Masterarbeit, 2015
106 Seiten, Note: 2,3
1 Einleitung
2 Theoretische Grundlagen
2.1 Dialektisch orientierte Didaktik (Lothar Klingberg)
2.1.1 Grundbegriffe
2.1.2 Didaktische Analyse des Lehrens
2.1.3 Heuristische Aspekte des Unterrichtsprozesses
2.2 Themenzentrierte Interaktion (TZI)
2.3 Das lehrende und lernende Subjekt
2.4 Subjektorientierung nach Klaus Holzkamp
3 Partizipatives Didaktikmodell
3.1 Erwachsenenbildner_in als Subjekt
3.2 Teilnehmer_in als Subjekt
3.3 Inhalt - „theoretische Aneignung der Welt“
3.4 Subjektfördernde Methoden
3.5 Störungen und Einflüsse der Umwelt im Unterricht
4 Evaluation
4.1 Erhebungsinstrumente
4.2 Auswertung
4.3 Ergebnisse
5 Fazit/Diskussion
Die Arbeit entwickelt ein partizipatives Didaktikmodell für die berufliche Bildung, das auf der dialektisch orientierten Didaktik von Lothar Klingberg und dem Konzept der Themenzentrierten Interaktion (TZI) von Ruth C. Cohn basiert, um die Stärkung des Subjekts in Bildungs- und Arbeitsprozessen zu untersuchen und empirisch zu prüfen.
3.4 Subjektfördernde Methoden
Die Auswahl der Methoden und Sozialformen sollen den Inhalt so darstellen, dass die Teilnehmerinnen und Teilnehmer diesen bezogen auf seinen sozialen und beruflichen Kontext begreifen kann.
„Es gibt keinen Königsweg des sozialen Lernens, der pädagogisch begründet und methodisch realisiert, direkt ins Reich der Freiheit führt!“ (Meueler, 2009b, S. 177)
Bei der Anwendung von Methoden im Unterricht sind verschiedene Aspekte zu beachten:
• manche Methoden wie Rollenspiele können die Herrschaftsbeziehungen innerhalb der Gruppe darstellen, die dann evtl. auch zu Konflikten führen können.
• bei Präsentationen werden Sprachbarrieren sichtbar, die ihre Stärken und Schwächen deutlich machen.
• Bei Gruppenarbeiten sollen den Lernenden die Reibungsflächen und Konflikte transparent gemacht werden, die bei einem Frontalunterricht nicht auftreten würden.
Für die Teilnehmerinnen und Teilnehmer sollte transparent dargestellt werden, dass der „Erfahrungsaustausch“ und der Erwerb von „Handlungskompetenz“ im Vordergrund stehen (ebd, S. 192–195). Dieser Austausch ist nach den Regeln der TZI durchzuführen.
1 Einleitung: Vorstellung des Themas, der Relevanz des Lernens in der heutigen Gesellschaft und der Forschungsfrage bezüglich partizipativer Prozesse.
2 Theoretische Grundlagen: Darstellung der dialektisch orientierten Didaktik von Lothar Klingberg und der Themenzentrierten Interaktion (TZI) von Ruth C. Cohn als Fundament.
3 Partizipatives Didaktikmodell: Zusammenführung der theoretischen Ansätze zu einem neuen Modell mit Fokus auf der Rollengestaltung von Lehrenden und Teilnehmenden.
4 Evaluation: Beschreibung der methodischen Durchführung und Ergebnisse einer quantitativen Befragung von Berufsschullehrkräften in Baden-Württemberg.
5 Fazit/Diskussion: Kritische Reflexion der Ergebnisse und Diskussion der praktischen Implikationen für die berufliche Bildung.
Dialektik, Didaktik, Partizipation, Subjektorientierung, Berufliche Bildung, Themenzentrierte Interaktion, Erwachsenenbildung, Expansives Lernen, Lehr-Lern-Vertrag, Werkstattunterricht, Selbstreflexion, Lehrer-Schüler-Verhältnis
Die Arbeit untersucht, wie ein partizipatives Didaktikmodell die berufliche Bildung bereichern kann, indem es Lehrende und Lernende als gleichberechtigte Subjekte in den Unterrichtsprozess einbindet.
Die zentralen Felder sind die Dialektik von Lehren und Lernen, die Bedeutung der sozialen Interaktion, Subjektorientierung sowie Methoden zur aktiven Beteiligung von Auszubildenden.
Die Forschungsfrage lautet, ob in der Literatur und in einer quantitativen Befragung von Berufsschullehrkräften Indikatoren dafür existieren, dass partizipative Prozesse und ein Methodenwechsel im Unterricht nachweisbar sind.
Der Autor nutzt Literaturrecherche zur theoretischen Herleitung sowie eine quantitative Online-Befragung von 167 Berufsschullehrkräften zur empirischen Untersuchung seiner Hypothesen.
Der Hauptteil widmet sich der Verknüpfung von Klingbergs Dialektik und Cohns TZI, erörtert die Rollen von Lehrenden und Lernenden und stellt methodische Ansätze wie Werkstattunterricht und Lehr-Lern-Verträge vor.
Zentrale Begriffe sind Dialektik, Didaktik, Partizipation, Subjektorientierung, Erwachsenenbildung und Themenzentrierte Interaktion.
Defensives Lernen dient der bloßen Bedrohungsabwehr in restriktiven Strukturen, während expansives Lernen auf die Erweiterung der eigenen Handlungsfähigkeit und Selbstverwirklichung zielt.
Es dient dazu, verborgene Lernwiderstände der Teilnehmenden an die Oberfläche zu bringen, damit diese als Teil des Lernprozesses bearbeitet und gelöst werden können.
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