diese Motive durch psychologische und soziologische Faktoren beeinflusst werden.
Die zentralen Felder umfassen Konsumentenpsychologie (Emotionen, Motivation), Marketing, gesellschaftlichen Wandel, soziologische Lebensweltanalysen sowie die Identifikation spezifischer Subkulturen wie Hipster oder Steampunks.
Das Ziel ist die Identifizierung und Analyse der Hauptmotive für den Konsum vergangenheitsbezogener Objekte sowie die Entwicklung eines Modells, das die verschiedenen Einflussparameter integrativ darstellt.
Die Arbeit basiert auf einer fundierten Literaturanalyse, bei der Erkenntnisse aus verschiedenen Disziplinen wie Psychologie, Marketing und Soziologie in einem integrativen Bezugsrahmen zusammengeführt werden.
Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Fundierung des Konsumverhaltens, die Erläuterung psychischer Determinanten (Werte, Emotionen), die Analyse von Lebenswelten sowie eine detaillierte Betrachtung von Konstrukten wie Nostalgie und Subkultur-Phänomenen.
Wichtige Schlagworte sind Konsumverhalten, Retromarkt, Nostalgie, Nachhaltigkeit, Identität, Lebenswelten, Sinus-Milieus und Marketingmanagement.
Die Maker-Bewegung wird als eine Subkultur identifiziert, die sich durch Handwerk und die Nutzung analoger Techniken auszeichnet, was als bewusste Gegenbewegung zur digitalen Massenproduktion interpretiert wird.
Die Arbeit kategorisiert dies im zweiten Kapitel: Während alte Objekte originale Gebrauchsgegenstände sind, zeichnen sich Repro-Produkte durch eine identische Reproduktion aus, und Retro-Produkte kombinieren altes Design mit moderner Technologie.
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