Masterarbeit, 2016
180 Seiten, Note: gut
Einleitung
Teil I - Der Jesuitenorden in Krakau – Niederlassungen und geplante Bauprojekte
1. Plan des Noviziats der Jesuiten mit der Stephanskirche in Krakau
1.1. Historischer Hintergrund
1.2. Allgemeine Entwurfsbeschreibung
1.3. St. Stephanskirche und SS. Martins und Matthias Kapelle
1.4. Das Noviziat
2. Projekt des Ausbaus der St. Barbara Kirche und des Professhauses von Stanisław Grodzicki
2.1. St. Barbara Kirche
2.2. Charakteristika des Plans
3. Projekt des Ausbaus der Kirche St. Barbara und des Klosters von Giuseppe Briccio
3.1. Fragestellungen zur Entstehung des Projektes
3.2. Topographie des Plans mit der Nr. 1047
3.3. St. Barbara Kirche - Beschreibung und Typus
3.4. Klosteranlage
4. Projekt der Kirche und des Klosters in der Wiślnastraße von Giuseppe Briccio
4.1. Charakteristika der Pläne der Bibliothèque nationale de France mit den Nummern 1048 und 1049
4.2. Datierungsfragen
4.3. Vergleich der Pläne Nummer 1048 und 1049
4.4. Beschreibung des Plans mit der Nummer 1048
5. Idea domus professae Cracovia
6. Modellum templi futuri Cracoviensis Societatis Iesu 29 novembris 1596
6.1. Beschreibung des Plans mit der Nummer 1055
6.2. Zur Autorenschaft und Entstehungsortes des Plans
7. Domus professa Cracoviensis Societ[atis] Jesu
7.1. Datierung und Autorenschaft
7.2. Planbeschreibung
8. Projekte des Kollegiums von SS. Peter und Paul
8.1. Generalprojekt des Kollegiums SS. Peter und Paul von B. Molli, Plan des Erdgeschosses, 1651
8.2. Zeichnungen der östlichen Außen- und Innenfassade des Kollegiums von B. Molli
8.3. Zwei unbekannte Skizzen
Teil II - Die SS. Peter und Paul Kirche in Krakau
1. Beschreibung der Kirche
1.1. Außenbau und Fassade
1.2. Grundriss und Vergleich des Entwurfs aus dem Jahr 1596 mit der heutigen Kirche
1.3. Innenraum
1.3.1. Stuckdekoration
1.3.2. Kuppel
1.3.3. Hauptaltar
1.3.4. Ausstattung
1.4. Ikonographisches Programm der SS. Peter und Paul Kirche
2. Baugeschichte und Architekten
2.1. Giuseppe Briccio
2.2. Giovanni Maria Bernardoni
2.3. Giovanni Battista Trevano
2.4. Abschlussarbeiten und weitere Entwicklung
3. Vorbilder und Einflüsse
3.1. Il Gesù
3.2. San Andrea della Valle
3.3. Jesuitenkirchen in Lublin und Jaroslau
Conclusio
Die Arbeit verfolgt das Ziel, die architektonische Entwicklung und Bautätigkeit des Jesuitenordens in Krakau im 16. Jahrhundert anhand von bisher kaum beachteten und teils erstmals geordneten Plänen zu rekonstruieren und wissenschaftlich zu analysieren.
1.2. Allgemeine Entwurfsbeschreibung
Eine möglichst genaue Darstellung des Plans mit der Nr. 1052 ist bisher von keinem der Forscher, die sich mit der Geschichte Krakaus, bzw. der Niederlassung der dortigen Jesuiten befasst haben, durchgeführt worden. Paszenda verweist bei seiner Beschreibung lediglich auf die St. Stephanskirche, die SS. Martins und Matthias Kapelle (hier Violett umrandet), den Garten und die Vikarshäuser, ohne diese in dem Plan genauer zu bestimmen.68
In dieser Arbeit soll deshalb erstmals eine möglichst genaue Beschreibung des Plans in den folgenden Kapiteln erfolgen. Die lateinischen Inschriften waren aufgrund des schlechten Erhaltungszustands nicht immer verständlich. Für eine bessere Lesbarkeit dieses Plans und auch der nachfolgenden in den späteren Kapiteln werden die Himmelsrichtungen farblich markiert. Der Norden wird grün, der Süden rot, der Westen blau und der Osten violett markiert.
Im Norden des Plans (Septentrio) wurde handschriftlich notiert: „quae rubra su[n]t fabrica[n]tur, nigra ia[m] f[a]c[t]a su[n]t.“ Das bedeutet, dass die Bereiche, die rot angezeichnet sind, Teile markieren, die noch geplant waren. Die Teile des Entwurfs, die schwarz bezeichnet und skizziert sind, wurden bereits ausgeführt. Auf dem Entwurf werden lediglich die schwarzen Bereiche als grau und die roten Umgrenzungen sichtbar, da er verblasst ist. Auch Paszenda hat dieses Problem erkannt. Zur besseren Sichtbarkeit hat er in seiner Publikation eine deutlichere farbliche Abgrenzung vorgenommen, die jedoch aufgrund seiner Farbwahl für Irritationen sorgt.69 Schwarz dargestellt sind bei ihm jene Bereiche, die im Ursprungsplan rot sind und grau gekennzeichnet sind die Felder, die auch ansonsten grau sind, allerdings einmal schwarz waren. Im Anschluss an der kurzen Beschreibung des Plans werden die geplanten, bzw. die bereits bestehenden Bauten genannt.
Plan des Noviziats der Jesuiten mit der Stephanskirche in Krakau: Dieses Kapitel widmet sich der historischen Einordnung des Standortes am Stephansplatz und der ersten jesuitischen Niederlassung in Krakau.
Projekt des Ausbaus der St. Barbara Kirche und des Professhauses von Stanisław Grodzicki: Hier wird der Entwurf für den geplanten Umbau der St. Barbara Kirche untersucht, der eng mit den Bemühungen von Stanisław Grodzicki verknüpft ist.
Projekt des Ausbaus der Kirche St. Barbara und des Klosters von Giuseppe Briccio: Das Kapitel befasst sich mit einem weiteren, detaillierten Ausbauentwurf und den damit verbundenen Herausforderungen bei der Grundstückssituation.
Projekt der Kirche und des Klosters in der Wiślnastraße von Giuseppe Briccio: Hier werden die Pläne für ein gescheitertes, ambitioniertes Neubauprojekt außerhalb des Marktplatzes analysiert.
Idea domus professae Cracovia: Dieses Kapitel analysiert eine Stadtraum-Skizze, die den Kontext der jesuitischen Bauvorhaben im Krakauer Stadtzentrum verdeutlicht.
Modellum templi futuri Cracoviensis Societatis Iesu 29 novembris 1596: Eine detaillierte Betrachtung eines zentralen Entwurfs für die neue Kirche, der für die bauliche Identität der SS. Peter und Paul Kirche entscheidend war.
Domus professa Cracoviensis Societ[atis] Jesu: Untersuchung des Professhauses als notwendige Ergänzung zum Kirchenbau und dessen architektonische Planung.
Projekte des Kollegiums von SS. Peter und Paul: Analyse der späteren Entwürfe für ein groß angelegtes Kollegium, das maßgeblich von Benedetto Molli geprägt wurde.
Beschreibung der Kirche: Eine fundierte Analyse der ausgeführten Architektur der SS. Peter und Paul Kirche, ihrer Fassade und ihres Innenraums.
Baugeschichte und Architekten: Aufarbeitung der komplexen Entstehungsgeschichte unter Einbeziehung der beteiligten Architekten Briccio, Bernardoni und Trevano.
Vorbilder und Einflüsse: Eine vergleichende Studie, welche die römischen Kirchen Il Gesù und San Andrea della Valle als architektonische Referenzpunkte für Krakau untersucht.
Jesuiten, Krakau, SS. Peter und Paul Kirche, Architekturgeschichte, Gegenreformation, Baupläne, Giuseppe Briccio, Giovanni Battista Trevano, St. Barbara Kirche, Professhaus, Ordensarchitektur, Barock, Grundrisse, Stifterwesen, Ikonographie.
Die Arbeit untersucht die architektonische Bautätigkeit des Jesuitenordens in Krakau während des 16. Jahrhunderts, wobei der Fokus auf den Planungsphasen und dem Bau der SS. Peter und Paul Kirche liegt.
Zu den Schwerpunkten zählen die Analyse architektonischer Pläne, die Baugeschichte der Jesuitenbauten, die Rolle der römischen Ordenszentrale und die architektonischen Einflüsse aus Italien.
Das primäre Ziel ist es, Ordnung in die Vielfalt der Theorien zur Entstehung der Krakauer Jesuitenbauten zu bringen und die Bedeutung dieser Projekte im polnischen Kontext der Gegenreformation darzustellen.
Die Autorin verwendet eine Kombination aus architekturhistorischer Analyse, Literaturrecherche, dem Studium von Originalplänen in der Bibliothèque nationale de France und dem ARSI sowie einen Vergleich mit römischen Vorbildern.
Der Hauptteil gliedert sich in zwei Teile: Teil I widmet sich den zahlreichen Planungs- und Vorläuferprojekten (St. Stephan, St. Barbara, Wiślnastraße), während Teil II die ausgeführte SS. Peter und Paul Kirche, deren Baugeschichte, Architekten und stilistische Vorbilder detailliert beschreibt.
Zentrale Begriffe sind Jesuiten, Krakau, SS. Peter und Paul Kirche, Ordensarchitektur, Bautätigkeit im 16. Jahrhundert und die Architekten Briccio und Trevano.
Die Kirche war als königliche Stiftung geplant und sollte als monumentales Denkmal des Jesuitenordens die königliche Pracht und Großzügigkeit sowie die Nähe zum Katholizismus und zum Papsttum unterstreichen.
Der König war ein bedeutender Stifter, der nicht nur finanzielle Mittel bereitstellte, sondern auch eigene architektonische Vorstellungen einbrachte und den Einfluss der Jesuiten als politische Stütze sah.
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