Masterarbeit, 2017
260 Seiten, Note: 1,0
1 Einleitung
2 Ausgewählte Theorien der Kommunikations- und Medienwissenschaft
2.1 Narratologie – Erzähltheorie
2.2 Infotainment nach Postman
2.3 Stimulus-Response-Theorie und Uses-and-Gratifications-Approach
2.4 Der dynamisch-transaktionale Ansatz nach Früh und Schönbach
2.5 Kommunikationsmodell nach Shannon und Weaver
2.6 Kommunikationsmodell nach Schulz von Thun
3 Forschungsthema: Storytelling
3.1 Digital Storytelling
3.2 Kommunikationsmethode
3.3 Interne und externe Bezugsgruppe
3.3.1 Internes Anwendungsfeld – Mitarbeiterkommunikation
3.3.2 Externes Anwendungsfeld – Kundenkommunikation
3.4 Empirische Analyse in Bezug auf Storytelling
3.5 Chancen und Risiken von Storytelling
4 Forschungsstand
5 Pilotprojekt und Pilotstudie: Storytelling in der Jefferson City News Tribune
5.1 Unternehmensauswahl
5.2 Umsetzungstools
5.3 Methodisches Vorgehen
5.4 Evaluation der digital Story durch Kunden/Kundinnen, Mitarbeitende und Experten/Expertinnen
6 Fazit und Ausblick
Die Masterarbeit untersucht, inwiefern Digital Storytelling als Kommunikationsmethode in der Unternehmenskommunikation eingesetzt werden kann, um Zielgruppen effektiv anzusprechen, Wissen zu vermitteln und die Reputation eines Unternehmens zu steigern. Anhand eines Pilotprojekts in Form einer 360°-Tour durch die „Jefferson City News Tribune“ wird empirisch geprüft, welche Chancen und Risiken mit diesem Format verbunden sind.
2.1 Narratologie – Erzähltheorie
Die Narratologie oder auch Narrativik genannt, ist die Technik und Theorie des Erzählens.
Sie wurde erstmals Anfang des 20. Jahrhunderts vom russischen Philologen Propp in die moderne Wissenschaft eingeführt. In Wirklichkeit war die Narratologie aber eine uralte Kulturtechnik und schon seit der griechischen Antike Forschungsgegenstand. Doch erst Propp verschriftlichte seine Ergebnisse in dem Werk „Morphology of the Folk Tale“ und beförderte die Erzähltheorie somit in die Sprach- und Literaturwissenschaft. Propp hatte Märchen auf ihre Erzählstruktur hin untersucht und festgestellt, dass sie allesamt eine ähnliche Handlungsstruktur gemein hatten. Die Märchen waren in seinem Fall das Narrativ oder auch Narration genannt. Dieser Begriff stammt vom lateinischen Wort „narratio“ ab und bedeutet „Erzählung“. Was aber genau unter die Begrifflichkeit „Erzählung“ fällt, darüber gibt es bis heute in der Wissenschaft keine Einigkeit. Einige Wissenschaftler sagen, dass es sich lediglich um die Wiedergabe einer Gegebenheit handeln muss, andere unterstellen dem Narrativ die Notwendigkeit von Kausalität, wiederum andere fordern die gleichzeitige Gegenwart des Erzählers.
Je uneiniger sich die Forscher bei der Definition sind, desto mehr stimmen sie überein, wenn es um die gemessenen Effekte geht: Attraktivität und leichte Verständlichkeit durch Narration. Wenn beides auftritt, ist die Wahrscheinlichkeit hoch, dass es sich um ein Narrativ handelt.
1 Einleitung: Hinführung zum Thema Digital Storytelling als Methode der Unternehmenskommunikation und Erläuterung der Zielsetzung der Arbeit.
2 Ausgewählte Theorien der Kommunikations- und Medienwissenschaft: Darstellung theoretischer Grundlagen wie Narratologie, Infotainment-Theorie und dynamisch-transaktionaler Ansatz zur Einordnung von Storytelling.
3 Forschungsthema: Storytelling: Definition von Begriffen, Analyse des internen und externen Anwendungsfeldes sowie Diskussion der Chancen und Risiken von Storytelling.
4 Forschungsstand: Überblick über existierende Arbeiten und Erkenntnisse zu digitalem und multimedialem Storytelling.
5 Pilotprojekt und Pilotstudie: Storytelling in der Jefferson City News Tribune: Detaillierte Beschreibung der praktischen Konzeption, Umsetzung und Evaluation der 360°-Tour.
6 Fazit und Ausblick: Zusammenfassende Bewertung der Ergebnisse hinsichtlich der Eignung von Storytelling für die Unternehmenskommunikation.
Digital Storytelling, Unternehmenskommunikation, 360°-Tour, Medienwirkungsforschung, Narratologie, Infotainment, Multimediastory, Interne Kommunikation, Kundenkommunikation, Empirische Analyse, Storytelling-Tools, Mediennutzung, Reputation, Usability, Multimedia Storytelling
Die Arbeit untersucht das Potenzial von Digital Storytelling als Kommunikationsmethode in der Unternehmenskommunikation anhand eines Pilotprojekts bei der „Jefferson City News Tribune“.
Die Arbeit verknüpft theoretische Kommunikationsmodelle mit der praktischen Anwendung von 360°-Touren und multimedialen Storytelling-Elementen zur Steigerung der Unternehmensreputation.
Ziel ist es zu evaluieren, ob Digital Storytelling bei ausgewählten Bezugsgruppen (Kunden und Mitarbeiter) als Mittel zur Informationsvermittlung und Unterhaltung erfolgreich ist.
Es werden eine Literaturrecherche zu relevanten Theorien sowie ein Pilotprojekt durchgeführt, welches durch eine quantitative Befragung der Nutzer und Experteninterviews empirisch evaluiert wird.
Der Hauptteil umfasst die theoretische Einbettung, die Definition der Begriffe, die Beschreibung der technischen Umsetzung der 360°-Tour und die methodische Auswertung der Pilotstudie.
Schlüsselbegriffe sind Digital Storytelling, Unternehmenskommunikation, 360°-Tour, Medienwirkungsforschung und empirische Analyse.
Durch einen Pretest mit ausgewählten Personen und eine anschließende Testrunde mit 75 Probanden, deren Feedback mittels Fragebögen und Experteninterviews ausgewertet wurde.
Pageflow dient als zentrale Online-Plattform zur technischen Zusammenführung der multimedialen Inhalte wie Videos, Texte und 360°-Bilder im Rahmen des Pilotprojekts.
Die Analyse zeigt, dass eine hohe Akzeptanz für das neue Format besteht, wenn die Inhalte einen echten Mehrwert bieten und durch eine nutzerfreundliche Gestaltung (Usability) gestützt werden.
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