Examensarbeit, 2016
68 Seiten, Note: 1,6
1. Einleitung
A. Theoretischer Teil
2. Die Motivation
2.1. Definition
2.2. Die Lernmotivation
2.3. Die Selbstwirksamkeit
2.3.1. Abgrenzung des Selbstwirksamkeitskonzepts gegenüber anderer Konzepte
2.4. Die Selbstbestimmungstheorie nach Edward L. Deci und Richard M. Ryan
2.4.1. Intrinsische und Extrinsische Motivation
2.4.2. Internalisation extrinsisch motivierten Verhaltens
2.4.3. Psychologische Grundbedürfnisse
2.5. Motivationsförderung / Die Theorie im schulischen Kontext
2.6. Schulische Leistungen
2.6.1. Definition
2.6.2. Leistungsbewertung
2.6.3. Noten
2.6.4. Zusammenhang von Leistung und Motivation
2.7. Lernumgebung
2.7.1. Definition
2.7.2. Wahrnehmung der Lernumgebung
2.7.3. Zusammenhang von Lernumgebung und Motivation
2.8. Herleitung der Fragestellung und Hypothesenteil
B. Empirischer Teil
3. Die Studie
3.1. Die Methode
3.2. Stichprobe
3.3. Durchführung
3.4. Die Instrumente
4. Ergebnisse der Studie
5. Diskussion
5.1. Berücksichtigung für die Forschung
5.2. Berücksichtigung für die Praxis
5.2.1. Förderung der psychologischen Grundbedürfnisse (wahrgenommene Lernumgebung)
5.2.2. Transfer in die Praxis
5.3. Fazit
Ziel dieser Arbeit ist es, den Zusammenhang zwischen der wahrgenommenen Lernumgebung und der fachspezifischen Lernmotivation bei Grundschülern zu untersuchen, unter besonderer Berücksichtigung der Selbstwirksamkeit und der Schulleistung.
2.4.1. Intrinsische und Extrinsische Motivation
„Perhaps no single phenomenon reflects the positive potential of human nature as much as intrinsic motivation, the inherent tendency to seek out novelty and challenges, to extend and exercise one’s capacities, to explore, and to learn.” (Ryan & Deci, 2000, S. 70).
Bei der Unterscheidung motivierten Verhaltens wird vorab zwischen intrinsischer und extrinsischer Motivation differenziert. Wenn man intrinsisch motiviert ist, dann handelt man unabhängig von den Wirkungen seines Handelns, weil einen die Aktivität an sich interessiert oder sie Spaß macht. Intrinsisch motivierte Aktionen sind neuartig und optimal herausfordernd und stehen in enger Verbindung mit den Kompetenzen und Fähigkeiten. Ähnlich sieht das auch die Flow-Forschung, welche besagt, dass der Mensch dann in einer Tätigkeit voll aufgeht, wenn seine Fähigkeiten und die Herausforderungen der jeweiligen Tätigkeit in einem optimalen Verhältnis zueinander stehen. Nur dann kann es zum sogenannten Flow-Erleben kommen (vgl. z.B. Csikszentmhalyi, 1975/1999). Um intrinsisch motiviertes Verhalten aufrecht zu erhalten, sind keine externen Reize wie Belohnungen oder Drohungen nötig (vgl. z.B. Bles, 2002; Deci & Ryan, 2008).
1. Einleitung: Diese Einleitung führt in die Problematik der Lernmotivation in der Primarstufe ein und stellt die zentrale Fragestellung der Arbeit vor.
2. Die Motivation: Dieses Kapitel erläutert theoretische Grundlagen der Motivation, insbesondere die Selbstbestimmungstheorie, Selbstwirksamkeit, schulische Leistung und Lernumgebung.
3. Die Studie: Hier werden das Design, die Stichprobe, die Durchführung und die Instrumente der empirischen Untersuchung detailliert beschrieben.
4. Ergebnisse der Studie: Dieses Kapitel präsentiert die statistischen Auswertungen der Befragungsdaten zur Überprüfung der aufgestellten Hypothesen.
5. Diskussion: Abschließend werden die Ergebnisse kritisch diskutiert, in den Forschungskontext eingeordnet und praktische Handlungsempfehlungen abgeleitet.
Lernmotivation, Selbstbestimmungstheorie, Lernumgebung, Grundschule, Selbstwirksamkeit, Intrinsische Motivation, Extrinsische Motivation, Schulleistung, Autonomie, Kompetenzerleben, Soziale Einbindung, Mathematikunterricht, Deutschunterricht, Motivationsförderung, Empirische Studie
Die Arbeit untersucht den Zusammenhang zwischen der von Schülern wahrgenommenen Lernumgebung und ihrer fachspezifischen Lernmotivation im Mathematik- und Deutschunterricht der vierten Klasse.
Die Arbeit befasst sich schwerpunktmäßig mit Motivationspsychologie, der Selbstbestimmungstheorie von Deci und Ryan, dem Konzept der Selbstwirksamkeit und deren Einfluss auf die schulische Leistung.
Ziel ist es aufzuzeigen, wie eine autonomie- und kompetenzunterstützende sowie sozial-einbindende Lernumgebung die Motivation, Selbstwirksamkeit und Leistung von Grundschülern positiv beeinflussen kann.
Es handelt sich um eine quantitative Querschnittsuntersuchung an 18 Grundschulen in Hessen, bei der 580 Schüler mittels Fragebögen zu ihrer Motivation und psychologischen Bedürfnisbefriedigung befragt wurden.
Der Hauptteil gliedert sich in einen theoretischen Teil, der die psychologischen Grundlagen definiert, und einen empirischen Teil, der das Studiendesign sowie die statistische Auswertung der Ergebnisse präsentiert.
Die Arbeit lässt sich durch die Begriffe Lernmotivation, Selbstbestimmungstheorie, wahrgenommene Lernumgebung, Selbstwirksamkeit und Grundschulforschung charakterisieren.
Noten werden als Indikatoren für Schulleistungen genutzt, wobei die Arbeit kritisch hinterfragt, inwiefern sie als objektives Maß für den tatsächlichen Leistungsstand geeignet sind.
Die Autorin betont, dass Lehrkräfte durch eine gezielte Unterrichtsgestaltung, die die psychologischen Grundbedürfnisse der Schüler adressiert, einen maßgeblichen Einfluss auf die Lernmotivation und den Lernerfolg haben.
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