Bachelorarbeit, 2016
76 Seiten, Note: 1,0
1 Einleitung
2 Kinder und Jugendliche in den Erziehungshilfen
2.1 Der gesetzliche Auftrag der Hilfe zur Erziehung
2.2 Handlungsfelder der Erziehungshilfen
2.3 Lebenslagen der Kinder und Jugendlichen in den Erziehungshilfen
3 Der gesetzliche Auftrag der Erziehungshilfen als Ausgangspunkt der theoretischen Betrachtung
3.1 Begriffsbestimmung zum Verständnis von ,Persönlichkeit‘
3.1.1 Das Selbst
3.1.2 Identität
3.2 Begriffsbestimmung zum Verständnis von ,Entwicklung‘
3.2.1 Sozialisation
3.2.2 Biographie
4 Rahmentheorie der Erziehungshilfen
4.1 Selbstbildung am ,pädagogischen Ort‘
4.2 Biographieorientierung in der Jugendhilfe
5 Bedingungen des Aufwachsens
5.1 Entwicklungspsychologische Herausforderungen im Jugendalter
5.1.1 Körperliche Veränderungen
5.1.2 Kognitive Fähigkeiten
5.1.3 Emotionale Entwicklung
5.2 Allgemeine gesellschaftliche Bedingungen
5.2.1 Spätmoderne und Individualisierung – Optionen und Risiken der Lebensgestaltung
5.2.2 Stationen, Institutionen und Übergänge im Lebenslauf
5.3 Kritische Lebensereignisse als besondere Anforderungen in den Lebensverläufen von Kindern und Jugendlichen
5.4 Biographische Strukturierung von Erfahrungen
6 Identitätsentwicklung
6.1 Biographische Identität
6.1.1 ,Biographischer Erfahrungscode‘ nach Peter Alheit
6.1.2 ,Biographizität‘ als zentrale Fähigkeit für die Identitätsbildung
6.2 Vertrauen als Grundbedingung für die Identitätsentwicklung am ,pädagogischen Ort‘
6.2.1 Das angesammelte Vertrauen aus Entwicklungserfahrungen – Erik H. Erikson
6.2.2 Sich selbst mit den Augen der anderen sehen – George H. Mead
6.2.3 Die Bedeutung der Anerkennung – Charles Taylor
6.2.4 Vertrauen in das Leben – das Kohärenzgefühl bei Aaron Antonovsky
6.3 Zusammenfassung
7 Fazit
Die vorliegende Arbeit untersucht die Bedeutung der Biographie für die Identitätsentwicklung von Jugendlichen, um den pädagogischen Auftrag der Erziehungshilfen – die Förderung einer eigenverantwortlichen und gemeinschaftsfähigen Persönlichkeit – theoretisch fundiert zu erfassen und praktisch weiterzuentwickeln.
Die Bedeutung der Anerkennung – Charles Taylor
Die Bedeutung der Anerkennung wird besonders von dem kanadischen Sozialphilosophen Charles Taylor herausgestellt. Taylor knüpft an Mead an (vgl. Abels 2006, S. 368), wenn er darauf verweist, dass Identität sich durch einen „teils offenen, teils inneren Dialog mit anderen“ entwickelt, also wesentlich von den „dialogischen Beziehungen zu anderen“ abhängt (Taylor 2012, S. 21).
„Auf der Ebene persönlicher Beziehungen läßt sich beobachten, wie nachdrücklich Identität auf die Anerkennung signifikanter Anderer angewiesen ist und wie verletzlich sie ist, sofern ihr Anerkennung vorenthalten bleibt“ (ebd., S. 23).
Taylor macht deutlich, dass Nicht-Anerkennung, Abwertung und Erniedrigung dazu führen kann, dass Menschen sich dieses ihnen von anderen vermittelte Bild zu eigen machen und es sich damit auf die Prägung ihrer Identität auswirkt.
„Nicht-Anerkennung oder Verkennung des anderen […] kann […] schmerzhafte Wunden hinterlassen, sie kann ihren Opfern einen lähmenden Selbsthaß aufbürden. Anerkennung ist nicht bloß ein Ausdruck von Höflichkeit, den wir den Menschen schuldig sind. Das Verlangen nach Anerkennung ist vielmehr ein menschliches Grundbedürfnis“ (ebd., S. 14).
1 Einleitung: Einführung in das Thema der biographischen Identitätsentwicklung im Kontext des gesetzlichen Auftrags der Erziehungshilfe.
2 Kinder und Jugendliche in den Erziehungshilfen: Überblick über den gesetzlichen Auftrag, die Strukturen der Hilfen zur Erziehung und die Lebenslagen der betroffenen Familien.
3 Der gesetzliche Auftrag der Erziehungshilfen als Ausgangspunkt der theoretischen Betrachtung: Theoretische Klärung der Grundbegriffe Persönlichkeit, Selbst, Identität und Entwicklung auf Basis der Sozialisationstheorie.
4 Rahmentheorie der Erziehungshilfen: Verortung des pädagogischen Handelns im Rahmen der Sozialisationstheorie und Konzeptualisierung als Ortshandeln.
5 Bedingungen des Aufwachsens: Analyse der entwicklungspsychologischen Herausforderungen und gesamtgesellschaftlichen Bedingungen, die den Identitätsbildungsprozess beeinflussen.
6 Identitätsentwicklung: Vertiefung der biographischen Identität und der zentralen Rolle von Vertrauen sowie Anerkennung für die Bildungsfähigkeit des jungen Menschen.
7 Fazit: Zusammenfassende Schlussfolgerungen für eine biographieorientierte pädagogische Praxis in den Erziehungshilfen.
Biographie, Identitätsentwicklung, Erziehungshilfen, Sozialisationstheorie, Persönlichkeitsentwicklung, Lebenslauf, Selbstkonzept, Biographizität, Anerkennung, Vertrauen, Kohärenzgefühl, Salutogenese, Pädagogisches Handeln, Jugendhilfe, Subjektperspektive
Die Arbeit untersucht, wie biographische Erfahrungen die Identitätsentwicklung von Jugendlichen prägen und wie Erziehungshilfen diesen Prozess unterstützen können.
Identitätstheorie, Biographiearbeit, Sozialisationstheorie, die Rolle von Vertrauen und die Bedeutung gesellschaftlicher Bedingungen für das Aufwachsen.
Das Ziel ist es, den gesetzlichen Auftrag der Erziehungshilfen zur Förderung der Persönlichkeitsentwicklung theoretisch durch eine biographietheoretische Linse neu zu fassen.
Es handelt sich um eine theoretische Arbeit, die auf einer fundierten Auswertung sozialwissenschaftlicher Fachliteratur und einschlägiger Theorien basiert.
Der Hauptteil erörtert die theoretischen Grundlagen von Persönlichkeit und Entwicklung, die Bedingungen des Aufwachsens sowie die Prozesse der Identitätsbildung durch biographische Arbeit.
Die zentralen Begriffe sind Identitätsentwicklung, Biographie, Erziehungshilfen, Sozialisation und Biographizität.
Der pädagogische Ort ist nach Michael Winkler kein reiner physischer Ort, sondern ein Erfahrungsraum, der Schutz und Sicherheit bietet und so Selbstbildungsprozesse erst ermöglicht.
Vertrauen ist die fundamentale Grundbedingung, damit Jugendliche ihre Fähigkeiten der Biographizität entfalten und ihre Lebenswelt aktiv gestalten können.
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