Magisterarbeit, 2012
122 Seiten, Note: 1,3
1 Einleitung
1.1 Forschungsstand
1.2 Zentrale Frage- und Problemstellung
1.3 Gliederung der Forschungsarbeit
2 Allgemeine Begriffserklärung und Historie
2.1 Formen und Anwendungsfelder der Spielanalyse unter besonderer Berücksichtigung des Sportspiels Fußball
2.2 Ziele der Spielbeobachtung
2.3 Zielgruppendarstellung der Spielanalyse
2.4 Quantitative Verfahren von Spielbeobachtungssystemen
2.5 Methoden der Spielbeobachtung
3 Qualitative Spielanalyse im Sportspiel
3.1 Die Kopplung von Training und Wettkampf
3.2 Wettkampfsteuerung
3.2.1 Wettkampfvorbereitung
3.2.2 Wettkampflenkung
3.2.3 Wettkampfnachbereitung
4 Die Qualitative Spielbeobachtung im Speziellen
4.1 Qualitative vs. Quantitative Spielanalyse
4.2 Exkurs: Exemplarische Darstellung von Spielbeobachtungskonzepten
4.2.1 Die Qualitative Spielbeobachtung von Hansen & Lames
4.2.2 Die Qualitative Spielbeobachtung von Görsdorf & Dreckmann
5 Methodik
5.1 Qualitativ Halbstandardisierte Experteninterviews
5.2 Interviewplanung und -situation
5.3 Interviewleitfaden
5.4 Expertenauswahl
5.5 Interviewauswertungsverfahren
6 Ergebnisse
6.1 Allgemeine Datennutzung
6.2 Probleme der Datennutzung und Verwertung
6.3 Videoanalyse
6.4 Video- und Datenverarbeitung in der Ausbildung zum Fußballlehrer
6.5 Zukünftige Arbeitsfelder
7 Fazit
7.1 Beantwortung der Zentralen Fragestellungen
7.2 Kritische Würdigung
7.3 Ausblick
Diese Arbeit untersucht, wie Trainer im professionellen Fußball mit der wachsenden Menge an quantitativen Spieldaten umgehen und wie diese in einen qualitativen Analyseprozess zur Trainingssteuerung integriert werden können. Das zentrale Ziel ist die Entwicklung eines Modells zur effektiven Bündelung, Interpretation und Veredelung dieser Daten, um die Lücke zwischen quantitativer Datenerhebung und qualitativer Trainerentscheidung zu schließen.
1.1 Forschungsstand
In den letzten Jahrzehnten kann die deutsche Sportspielforschung auf eine sich gute entwickelte, weitreichende Historie zurückblicken. Bis in die 70er Jahre lassen sich entsprechende Verfahren der Spielbeobachtung zurückverfolgen (vgl. Stiehler, 1962; Schmidt, 1976; Hagedorn, 1983; Augustin, 1998). Dabei werden in der Forschung Spielbeobachtungen nicht nur als Mittel zur Erhebung von Tabellenständen und Ergebnissen gesehen. Vielmehr kann sie einen Beitrag zur effektiven Kopplung von Training und Wettkampf darstellen (Hagedorn, 1971; Czwalina 1984). Eine Spielbeobachtung kann lt. Alpheis (1984) eine detaillierte Diagnostik von Stärken und Schwächen ganzer Mannschaften und/ oder Spielern im Bezug auf Taktik, individuelle Fähigkeiten und konditionelle Fähigkeiten sein. Hier kann der Beobachtende schließlich Hinweise für eine gezielte Trainingssteuerung herausziehen. Ferner kann Hagedorn (1971, S.71.) aus den frühen Jahren der Spielbeobachtungsforschung hinreichend zitiert werden, welcher feststellt, dass „Sportspielbeobachtungen [. . .] jene den Spielverlauf und den Spielausgang mitbestimmende Strukturen erhellen“.
1 Einleitung: Vorstellung der Problematik der zunehmenden Datenmengen im Fußball und Formulierung der Forschungsfragen zur qualitativen Datennutzung.
2 Allgemeine Begriffserklärung und Historie: Historischer Überblick und Definition von Spielbeobachtung und Spielanalyse unter Berücksichtigung der Entwicklung von der Alltagsmethode zur Wissenschaft.
3 Qualitative Spielanalyse im Sportspiel: Theoretische Fundierung der Kopplung von Training und Wettkampf sowie Einführung in das Konzept der Wettkampfsteuerung.
4 Die Qualitative Spielbeobachtung im Speziellen: Abgrenzung von qualitativen zu quantitativen Ansätzen und Vorstellung spezieller Beobachtungskonzepte wie die von Hansen/Lames und Görsdorf/Dreckmann.
5 Methodik: Erläuterung des Forschungsdesigns basierend auf halbstandardisierten Experteninterviews mit Trainern der Bundesliga.
6 Ergebnisse: Auswertung der Trainerinterviews zu den Themen Datennutzung, Videoanalyse und Ausbildungsbedarf der Fußballlehrer.
7 Fazit: Zusammenfassende Beantwortung der Forschungsfragen, kritische Reflexion der Vorgehensweise und Ausblick auf zukünftige Entwicklungen im Bereich der Spielanalyse.
Qualitative Spielbeobachtung, Spielanalyse, Trainingssteuerung, Wettkampfsteuerung, Fußballlehrer, Datenflut, Videoanalyse, Datennutzung, Trainer, Experteninterviews, Sportspielforschung, Interventionskonzept, Interpretationskonzept, Leistungsdiagnostik, Spielvorbereitung.
Die Arbeit befasst sich mit der Herausforderung, moderne, quantitativ erhobene Spieldaten (Tracking-Daten) in die qualitative Arbeit von Fußballtrainern zu integrieren, um eine optimale Kopplung zwischen Training und Wettkampf zu erreichen.
Die Themenfelder umfassen die Spielbeobachtung, die Videoanalyse, die Trainer- und Trainerausbildung sowie die Rolle spezialisierter Analysten in der modernen Fußball-Leistungsdiagnostik.
Das Ziel ist es, den Status quo der Datennutzung bei Trainern zu erfassen und aufzuzeigen, wie durch eine qualitative Veredelung dieser Daten die Effektivität von Training und Wettkampfvorbereitung gesteigert werden kann.
Die Arbeit nutzt qualitativ halbstandardisierte Experteninterviews mit zehn Trainern aus der ersten und zweiten Fußballbundesliga, um praxisnahe Einblicke in deren Arbeitsweise zu gewinnen.
Im Hauptteil werden sowohl die theoretischen Grundlagen der qualitativen Spielbeobachtung erarbeitet als auch die Ergebnisse der durchgeführten Experteninterviews systematisch ausgewertet und reflektiert.
Wichtige Begriffe sind unter anderem Qualitative Spielbeobachtung (QSB), Spielanalyse, Trainings-Wettkampf-Kopplung, Videoanalyse, Datenflut und der professionelle Fußballtrainer.
Der Trainer fungiert als "Nadelöhr": Er ist Auftraggeber, Empfänger und Vermittler der Daten, wobei er die Herausforderung hat, aus einer riesigen Datenmenge relevante Informationen für die Trainingssteuerung zu filtern.
Da Trainer unter hohem Zeitdruck stehen, wird diskutiert, ob die Entlastung durch spezialisierte Analysten, die bei der Bündelung und Interpretation der Daten unterstützen, der richtige Weg zur Effizienzsteigerung ist.
Der Kern liegt in einer engen Kommunikation zwischen Trainer und Analyst sowie in der interpretativen Veredelung von Daten, die über eine reine statistische Aufzählung hinausgeht.
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