Bachelorarbeit, 2016
148 Seiten, Note: 1,3
1. Einleitung
2. Geschlecht als soziale Kategorie
2.1 Gender
2.1.1 Gender Mainstreaming
2.1.2 Doing Gender
2.2 Stereotypisierung von Geschlecht
2.2.1 Stereotype
2.2.2 Geschlechterstereotype
2.2.3 Geschlechterrolle und Geschlechterrollenstereotype
2.2.4 Folgen geschlechterstereotyper Erwartungen
3. Entwicklung und Sozialisation
3.1 Entwicklung als Sozialisation
3.2 Sozialisation in der Kindheit
3.3 Selbst und Geschlechtsidentität
3.3.1 Entwicklung des Selbst
3.3.2 Entwicklung der Geschlechtsidentität und Geschlechtsrollenidentität
3.4 Geschlechtstypische Entwicklung
3.4.1 Sozialisationstheoretischer Ansatz
3.4.2 Kognitive Ansätze
3.5 Sozialisation durch Medien
4. Bilderbücher
4.1 Bedeutung der Bilderbücher für die Entwicklung von Geschlechterrollenstereotypen
4.2 Darstellungen von männlichen und weiblichen Personen in Bilderbüchern
4.3 Geschlechtssensible Bilderbücher
5. Untersuchungsdesign
5.1 Fragestellung
5.2 Bestimmung des Ausgangsmaterials
5.3 Auswertungsmethode
5.3.1 Quantitative Inhaltsanalyse
5.3.1 Qualitative Inhaltsanalyse
6. Darstellung der Ergebnisse
6.1 Ergebnisse quantitativen Inhaltsanalyse
6.1.1 Kleidung
6.1.2 Charaktereigenschaften
6.1.3 Tätigkeiten
6.1.4 Berufe
6.1.5 Häufigkeit des Auftretens
6.2 Ergebnisse der qualitativen Inhaltsanalyse
6.2.1 Charaktereigenschaften
6.2.2 Berufe
6.2.3 Tätigkeiten
6.2.4 Familie und Haushalt
6.2.5 Kleidung und äußerliches Erscheinungsbild
6.2.6 Beziehungsgestaltung
7. Diskussion
7.1 Diskussion der Ergebnisse
7.2 Diskussion der Herangehensweisen
7.3 Diskussion der Methodik
7.4 Diskussion der Perspektiven
Die Arbeit untersucht, inwieweit geschlechtssensible Bilderbücher tatsächlich eine gleichberechtigte Darstellung von männlichen und weiblichen Personen fördern oder ob neue Geschlechterstereotype entstehen. Das primäre Ziel ist die Analyse der Darstellung von Interessen, Eigenschaften und Verhaltensweisen der Geschlechterrollen in diesem Medium.
1. Einleitung
“Everything we read, from sexist advertisements and women´s magazines to romance novels and children´s books, constructs us, makes us who we are, by presenting our image of ourselves as girls and women, as boys and men” (Fox, 1993, S. 84).
Das Lesen von Büchern, Zeitschriften oder Zeitungen ist im Laufe des Lebens kaum vermeidbar und wird von den meisten auch erst gar nicht vermieden. Denn es bereitet vielen Freude und unterhält die Menschen. Die Inhalte von Büchern und anderen lesbaren Gegenständen sind jedoch von ideologischen Vorstellungen der jeweiligen Autoren geprägt. Diese Weltanschauungen mit ihren Normen und Werten werden unbewusst verinnerlicht und macht aus uns das, was wir sind. Mem Fox beschreibt dies sehr gut im oberen Zitat. Alles was wir lesen, nehmen wir auf und spiegelt sich in dem Bild, welches wir selbst von uns haben, wieder. Worte haben Einfluss auf unsere Identität. Darauf wer wir sind, als Mann, Junge, Frau und Mädchen.
Ein Buch findet dabei eine ganz besondere Rolle: das Bilderbuch. Durch die Kombination von Bild und Text kann es schon von Kleinkindern, die noch nicht lesen können und auch von Kindern, die gerade dabei sind Lesen zu lernen, angeschaut werden. Das Bilderbuch ist ein Buch, welches oft von ein und derselben Person immer und immer wieder gelesen wird. Es ist meist auch das erste Buch, mit dem Kinder in Kontakt kommen. Daher hat das Bilderbuch für die menschliche Entwicklung eine große Bedeutung. Die Abbildungen der Figuren mit ihren Rollen und Aktivitäten sind häufig für die Kinder Identifikationsfiguren (Thiele, 2004) und haben daher einen besonderen Stellenwert.
1. Einleitung: Diese Einleitung führt in die Relevanz des Themas Bilderbücher als Sozialisationsinstanz für die Geschlechtsidentitätsfindung ein und formuliert die Forschungsfrage.
2. Geschlecht als soziale Kategorie: Dieses Kapitel klärt grundlegende Begriffe wie Gender, Stereotype, Doing Gender und die Auswirkungen geschlechterstereotyper Erwartungen.
3. Entwicklung und Sozialisation: Es wird erläutert, wie Kinder in der Sozialisation und durch kognitive Entwicklungsschritte Geschlechteridentitäten ausbilden und welche Rolle Medien dabei spielen.
4. Bilderbücher: Hier werden Merkmale von Bilderbüchern definiert und deren Bedeutung für die Vermittlung von Geschlechterrollenstereotypen kritisch diskutiert.
5. Untersuchungsdesign: Dieses Kapitel erläutert das methodische Vorgehen, die Auswahl der Stichprobe und die Kriterien für geschlechtssensible Bilderbücher.
6. Darstellung der Ergebnisse: Die Ergebnisse der quantitativen und qualitativen Inhaltsanalyse werden anhand der gewählten Kategorien Kleidung, Eigenschaften, Tätigkeiten und Berufe detailliert präsentiert.
7. Diskussion: Die Ergebnisse werden interpretiert, mit der theoretischen Basis verglichen und es wird ein Ausblick auf zukünftige Forschungsmöglichkeiten gegeben.
Geschlechterstereotype, Bilderbücher, Sozialisation, Geschlechtsidentität, Gender Mainstreaming, Doing Gender, Geschlechterrollen, Inhaltsanalyse, Geschlechtssensible Literatur, Kindesentwicklung, Rollenklischees, Mediennutzung, Identifikationsfiguren, Kleinkindpädagogik, Geschlechtergerechtigkeit
Die Arbeit untersucht, wie männliche und weibliche Personen in sogenannten geschlechtssensiblen Bilderbüchern dargestellt werden und ob diese Darstellungen tatsächlich frei von alten Geschlechterstereotypen sind.
Die Arbeit befasst sich mit der Entwicklung der Geschlechtsidentität bei Kindern, der Bedeutung von Bilderbüchern als Sozialisationsfaktor und der Analyse von Geschlechterbildern durch Inhaltsanalyse.
Das Ziel ist es zu klären, wie männliche und weibliche Personen in geschlechtssensiblen Bilderbüchern abgebildet werden und ob sie dabei traditionelle Rollenklischees aufbrechen oder neue Stereotype bedienen.
Die Autorin nutzt eine Kombination aus quantitativer und qualitativer Inhaltsanalyse, um sowohl die bildnerischen Darstellungen als auch den Textanteil der untersuchten Bilderbücher auszuwerten.
Der Hauptteil analysiert die theoretischen Hintergründe zu Gender und Sozialisation, definiert die Kriterien für geschlechtssensible Bücher und präsentiert die empirischen Ergebnisse basierend auf Kategorien wie Kleidung, Tätigkeiten, Berufe und Auftretenshäufigkeit.
Die Arbeit ist durch Begriffe wie Geschlechterstereotype, Sozialisation, Geschlechtsidentität, Doing Gender und Geschlechtssensible Literatur gekennzeichnet.
Es wurden 12 verschiedene Bilderbücher wie z.B. „Kim kann stark sein“, „Anna und die Wut“, „Käpten Knitterbart“ oder „Die Prinzessin in der Tüte“ analysiert, um die Rollenverteilung zu erfassen.
Der Anhang enthält ein Codebuch, das präzise Definitionen für Kategorien wie „Kleidung“, „Charaktereigenschaften“ und „Tätigkeiten“ liefert, um die Inhaltsanalyse objektivierbar zu machen.
Es zeigt sich, dass weibliche und männliche Personen zwar vielfältiger dargestellt werden, aber kein untersuchtes Bilderbuch völlig geschlechterstereotypfrei ist; oft werden traditionelle Eigenschaften lediglich auf das andere Geschlecht übertragen.
Sie betont die Notwendigkeit einer bewussten Auswahl durch pädagogische Fachkräfte und fordert eine noch breitere und vielfältigere Darstellung von Lebensmustern in Bilderbüchern.
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