Masterarbeit, 2017
54 Seiten, Note: 1,4
Philosophie - Praktische (Ethik, Ästhetik, Kultur, Natur, Recht, ...)
1 Einleitung
1.1 Problemstellung
1.2 Gang der Untersuchung
1.3 Grundbegriffe
2 Moralphilosophische Ansätze
2.1 Ungeachtet der Konsequenzen: Pflichtethik
2.2 Sittlich richtig handeln: Tugendethik
2.3 Die Lehre vom Gesellschaftsvertrag: Vertragsethik
3 Hirnforschung im Wandel der Zeit
3.1 Entstehung und Geschichte
3.2 Aufbau und Relevanz der Hirnregionen
3.3 Genese der Neuroethik
4 Analyse: Moralphilosophie vs. Hirnforschung
4.1 Pflichtethik
4.2 Tugendethik
4.3 Vertragsethik
4.4 Die Idee von Gerechtigkeit
4.5 Diskussion der Erkenntnisse
5 Schlussbetrachtung
5.1 Ausblick
5.2 Fazit
Die vorliegende Arbeit untersucht die Auswirkungen neurowissenschaftlicher Erkenntnisse auf moralphilosophische Theorien, insbesondere auf die Pflichtethik, Tugendethik und Vertragsethik, um das interdisziplinäre Verhältnis zwischen Hirnforschung und Ethik zu bewerten.
3.1 Entstehung und Geschichte
Alkmaion von Kroton, ein griechischer Naturphilosoph, betonte bereits in der Antike die Wichtigkeit des Gehirns und war gleichzeitig auch der erste Mensch, welcher Nerven wie die sensorischen Nerven entdeckt haben soll. Alkmaion wurde vermutlich etwa 510 v.Chr. geboren und gilt als einer der bedeuteten griechischen Philosophen und gleichzeitig auch als Vorreiter in der Entwicklung von wissenschaftlichen Erkenntnissen. Viele Theorien und Erkenntnisse von Alkmaion haben bis heute überlebt. Er glaubte daran, dass das Gehirn die Quelle des Bewusstseins sei. Weiterhin war er auch einer der ersten Menschen, die den Aufbau des menschlichen Auges studiert haben.
Die von ihm angewandten Praktiken waren zu seiner Zeit neu, es existierten vermutlich keine weiteren Philosophen oder Wissenschaftler, welche Autopsien in der Hirnregion der Menschen vornahmen. Seine Theorien waren auch noch Dekaden später relevant und wurden zu einem Grundstein der damaligen Hirnforschung. Die Aussage „learning something by heart“ wird ihm ebenfalls zugeschrieben, da er grundsätzlich an den menschlichen Sinnen interessiert war. Alkmaion wird als der erste urkundlich bekannte Neurophysiologe bezeichnet. Seit bekanntestes Zitat lautet: „Im Gehirn liegt die Führung“, was den damaligen Ansichten hinsichtlich der zentralen Rolle des menschlichen Herzens widersprach.
1 Einleitung: Diese Einleitung führt in die Problemstellung der interdisziplinären Untersuchung von Hirnforschung und Moralphilosophie ein und erläutert den Gang der Arbeit.
2 Moralphilosophische Ansätze: Dieses Kapitel legt das theoretische Fundament durch die Darlegung der Pflichtethik, Tugendethik und Vertragsethik.
3 Hirnforschung im Wandel der Zeit: Hier wird die historische Entwicklung der Hirnforschung, der Aufbau des Gehirns und die Entstehung der Neuroethik erläutert.
4 Analyse: Moralphilosophie vs. Hirnforschung: Das Kapitel evaluiert die zuvor genannten moralphilosophischen Theorien anhand von moralischen Dilemmata und neurowissenschaftlichen Erkenntnissen.
5 Schlussbetrachtung: Dieses Kapitel fasst die zentralen Ergebnisse zusammen, beleuchtet zukünftige Forschungsfelder wie Digital- und Migrationsethik und zieht ein Fazit.
Hirnforschung, Moralphilosophie, Neuroethik, Pflichtethik, Tugendethik, Vertragsethik, freier Wille, biologische Determiniertheit, Gerechtigkeit, Digitalethik, Gehirn, moralische Dilemmata, präfrontaler Cortex, Ethik, interdisziplinäre Untersuchung
Die Arbeit untersucht die Auswirkungen der modernen Hirnforschung auf bestehende moralphilosophische Theorien.
Die zentralen Felder sind die Moralphilosophie (Pflicht-, Tugend- und Vertragsethik) sowie die Neurowissenschaften, mit besonderem Fokus auf der Schnittstelle zwischen beiden Gebieten, der sogenannten Neuroethik.
Das Ziel ist zu klären, welche Auswirkungen Erkenntnisse der modernen Hirnforschung auf bestehende Ansichten hinsichtlich Moral haben.
Es wurde eine theoretische Analyse und Evaluation moralphilosophischer Theorien unter Einbezug von neurowissenschaftlichen Erkenntnissen und moralischen Dilemmata durchgeführt.
Der Hauptteil umfasst eine philosophische Einordnung der Ethiktheorien, einen Überblick über die Geschichte und Anatomie der Hirnforschung sowie die Analyse und Diskussion der Ethikmodelle im Vergleich zu neurowissenschaftlichen Hypothesen.
Die Arbeit ist geprägt durch Begriffe wie Hirnforschung, freier Wille, biologische Determiniertheit, Neuroethik und spezifische ethische Ansätze wie die Pflicht- oder Tugendethik.
Der präfrontale Cortex wird als zentrale Hirnregion für moralische Entscheidungsfindungen und die situationsadäquate Steuerung menschlichen Verhaltens hervorgehoben.
Das Dilemma dient als Praxisbeispiel, um die Anwendbarkeit der verschiedenen Ethiktheorien aus Sicht der Hirnforschung zu testen, wobei festgestellt wird, dass biologische Determiniertheit die theoretischen Ansätze der Moralphilosophie herausfordert.
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