Masterarbeit, 2017
80 Seiten
1. Einleitung
1.1 Problemstellung und Zielsetzung
1.2 Aufbau und Methodik
1.3 Begriffseingrenzung und Einführung
2. Die Ressourcenbereitsteller
2.1 Fundraising bei Privatpersonen
2.1.1 Der Spenderloyalitätszyklus: Relationship Fundraising
2.1.2 Online-Fundraising
2.2 Fundraising bei Unternehmen
2.2.1 Unternehmensspenden
2.2.2 Sponsoring
2.3 Fundraising bei Förderstiftungen
2.4 Fundraising bei öffentlichen Institutionen
2.5 Zwischenfazit
3. Systematisches Fundraising
3.1 Fundraising als strategisches Marketinginstrument
3.2 Organisation im Fundraising
3.3 Spenderverwaltung
3.4 Zwischenfazit
4. Fundraising am Beispiel eines kleinen Sozialunternehmens
4.1 Der Verein für sozialpädagogisches Segeln e.V.
4.2 Entwicklung eines Fundraisingkonzepts
4.2.1 Analyse
4.2.2 Planung
4.2.3 Durchführung
4.2.4 Kontrolle
4.3 Zwischenfazit
5. Schlussteil
5.1 Zusammenfassung
5.2 Kritischer Ausblick
Die vorliegende Arbeit untersucht, inwieweit Fundraising als professionelles und nachhaltiges Finanzierungsinstrument für kleine Sozialunternehmen eingesetzt werden kann. Dabei wird analysiert, wie durch ein systematisches, am Managementkreislauf ausgerichtetes Fundraising eine stabile Finanzierungsbasis geschaffen werden kann, um die Abhängigkeit von einzelnen Ressourcenbereitstellern zu verringern.
1.3 Begriffseingrenzung und Einführung
Der Begriff „Fundraising“ lässt sich als Wachsen (to raise) des Vermögens (fund) aus dem Englischen übersetzen und definiert damit Fundraising als „eine Aktivität von Nonprofit-Organisationen, aufgrund derer ihr Vermögen bzw. die vorhandenen Ressourcen wachsen“ (Fischer, Haunert, Kreuzer 2016, S. 77). Über diesen rein handwerkliche Fundraising-Verständnis hinausgehend, das sich auf die Ressourcenbeschaffung bezieht, steht Fundraising für einen strategischen und systematischen Managementprozess (s. Kap. 3) (vgl. Fischer, Haunert, Kreuzer 2016, S. 78).
Als Grundlage dieser Arbeit dient Michael Urselmanns Definition, die im Folgenden alle wesentlichen Aspekte des Fundraisings beschreibt:
„Fundraising ist die systematische Analyse, Planung, Durchführung und Kontrolle sämtlicher Aktivitäten einer steuerbegünstigten Organisation, welche darauf abzielen, alle benötigten Ressourcen (Geld-, Sach- und Dienstleistungen) durch eine konsequente Ausrichtung an den Bedürfnissen der Ressourcenbereitsteller (Privatpersonen, Unternehmen, Stiftungen, öffentliche Institutionen) zu möglichst geringen Kosten zu beschaffen.“ (Urselmann 2016a, S. 4).
Laut Urselmanns Definition kann Fundraising nur von steuerbegünstigten Organisationen durchgeführt werden. Die Abgabenordnung gewährt „eine Steuervergünstigung, weil eine Körperschaft ausschließlich und unmittelbar gemeinnützige, mildtätige oder kirchliche Zwecke (steuerbegünstigte Zwecke) verfolgt“ (§51 Abgabenordnung). Unter Körperschaften werden Organisationen verstanden, die als juristische Personen eine eigene Rechtsfähigkeit besitzen und durch Organe vertreten werden.
1. Einleitung: Dieses Kapitel führt in die Problematik der Finanzierung von Sozialunternehmen ein und definiert die methodische Vorgehensweise sowie die zentralen Begriffe der Arbeit.
2. Die Ressourcenbereitsteller: Hier werden die verschiedenen Akteursgruppen – Privatpersonen, Unternehmen, Stiftungen und öffentliche Institutionen – hinsichtlich ihrer Motive und der entsprechenden Fundraising-Methodiken detailliert analysiert.
3. Systematisches Fundraising: Dieses Kapitel beschreibt den Prozess des Fundraising als strategischen Managementkreislauf, der von der Analyse über Planung und Durchführung bis hin zur Kontrolle reicht.
4. Fundraising am Beispiel eines kleinen Sozialunternehmens: Die theoretischen Erkenntnisse werden auf den „Verein für sozialpädagogisches Segeln e.V.“ angewandt, um ein praktisches Fundraisingkonzept zu entwickeln und dessen Umsetzung zu evaluieren.
5. Schlussteil: Die Arbeit schließt mit einer Zusammenfassung der Ergebnisse sowie einem kritischen Ausblick auf die zukünftige Bedeutung und die Herausforderungen von Fundraising in der Sozialwirtschaft.
Fundraising, Sozialunternehmen, Gemeinnützigkeit, Ressourcenbereitsteller, Relationship Fundraising, Spenderloyalität, Marketinginstrument, Managementprozess, Strategische Planung, Online-Fundraising, Spenderverwaltung, Sponsoring, Förderstiftungen, Finanzierungsinstrument, Mittelbeschaffung.
Die Arbeit behandelt die professionelle Finanzierung kleiner Sozialunternehmen durch den Einsatz von Fundraising-Instrumenten als strategisches Managementinstrument.
Zentrale Themen sind die systematische Analyse von Ressourcenbereitstellern, die strategische Planung im Fundraising, Methoden der Spenderbindung sowie die operative Umsetzung mittels digitaler und persönlicher Kommunikationswege.
Das Ziel ist aufzuzeigen, wie kleine, gemeinnützige Organisationen Fundraising als nachhaltiges Finanzierungsinstrument nutzen können, um ihre Abhängigkeit von einzelnen Geldquellen zu reduzieren.
Die Arbeit stützt sich auf eine fundierte Literaturrecherche und die Übertragung systematischer Managementmodelle (Analyse, Planung, Durchführung, Kontrolle) auf die praktische Arbeit eines konkreten Sozialunternehmens.
Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Analyse der Ressourcenbereitsteller, die Erläuterung der systematischen Fundraising-Prozesse und die Fallstudie eines gemeinnützigen Vereins zur Entwicklung eines konkreten Fundraising-Konzepts.
Schlüsselbegriffe sind insbesondere Fundraising, Relationship Fundraising, Spenderloyalität, Gemeinnützigkeit und strategisches Management.
Da kleine Vereine oft nur über begrenzte Mittel verfügen, ist die langfristige Bindung von Spendern durch Vertrauen und Kommunikation effizienter als eine ständige, kostenintensive Neugewinnung von Gelegenheitsspendern.
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