Masterarbeit, 2016
124 Seiten, Note: 1,3
1. Hintergrund
1. Problemstellung und Zielsetzung der Arbeit
2. Aufbau und Abgrenzung der Arbeit
2. Theoretische Grundlagen
2.1 Produktpersonalisierung
2.1.1. Begriffsdefinition
2.1.2. Auftreten
2.1.3. Technische Umsetzung
2.1.4. Praxisbeispiele Personalisierung von Lebensmitteln
2.1.4.1. Stilistische Individualisierung
2.1.4.2. Funktionale Individualisierung
2.2. Konsumentenverhalten
2.2.1. Ausgewählte Modelle als theoretischer Bezugsrahmen
2.2.1.1. Kaufentscheidungsmodelle
2.2.1.2. Das AIDA-Modell zur Kommunikationswirkungsmessung
2.2.2. Typen individueller Kaufentscheidungen
2.2.3. Besonderheiten im Einkaufsverhalten bei Lebensmitteln
3. Konzeptualisierung des Untersuchungsmodells zum Einfluss personalisierter Lebensmittel auf das Konsumentenverhalten
3.1. Konzeptionelle Vorüberlegungen
3.2. Forschungsstand und Hypothesenformulierung
4. Empirische Überprüfung des Untersuchungsmodells
4.1. Untersuchungsdesign
4.1.1. Auswahl einer geeigneten Datenerhebungsmethode
4.1.2. Vorstellung des Online-Experiments
4.1.3. Aufbau des Fragebogens
4.1.4. Sicherstellung der Gütekriterien
4.2. Operationalisierung der Variablen
4.2.1. Produktklassen-Involvement
4.2.2. Impulskauf und Variety Seeking Behavior
4.2.3. Bekanntheit
4.2.4. Probierinteresse
4.2.5. Kaufabsicht und Wiederkaufwahrscheinlichkeit
4.2.6. Weiterempfehlung
4.3. Darstellung der Ergebnisse
4.3.1. Deskriptive Auswertung der Stichprobe
4.3.2. Ergebnisse
5. Interpretation der Ergebnisse und Handlungsempfehlungen
5.1. Interpretation und kritische Bewertung der Ergebnisse
5.2. Implikationen für die Marketingpraxis und Marketingforschung
6. Resümee und Ausblick
6.1. Zusammenfassung
6.2. Fazit und Ausblick
Die Arbeit untersucht den Einfluss der stilistischen Produktpersonalisierung (insbesondere der Personalisierung von Verpackungen durch individuelle Namen) auf das Konsumentenverhalten in der Lebensmittelindustrie. Die zentrale Forschungsfrage zielt darauf ab, zu klären, inwieweit personalisierte Produkte das Kaufverhalten und die Kaufwahrscheinlichkeit positiv beeinflussen.
2.1.1. Begriffsdefinition
Beim Konsum von Produkten spielt der Wunsch nach Individualität und Differenzierung eine sehr wichtige Rolle. Konsumenten haben das Bedürfnis, ihre persönliche Identität durch den Gebrauch von Produkten nach außen zu tragen und durch diese einzigartig zu sein. Tian/Bearden/Hunter definieren den Wunsch nach Individualisierung „as an individual’s pursuit of differentness, relative to others, that is achieved through the acquisition, utilization and disposition of consumer goods for the purpose of developing and enhancing one’s personal and social identity.“
Im Zusammenhang mit Personalisierung werden in der Literatur unterschiedliche Begriffe synonym, aber auch für ähnliche Teilgebiete verwendet. Diese werden für die vorliegende Arbeit vom Personalisierungsbegriff abgegrenzt:
1. Hintergrund: Einführung in den Trend der Individualisierung im Privatkonsum und Ableitung der Problemstellung sowie Zielsetzung der Arbeit.
2. Theoretische Grundlagen: Definition des Begriffs Personalisierung, Abgrenzung von verwandten Konzepten und Erläuterung relevanter Modelle des Konsumentenverhaltens.
3. Konzeptualisierung des Untersuchungsmodells zum Einfluss personalisierter Lebensmittel auf das Konsumentenverhalten: Darlegung der konzeptionellen Vorüberlegungen und Ableitung von Hypothesen basierend auf dem aktuellen Forschungsstand.
4. Empirische Überprüfung des Untersuchungsmodells: Beschreibung des Untersuchungsdesigns, der Datenerhebung mittels Online-Experiment, der Operationalisierung der Variablen sowie Darstellung der Studienergebnisse.
5. Interpretation der Ergebnisse und Handlungsempfehlungen: Kritische Bewertung der empirischen Ergebnisse und Ableitung von Implikationen für die Marketingpraxis und künftige Forschung.
6. Resümee und Ausblick: Zusammenfassende Betrachtung der Arbeit und ein Ausblick auf zukünftige Entwicklungen im Bereich der Produktindividualisierung.
Produktpersonalisierung, Konsumentenverhalten, Lebensmittelindustrie, Mass Customization, Kaufentscheidungsmodelle, AIDA-Modell, Online-Experiment, Markenbekanntheit, Produktklassen-Involvement, Impulskauf, Variety Seeking Behavior, Kaufabsicht, Wiederkaufwahrscheinlichkeit, Weiterempfehlung, Marketingstrategie.
Die Arbeit untersucht den Einfluss von personalisierten Verpackungen (insbesondere durch individuelle Namen) auf das Verhalten von Konsumenten, speziell im Sektor der Lebensmittel des täglichen Bedarfs (FMCG).
Die Arbeit verknüpft Theorien zur Produktpersonalisierung (Mass Customization) mit Modellen des Konsumentenverhaltens, um die Wirksamkeit von Individualisierungsmaßnahmen bei Lebensmitteln zu analysieren.
Das Hauptziel besteht darin, zu untersuchen, welchen Einfluss personalisierte Produkte auf das Konsumentenverhalten haben und ob diese Art der Individualisierung einen signifikanten Mehrwert für den Konsumenten darstellt.
Die Autorin wendet eine Online-Befragung mit einem integrierten Experiment an, um Kausalzusammenhänge zwischen dem Stimulus (Personalisierung) und verschiedenen Verhaltensreaktionen der Probanden zu testen.
Der Hauptteil umfasst die theoretische Herleitung eines Ursache-Wirkungs-Modells, die detaillierte Beschreibung der empirischen Untersuchung (Online-Experiment mit Coca-Cola Flaschen), die Operationalisierung der Variablen sowie die statistische Auswertung und Interpretation der Ergebnisse.
Wichtige Schlagworte sind unter anderem Produktpersonalisierung, Konsumentenverhalten, FMCG, Mass Customization, Kaufabsicht und Involvement.
Die Studie legt nahe, dass der Neuigkeitseffekt der Personalisierung bei den Befragten nachgelassen hat und die Personalisierung als solche keinen ausreichenden Kaufanreiz bietet, wenn das Produkt in allen anderen Eigenschaften ein Standardprodukt bleibt.
Ja, die Studie zeigt signifikant, dass die Kaufabsicht bei personalisierten Produkten sinkt, wenn diese explizit online bestellt werden müssen, was auf einen zu hohen wahrgenommenen Aufwand für Lebensmittel des täglichen Bedarfs hindeutet.
Obwohl die Studie zeigt, dass der Geschenkcharakter durch die Personalisierung deutlich zunimmt, ergab die Auswertung dennoch, dass ein Großteil der Probanden (57 %) das Produkt primär für den Eigenkonsum kaufen würde.
Die Autorin weist darauf hin, dass die Ergebnisse aufgrund der geringen Involvement-Werte der Stichprobe und der spezifischen Produktkategorie nur begrenzt übertragbar sind und weiterführende Forschung für andere Warengruppen erforderlich ist.
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