Diplomarbeit, 2015
71 Seiten, Note: 1,0
1 Ausgangspunkt dieser Diplomarbeit
1.1 Forschungsfragen
1.2 Ziel
1.3 Problemdefinition
1.4 Abgrenzung
1.5 Methode
2 Spiritualität – Religion – Religiosität - Sinn
2.1 Etymologie und Historie des Begriffes Spiritualität
2.2 Religion und Religiosität
2.3 Persönliche Religiosität – Spiritualität
2.4 Spiritualität – Arbeitsdefinitionen
2.5 Die Sinnfrage
2.5.1 Der Wille zum Sinn
2.5.2 Sinn als Kohärenzerleben
3 Entwicklung von Spiritualität
3.1 Vorpsychologische Modelle der spirituellen Entwicklung
3.2 Stufen des (spirituellen) Bewusstseins nach Ken Wilber
3.3 Religiöse Stufenmodelle der spirituellen Entwicklung
4 Spiritualität – Gesundheit – Lebensqualität
4.1 Wirkfaktoren von Spiritualität
4.1.1 Basisressource
4.1.2 Gesundheitsdeterminante
4.1.3 Transpersonaler Schutzfaktor
4.1.4 Spiritualität als Coping Strategie
4.1.5 Spiritualität und Lebensqualität
4.1.6 Exemplarische Studien
4.2 Wie wirkt Spiritualität im Gehirn – Neuropsychologie
5 Tanz und Spiritualität
5.1 Tanz als etwas dem Leben Ur-Gegebenes
5.2 Ethnologische (Tanz-)Erforschung
5.2.1 Tanzende und tanzlose Völker
5.2.2 Tanz und Ekstase
5.2.3 Krampftänze und körperbewusste Tänze
5.2.4 Bildfreie und bildhafte Tänze
5.3 Die Hochkulturen
5.4 Europäische Antike
5.5 Tanz und Religion
5.6 Tanzwut
5.7 Reigentanz – Leben und Tod
5.8 Tanz als Kunstwerk
5.9 Tanz als Ausdruck von Körper – Geist – Seele
5.10 Tanz zur Heilung – Dance as healing art
5.11 Tanzrituale für die Gemeinschaft
6 Spiritualität in Therapie und Beratung
6.1 Die therapeutische Beziehung
6.2 Spiritualität als Kliententhema
6.3 Spiritualisierung als Bewältigungsstrategie
6.4 Implikation für Therapie und Beratung
6.4.1 Integration von spirituellen Interventionen?
6.5 Das ganzheitliche Menschenbild in der Tanztherapie
7 Ergebnisse
7.1 Beantwortung der Fragestellung
7.2 Perspektive und Anknüpfungspunkte
Die Arbeit untersucht, ob die Tanztherapie Raum für Spiritualität bietet, und welche Implikationen sich daraus für die therapeutische Haltung ergeben. Durch eine qualitative Inhaltsanalyse wird das Verhältnis zwischen der spirituellen Dimension des Menschen und der therapeutischen Anwendung des Tanzes beleuchtet, wobei das Ziel darin besteht, Ansätze für eine gesundheitsfördernde Praxis zu identifizieren.
2.1 Etymologie und Historie des Begriffes Spiritualität
Atem, Atmen, Ruach, Geist. Das Wort spirituell leitet sich ab von dem lateinischen Adjektiv spiritualis, welches eine Übersetzung des griechischen pneumatikós ist (BAIER, 1998). Es leiten sich von diesen Adjektiven die Substantive spiritus und pneuma ab, die meist mit „Geist“ übersetzt wurden. Das Wort „Geist“ kann ganz verschiedene Bedeutungen haben: In Fall spiritus und pneuma ist auffallend, dass die Grundbedeutung „bewegte Luft, Atem, Wind“ zugrunde liegt. „Spiritualis“, bedeutet „geistig, geistlich“ und „spiritus“, was auch „Luft“ und „Hauch“, sodann „Atem“ und „Atmen“, aber auch „Seele“, „Geist“, „Begeisterung“ und „Sinn“ meint. Das zugrunde liegende Verb „spirare“ trägt zahlreiche Bedeutungen mit sich: „Wehen“, „hauchen“, „atmen“, „seufzen“ und „begeistert sein“. Die Lateiner sahen Seele und Geist „ganzheitlich“ in engstem Zusammenhang mit einem elementaren körperlichen Vorgang: dem Atmen. Ebenso die Israeliten: „Ruach“ ist zum einen der Geist (Gottes), der zu Beginn der Schöpfung über den Urfluten schwebte (Gen 1,2), zum anderen der Lebensatem, der Adam durch die Nase eingeblasen wurde (Gen 2,7) aber auch der „Wind“, wie ihn Gott über die Erde brausen ließ, als die Arche gefüllt war (Gen 8,1). (BUCHER, 2014). Es zeigen sich deutliche Parallelen in den alten Sprachen, wo Atem oder Luft, besonders jedoch Luft in Bewegung und daher Wind – im Hebräischen ruach; im Lateinischen animus; im Osten prana oder chi; genannt wird. All diese Bezeichnungen weisen klar auf einen Dynamismus hin, der so unsichtbar ist wie die Luft, aber so kraftvoll sein kann wie der Wind. Im Alten Testament wird die ruach Gottes in enger Verbindung zu seiner ungreifbaren schöpferischen Macht, die alles belebt verstanden (Gen 7:15, Psa 104:25, 29, 30) (DIE BIBEL, 1980).
Im Christentum verweist das Wort Spiritualität auf den Heiligen Geist und sein Wirken. Spiritualität ist das vom Geist Gottes erweckte und geschenkte Leben (WEISMAYER, 1983).
1 Ausgangspunkt dieser Diplomarbeit: Einführung in die Thematik der Spiritualität im Kontext der Tanztherapie und Definition der Forschungsfragen sowie der methodischen Vorgehensweise.
2 Spiritualität – Religion – Religiosität - Sinn: Analyse der Begriffe Spiritualität, Religion und Religiosität sowie Untersuchung der Sinnfrage und des Strebens nach Kohärenz.
3 Entwicklung von Spiritualität: Überblick über vorpsychologische und spirituelle Stufenmodelle sowie deren Bedeutung für das menschliche Bewusstsein.
4 Spiritualität – Gesundheit – Lebensqualität: Untersuchung der Wirkfaktoren von Spiritualität auf Gesundheit und die Bedeutung als Ressource, Schutzfaktor und Coping-Strategie.
5 Tanz und Spiritualität: Umfassende ethnologische und geschichtliche Betrachtung des Tanzes als Ausdrucksform von Spiritualität, Ekstase und Heilung.
6 Spiritualität in Therapie und Beratung: Reflexion über die therapeutische Beziehung und die Integration spiritueller Interventionen sowie das ganzheitliche Menschenbild in der Tanztherapie.
7 Ergebnisse: Beantwortung der zentralen Forschungsfragen sowie Diskussion über Anknüpfungspunkte für zukünftige Arbeiten.
Spiritualität, Tanz, Religion, Religiosität, Sinnfindung, Tanztherapie, spirituelle Entwicklung, Ekstase, Spiritualisierung, Empowerment, Gesundheit, Lebensqualität, Meditation, Achtsamkeit, therapeutische Haltung.
Die Arbeit beschäftigt sich mit der Schnittstelle zwischen Tanztherapie und Spiritualität und untersucht, ob Tanz einen Raum für spirituelle Erfahrungen bieten kann.
Die Themen umfassen die Definition von Spiritualität, die Entwicklung des Bewusstseins, den Einfluss von Spiritualität auf die Gesundheit sowie die historische und ethnologische Bedeutung des Tanzes als spirituelle Ausdrucksform.
Ziel ist es zu erforschen, ob Spiritualität eine Dimension der Tanztherapie darstellt und welche positiven Effekte diese Verbindung auf das menschliche Wohlbefinden haben kann.
Es handelt sich um eine qualitative Inhaltsanalyse, bei der Fachliteratur, Studien, Internetpublikationen und verschiedene wissenschaftliche Quellen ausgewertet wurden.
Der Hauptteil gliedert sich in theoretische Grundlagen zu Spiritualität und Gesundheit, eine detaillierte Auseinandersetzung mit der Geschichte des Tanzes in verschiedenen Kulturen sowie eine spezifische Untersuchung der spirituellen Aspekte in Beratung und Therapie.
Die zentralen Begriffe sind Spiritualität, Tanz, Religion, Gesundheit, Sinnfindung, Tanztherapie, Ekstase und Achtsamkeit.
Die Arbeit unterscheidet zwischen dem reinen Kurieren von körperlichen Symptomen und dem ganzheitlichen Heilen, wobei Tanz als Medium genutzt wird, um Körper, Geist und Seele zu integrieren.
Es wird betont, dass die therapeutische Beziehung von Respekt, Achtsamkeit und einer klaren Grenzziehung zwischen Therapie und Seelsorge geprägt sein muss, um eine professionelle Unterstützung der Klienten zu gewährleisten.
Der GRIN Verlag hat sich seit 1998 auf die Veröffentlichung akademischer eBooks und Bücher spezialisiert. Der GRIN Verlag steht damit als erstes Unternehmen für User Generated Quality Content. Die Verlagsseiten GRIN.com, Hausarbeiten.de und Diplomarbeiten24 bieten für Hochschullehrer, Absolventen und Studenten die ideale Plattform, wissenschaftliche Texte wie Hausarbeiten, Referate, Bachelorarbeiten, Masterarbeiten, Diplomarbeiten, Dissertationen und wissenschaftliche Aufsätze einem breiten Publikum zu präsentieren.
Kostenfreie Veröffentlichung: Hausarbeit, Bachelorarbeit, Diplomarbeit, Dissertation, Masterarbeit, Interpretation oder Referat jetzt veröffentlichen!

