Bachelorarbeit, 2014
40 Seiten, Note: 1,8
1. Vorwort
2. Verständnis von Krankheit und Tod bei Kindern und Jugendlichen
2.1 Alterstypische Vorstellung von Tod
2.2 Alterstypische Verarbeitung von Krankheit
3. Die Bedeutung von Krankheit, Sterben und Tod in der Jugendliteratur
3.1 Sick Lit - Jugendliteratur der Krankheit heute
4. Darstellung von Krankheit in der aktuellen Jugendliteratur am Beispiel von Das Schicksal ist ein mieser Verräter, Bevor ich sterbe und Wie man unsterblich wird. Jede Minute zählt
4.1 Umgang mit der Krankheit: Die Betroffenen
4.2 Umgang mit der Krankheit: Das Umfeld
4.2.1 Die Geschwister
4.2.2 Die Eltern
4.2.3 Die Freunde
4.2.4 Pflegepersonal und Ärzte
5. Fazit
Die vorliegende Bachelorarbeit untersucht die Darstellung von Krebserkrankungen und den damit verbundenen Sterbeprozessen in aktueller Jugendliteratur. Ziel ist es zu analysieren, wie die betroffenen Kinder und Jugendlichen sowie ihr soziales Umfeld in den ausgewählten Romanen auf die Krankheit reagieren, welche Bewältigungsstrategien sie entwickeln und wie realistisch diese literarische Darstellung ist.
4.1 Umgang mit der Krankheit: Die Betroffenen
In jedem der drei, für diese Arbeit betrachteten, Jugendbüchern stehen jeweils Kinder und Jugendliche im Mittelpunkt, die unheilbar an Krebs erkrankt sind. Alle gehen sie unterschiedlich mit ihrer Situation und dem Bewusstsein ihres baldigen Todes um.
Alle drei Romane sind aus der Perspektive eines Ich-Erzählers, in diesen Fällen aus der, des erkrankten Kindes beziehungsweise Jugendlichen, geschrieben. Der Leser weiß immer genau so viel, wie die Protagonisten und ihm wird eine gewisse Nähe zum Erzähler ermöglicht. Ebenso wird er mit Gedanken und Gefühlen der Hauptpersonen konfrontiert und muss diese gemeinsam mit ihnen durchstehen.
John Greens Das Schicksal ist ein mieser Verräter ist eine Art Rückblende Hazels auf ihre gemeinsame Zeit mit Gus. Sie beginnt am Tag ihres ersten Aufeinandertreffens und endet einige Zeit nach seinem Tod. Die Ereignisse, die in diesem Zeitraum stattfinden, werden in chronologischer Reihenfolge erzählt. Jedes dieser Ereignisse wird in einem eigenen Kapitel dargestellt, so dass es für den Leser immer nur einen Handlungsstrang zu verfolgen gilt. Der Roman erzählt die Geschichte eines Mädchens, die irgendwo auf der Welt so stattgefunden haben oder gerade stattfinden könnte. Fantastische Elemente sind nicht enthalten, sie spielt in einer eindimensionalen Welt, die der heutigen Realität entspricht.
1. Vorwort: Die Einleitung beleuchtet die medizinische Relevanz von Krebserkrankungen bei jungen Menschen und begründet die Notwendigkeit, dieses Thema in der Kinder- und Jugendliteratur aufzugreifen.
2. Verständnis von Krankheit und Tod bei Kindern und Jugendlichen: Das Kapitel erläutert die entwicklungspsychologischen Stadien, in denen Kinder den Tod und schwere Erkrankungen wahrnehmen und verarbeiten.
3. Die Bedeutung von Krankheit, Sterben und Tod in der Jugendliteratur: Hier wird der historische Wandel der Thematisierung von Tod und Krankheit in der Jugendliteratur bis hin zur modernen "Sick Lit" skizziert.
4. Darstellung von Krankheit in der aktuellen Jugendliteratur am Beispiel von Das Schicksal ist ein mieser Verräter, Bevor ich sterbe und Wie man unsterblich wird. Jede Minute zählt: Dieses Kapitel bildet den Hauptteil und untersucht detailliert die individuellen Bewältigungsstrategien der betroffenen Protagonisten sowie die Reaktionen ihres Umfelds.
5. Fazit: Die Arbeit schließt mit einer zusammenfassenden Bewertung, in der die authentische Darstellung von Krankheit in der Jugendliteratur als wertvolles Mittel zur Trauerbewältigung hervorgehoben wird.
Jugendliteratur, Krebserkrankung, Tod, Sterben, Bewältigungsstrategien, Trauer, Sick Lit, Kindliche Todesvorstellung, Familienverhältnisse, Sterbeforschung, Identitätssuche, Jugendbuchanalyse, Krankheit, Sterbebegleitung, Lebensmotto
Die Arbeit analysiert, wie Krebserkrankungen und die Auseinandersetzung mit dem Tod in aktueller Jugendliteratur thematisiert werden.
Zentral sind der Umgang mit der eigenen Endlichkeit, die psychische Verarbeitung der Diagnose durch Betroffene und die Auswirkungen auf das familiäre sowie soziale Umfeld.
Ziel ist es zu klären, wie realistisch und authentisch die Darstellung von Krankheit in den ausgewählten Jugendbüchern ist und welchen Nutzen diese für junge Leser zur Entwicklung eines Todeskonzepts haben kann.
Die Autorin verwendet eine literaturwissenschaftliche Analyse und stützt sich dabei auf entwicklungspsychologische Erkenntnisse sowie Theorien der Sterbeforschung.
Der Hauptteil gliedert sich in die Analyse der betroffenen Protagonisten (Hazel, Tessa, Sam) und untersucht, wie ihr direktes Umfeld – Geschwister, Eltern, Freunde und medizinisches Personal – mit der Extremsituation umgeht.
Die Arbeit wird durch Begriffe wie Jugendliteratur, Sick Lit, Trauerbewältigung, Krebserkrankung und Identitätssuche geprägt.
Die Bücher unterscheiden sich in ihrer narrativen Struktur und dem individuellen Umgang der Hauptfiguren mit der Krankheit, von einer sehr zynischen und fordernden Art bis hin zu einer reflektierten, dokumentarischen Herangehensweise.
Die Familie ist meist stark belastet; die Arbeit zeigt, wie unterschiedlich Eltern reagieren – von Verdrängung und Überforderung bis hin zur bewussten Auseinandersetzung und Begleitung des sterbenden Kindes.
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