Bachelorarbeit, 2017
86 Seiten, Note: 2,0
1. Einführung
1.1 Problemhinführung
1.2 Zielsetzung der Arbeit
1.3 Gang der Untersuchung
2. Grundlagen
2.1 Begriffsdefinition sowie Einordnung des Begriffs Robo Advice in den Bereich der FinTechs
2.2 Charakteristika eines Robo Advisor
2.2.1 Kundenmehrwert durch digitales Nutzererlebnis
2.2.2 Weitgehende Automatisierung des Anlageprozesses mit Hilfe von Algorithmen
2.2.3 Anlagekonzept und Gebührenstruktur
3. Aktuelle Marktsituation im Bereich Robo Advice
3.1 Vergleich mit anderen FinTech-Branchen
3.2 Situation in Deutschland im internationalen Vergleich
3.3 Red-Ocean-Markt – Vergleich einiger relevanter Player
3.3.1 Auswahl der Anbieter und der Vergleichskriterien
3.3.2 Scalable Capital
3.3.3 Whitebox
3.3.4 Ginmon
3.3.5 Easyfolio
3.3.6 Fazit und Zusammenfassung
3.4 Analyse und Bewertung von Umfragewerten
4. Situation der Banken im Hinblick auf Robo Advisors
4.1 Darstellung der aktuellen Situation
4.2 Vertrauen, Mehrwert und Kundennutzen als zentrale Aspekte im Wettbewerb zwischen Bank und Robo Advisor
4.3 Zusammenarbeit mit Robo Advisors als Chance für Banken
4.3.1 Akquisition von etablierten Robo Advisors
4.3.2 Kooperation mit erfolgreichen Anbietern
4.3.3 Eigenständige Gründungen außerhalb bestehender Strukturen
4.3.4 Vereinfachung und Digitalisierung eigener Prozesse
5. Grenzen und Chancen von Robo Advisors
5.1 Aufsichts- und zivilrechtliche Anforderungen
5.1.1 Abgrenzung gängiger Geschäftsmodelle anhand aufsichtsrechtlicher Kriterien
5.1.2 Arten der Erlaubnis und damit einhergehende Pflichten
5.1.2.1 Anlage- und Abschlussvermittler
5.1.2.2 Anlageberater
5.1.2.3 Finanzportfolioverwalter
5.1.2.4 Zusammenfassende Erkenntnisse
5.1.3 Weitere Besonderheiten und Pflichten
5.1.4 Regulatorische Herausforderungen durch die Mifid-2-Richtlinie
5.2 Kritik an der Anlagestrategie von Robo Advisors
5.2.1 Kritische Würdigung von passiv gemanagten Indexfonds
5.2.2 Gefahr des Herdentriebs
6. Robo Advice als Konkurrenz zur klassischen face-to-face-Beratung
6.1 Problem des fehlenden persönlichen Ansprechpartners
6.2 Attraktivität für kleinere Anleger – Die Demokratisierung der Algorithmen
6.3 Herausforderung Beratungsprotokolle
6.4 Künstliche Intelligenz in der Beratung
6.5 Berücksichtigung von alternativen Anlageformen
7. Fazit und Ausblick in die Zukunft
Die Arbeit untersucht die wachsende Bedeutung von Robo Advisors als Konkurrenz zur klassischen, menschlichen Anlageberatung bei Banken. Sie analysiert die Marktsituation in Deutschland, bewertet rechtliche Rahmenbedingungen sowie Anlagestrategien und erörtert, wie traditionelle Finanzinstitute auf diese digitale Disruption reagieren können, um insbesondere kleinere Anleger nicht an neue Marktteilnehmer zu verlieren.
1.1 Problemhinführung
„Bankgeschäfte sind unerlässlich, Banken sind es nicht.“ Jenes bekannte Zitat von Bill Gates führt perfekt an die Problematik, die in dieser Arbeit behandelt werden soll, heran. Das Internet und die Digitalisierung haben in der Vergangenheit bereits viele Wirtschaftsbereiche auf den Kopf gestellt und machen auch vor der Finanzbranche keinen Halt. FinTechs, Unternehmen, die innovative Technologien mit Finanzdienstleistungen verbinden, treten in den letzten Jahren vermehrt am Markt auf und versuchen die Finanzindustrie in allen Bereichen zu revolutionieren. Genau auf dieses Phänomen spielt Bill Gates mit seiner Aussage an. Seiner Meinung nach setzen FinTechs mit neuartigen Geschäftsmodellen traditionelle Finanzinstitute immer mehr unter Druck und versuchen diese sogar teilweise vom Markt zu verdrängen. Sie sind meist in nur einem Geschäftsbereich einer klassischen Bank tätig und schaffen es so, den Kundennutzen durch internetbasierte Angebote, die vor allem auf leichte Bedienbarkeit, Effizienz, Transparenz und Automatisierung setzen, zu optimieren. Potenziale in diesen Bereichen werden von klassischen Banken bislang oftmals noch nicht hinreichend ausgeschöpft.
Grundsätzlich lassen sich die Unternehmen der FinTech-Branche in Analogie zu den klassischen Wertschöpfungsbereichen einer Universalbank nach den Segmenten Finanzierung, Vermögensmanagement, Zahlungsverkehr und sonstige FinTechs unterscheiden. Im Rahmen dieser Arbeit wird näher auf den Bereich Vermögensmanagement, genauer gesagt auf die Geldanlage mit Hilfe von Robo Advisors eingegangen. Hierbei handelt es sich um eine automatisierte Form des Geldanlageprozesses, bei dem eine Algorithmen-basierte Software Portfoliovorschläge für den Kunden macht. Risikopräferenz sowie Zeithorizont des Investments werden vorab vom System abgefragt.
1. Einführung: Die Einleitung beleuchtet den Wettbewerbsdruck durch FinTechs auf traditionelle Banken und definiert das Ziel der Arbeit, die Konkurrenzsituation durch Robo Advisors zu analysieren.
2. Grundlagen: Dieses Kapitel definiert den Begriff Robo Advice, grenzt ihn von menschlicher Beratung ab und erläutert die technologische Automatisierung sowie die typische Gebührenstruktur.
3. Aktuelle Marktsituation im Bereich Robo Advice: Hier wird der deutsche Markt im Vergleich zu anderen FinTech-Branchen und international analysiert sowie führende Anbieter detailliert hinsichtlich ihrer Anlagestrategien untersucht.
4. Situation der Banken im Hinblick auf Robo Advisors: Dieses Kapitel diskutiert die Auswirkungen auf Banken und bewertet strategische Optionen wie Kooperationen, Akquisitionen oder die Eigenentwicklung eigener digitaler Lösungen.
5. Grenzen und Chancen von Robo Advisors: Der Fokus liegt hier auf aufsichts- und zivilrechtlichen Anforderungen, der MiFID-2-Regulierung sowie einer kritischen Würdigung passiver Anlagestrategien.
6. Robo Advice als Konkurrenz zur klassischen face-to-face-Beratung: Hier werden der Wegfall des persönlichen Beraters, die Demokratisierung durch Algorithmen sowie das Potenzial künstlicher Intelligenz als Herausforderungen und Chancen diskutiert.
7. Fazit und Ausblick in die Zukunft: Das Fazit fasst die Untersuchungsergebnisse zusammen und gibt einen Ausblick auf die zukünftige Entwicklung und Integration von Robo Advisors in den Finanzmarkt.
Robo Advisor, FinTech, Anlageberatung, Vermögensverwaltung, Banken, Digitalisierung, Algorithmen, ETF, MiFID 2, Finanzmarkt, Asset Allokation, Vertrauen, Kostenstruktur, Disruption, Portfoliomanagement
Die Arbeit untersucht, wie automatisierte, algorithmengestützte Geldanlagen – sogenannte Robo Advisors – den klassischen Bankensektor verändern und ob sie eine ernsthafte Konkurrenz für die traditionelle Anlageberatung darstellen.
Die zentralen Felder umfassen die Marktanalyse für Deutschland, rechtliche Rahmenbedingungen (insbesondere MiFID II), Anlagestrategien sowie strategische Optionen für Banken im Umgang mit diesem digitalen Wettbewerb.
Das Hauptziel ist es zu klären, inwieweit Robo Advisors als automatisierte Form der Anlageberatung die klassische, menschliche Face-to-Face-Beratung beeinflussen oder gar revolutionieren.
Es wird eine deskriptive Marktanalyse durchgeführt, die auf dem Auswerten bestehender Studien, Branchenberichte, Gesetzestexte und dem direkten Vergleich von Anbietermerkmalen (Performance, Kosten, Strategien) basiert.
Der Hauptteil gliedert sich in eine Bestandsaufnahme der Marktsituation, die rechtliche Einordnung der Anbieter, die Analyse des Wettbewerbsdrucks auf Banken sowie die kritische Betrachtung der Anlagestrategien und der Zukunftsaussichten von KI im Investmentbereich.
Die Arbeit wird durch Begriffe wie Digitalisierung, Regulatorik, Kostenoptimierung, Automatisierung und Vertrauensmanagement in der Finanzindustrie charakterisiert.
Dieser Begriff beschreibt, dass durch die niedrigen Einstiegshürden und Kosten der Robo Advisors nun auch Privatanleger mit geringem Vermögen Zugang zu professionellen, diversifizierten Anlagestrategien erhalten, die früher Wohlhabenden vorbehalten waren.
Vertrauen ist ein zentrales "Vertrauensgut" bei Finanzanlagen; die Arbeit stellt fest, dass menschliche Beratung für komplexe Entscheidungen und langfristige Kundenbindung weiterhin als wichtiges, wenn nicht gar überlegenes Qualitätsmerkmal gegenüber rein digitalen Prozessen angesehen wird.
Banken verfolgen unterschiedliche Strategien: von der Akquisition bestehender FinTech-Start-ups über strategische Kooperationen bis hin zur eigenständigen Entwicklung eigener digitaler Plattformen und Produkte.
Die Regulierung erhöht die Anforderungen an Transparenz, Protokollierung und Eignungsprüfung, was für Robo Advisors einen hohen initialen Aufwand bedeutet, jedoch langfristig zu einer Standardisierung der digitalen Anlageprozesse führt.
Der GRIN Verlag hat sich seit 1998 auf die Veröffentlichung akademischer eBooks und Bücher spezialisiert. Der GRIN Verlag steht damit als erstes Unternehmen für User Generated Quality Content. Die Verlagsseiten GRIN.com, Hausarbeiten.de und Diplomarbeiten24 bieten für Hochschullehrer, Absolventen und Studenten die ideale Plattform, wissenschaftliche Texte wie Hausarbeiten, Referate, Bachelorarbeiten, Masterarbeiten, Diplomarbeiten, Dissertationen und wissenschaftliche Aufsätze einem breiten Publikum zu präsentieren.
Kostenfreie Veröffentlichung: Hausarbeit, Bachelorarbeit, Diplomarbeit, Dissertation, Masterarbeit, Interpretation oder Referat jetzt veröffentlichen!

