Bachelorarbeit, 2017
73 Seiten, Note: 1.7
1 Einleitung
2 Die Europäische Zentralbank als Institution
2.1 Historischer Werdegang
2.2 Zusammensetzung der Institution
2.3 Geldpolitik
2.3.1 Ziele und Aufgabenbereiche
2.3.2 Notwendigkeit eines stabilen Preisniveaus
2.4 Zusammensetzung der Geldmenge im Euroraum
3 Analyse der ökonomischen Beschaffenheit des Euroraums
3.1 Motive und Einflussfelder der Europäischen Zentralbank
3.2 Unkonventionelle Maßnahmen der Geldpolitik
3.2.1 Änderung des Zinstender-Verfahrens
3.2.2 Änderung der Fristen für Refinanzierungsgeschäfte
3.2.3 Erweiterung des Sicherheitsrahmens
3.2.4 Emergency Liquidity Assistance
3.2.5 Erwerb von Pfandbriefen
3.2.6 Erwerb von Staatsanleihen
3.3 Entwicklung der Inflationsraten
3.4 Entwicklung der Arbeitslosenzahlen
3.5 Entwicklung der Bruttoinlandprodukte
3.6 Entwicklung der Staatsverschuldungen
3.6.1 Zusammenhang zwischen der Verschuldung von Banken und Staaten
3.6.2 Konvergenzkriterien des Vertrags von Maastricht
3.6.3 Verschuldung in Relation zum Bruttoinlandsprodukt
3.6.4 Der Europäische Stabilitätsmechanismus
3.7 Entwicklung der Zentralbankgeldmenge
4 Auswirkungen auf die Wirtschaftssubjekte im Euroraum
4.1 Private Haushalte
4.1.1 Zusammenhang zwischen Sparen und Konsum
4.1.2 Änderung des Spar- und Konsumverhaltens im Euroraum
4.1.3 Änderung des Spar- und Konsumverhaltens in Deutschland
4.1.4 Änderung des Spar- und Konsumverhaltens in Griechenland
4.2 Öffentliche Haushalte
4.3 Private Unternehmen
4.3.1 Faktoren zur Beeinflussung der Liquidität
4.3.2 Investitionsverhalten
4.3.3 Implikationen auf den Arbeitsmarkt
4.4 Öffentliche Unternehmen
5 Fazit
Ziel der Arbeit ist es, die unkonventionellen geldpolitischen Maßnahmen der Europäischen Zentralbank seit der Finanzkrise 2007 auf ihre Eignung zu bewerten und die daraus resultierenden Chancen und Risiken für die verschiedenen Wirtschaftssubjekte im Euroraum zu analysieren.
3.1 Motive und Einflussfelder der Europäischen Zentralbank
Seit der Senkung des Hauptrefinanzierungssatz auf 0%, der Erhöhung der Volumina der monatlichen Ankäufe von Vermögenswerten auf 80 Mrd. € und dem erstmaligen Erwerb von Unternehmensanleihen im März des Jahres 2016, spricht man bei der Intervention der EZB von unkonventionellen Maßnahmen. Inwieweit diese Maßnahmen Auswirkungen auf die gesamtwirtschaftliche Situation der EU haben, wird im Folgenden erläutert. Konzentriert man sich innerhalb des Maßnahmenplans der EZB auf die Senkung der Leitzinssätze, so muss die Ursache für die Niedrigzinspolitik in der Realisierung der Zielvorgaben liegen. Demnach soll mit der Senkung des Hauptrefinanzierungssatzes das Ziel, eine Inflationsrate von „unter, aber nahe 2%“ zu erreichen, angestrebt werden. Im Folgenden wird auf Basis dieser Annahme eine Ursache-Wirkungskette aufgestellt, welche in der weiteren Betrachtung eine Orientierung am Sachverhalt ermöglicht.
Die unkonventionellen Maßnahmen der EZB sind das Ergebnis einer Vermeidungsstrategie der Liquiditätsfalle nach Keynes. Demnach kann die Zentralbank mithilfe der Leitzinsen die Liquidität erhöhen, indem Sie das Geldangebot steigert. Die steigende Liquidität kann sie jedoch nicht direkt an die Wirtschaftssubjekte weitergeben. Abbildung 4 zeigt hierzu das Einkommensniveau (Y) in Abhängigkeit vom Nominalzins (i). Die IS-Funktion zeigt die Kombination aus Y und i, in denen am Gütermarkt ein Gleichgewicht besteht, während LM das Geldmarktgleichgewicht am Geld- und Finanzmarkt darstellt.
1 Einleitung: Diese Einleitung führt in das Spannungsfeld der EZB zwischen Preisniveausicherung und unkonventionellen Maßnahmen ein und definiert das Ziel der Arbeit, eine Chancen-Risiken-Bewertung für Wirtschaftssubjekte im Euroraum vorzunehmen.
2 Die Europäische Zentralbank als Institution: In diesem Kapitel werden der historische Werdegang, die strukturelle Zusammensetzung und die geldpolitischen Ziele der EZB, insbesondere die Preisstabilität und die Geldmengensteuerung, dargelegt.
3 Analyse der ökonomischen Beschaffenheit des Euroraums: Hier werden die Motive der EZB, ihre unkonventionellen Maßnahmen und die wirtschaftlichen Indikatoren wie Inflation, Arbeitslosigkeit, BIP und Staatsverschuldung im Euroraum analysiert.
4 Auswirkungen auf die Wirtschaftssubjekte im Euroraum: Dieses Kapitel verknüpft die zuvor analysierten Kennzahlen, um die realen Auswirkungen der Geldpolitik auf private und öffentliche Haushalte sowie auf private und öffentliche Unternehmen zu bewerten.
5 Fazit: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen und bewertet kritisch, dass die EZB zwar das Inflationsziel stützt, aber keine nachhaltige gesamtwirtschaftliche Stabilität in allen Staaten des Euroraums herstellen konnte.
Europäische Zentralbank, EZB, Geldpolitik, unkonventionelle Maßnahmen, Preisstabilität, Euroraum, Staatsverschuldung, Inflation, Arbeitslosenquote, Bruttoinlandsprodukt, BIP, Liquiditätsfalle, Wirtschaftssubjekte, Maastricht-Vertrag, Zinspolitik.
Die Bachelorarbeit untersucht die Geldpolitik der Europäischen Zentralbank (EZB) seit der Finanzkrise 2007 und bewertet, welche Auswirkungen die unkonventionellen Maßnahmen der Institution auf die verschiedenen Wirtschaftssubjekte im Euroraum haben.
Die zentralen Themen sind die Analyse der unkonventionellen Instrumente der EZB, die wirtschaftliche Lage des Euroraums (u.a. Staatsverschuldung und Inflation) sowie die Auswirkungen dieser Politik auf Haushalte und Unternehmen.
Ziel der Arbeit ist es, auf Basis der EZB-Verhaltensweisen eine Chancen-Risiken-Bewertung für Wirtschaftssubjekte im Euroraum zu erstellen, um die Eignung der eingesetzten geldpolitischen Instrumente kritisch zu prüfen.
Die Arbeit nutzt die Ableitung und Analyse einer Ursache-Wirkungskette sowie einen Soll-Ist-Abgleich anhand aktueller ökonomischer Kennzahlen und Statistiken.
Der Hauptteil gliedert sich in die Vorstellung der EZB als Institution, die ökonomische Analyse des Euroraums unter Berücksichtigung unkonventioneller Maßnahmen und die Untersuchung der Auswirkungen auf private Haushalte, Unternehmen und den Staat.
Wichtige Schlüsselbegriffe sind Europäische Zentralbank, Geldpolitik, Staatsverschuldung, Preisstabilität, Inflation, BIP, Liquiditätsfalle und Maastricht-Konvergenzkriterien.
Während Deutschland von niedrigen Zinsen und steigenden Investitionen profitiert, zeigen die Daten für Griechenland trotz EZB-Interventionen einen kontinuierlichen Abfall der Reallöhne, eine anhaltend hohe Arbeitslosigkeit und eine problematische Staatsverschuldung.
Die Arbeit bewertet den Ankauf von Anleihen durch die EZB kritisch, da dies gegen den Geist des Vertrags von Maastricht verstoßen könnte und durch die Verwendung teils fragwürdiger Sicherheiten ein institutionelles Risiko für die Unabhängigkeit der EZB darstellt.
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