Diplomarbeit, 2006
78 Seiten, Note: 1,3
1 Einführung
1.1 Beschreibung der Ausgangssituation
1.2 Zielsetzung der Diplomarbeit
2 Grundlagen der Systemtheorie
2.1 Entwicklungsgeschichte der Kybernetik und Systemtheorie
2.2 Grundlagen der Kybernetik und Systemtheorie
2.3 Systemtheoretischer Ansatz nach LUHMANN
2.3.1 Bezugsrahmen der Systemtheorie nach LUHMANN
2.3.2 Kommunikation und Handlung
2.3.3 Die Rolle der Gesellschaft und ihrer Funktionssysteme
2.3.4 Das Medizinsystem
2.4 Bedeutung der Systemtheorie für soziale Organisationen
3 Organisationen im Gesundheitswesen
3.1 Eigenschaften der Organisationen im Gesundheitswesen
3.2 Das Umfeld der Organisationen
3.3 Phänomene des Wandels
3.4 Einfluss auf das System der Organisationen
4 Pflege im Gesundheitswesen
4.1 Tradition und Organisation der Pflege
4.2 Das System Pflege
4.3 Die Rolle der Pflegenden im multiprofessionellen Team
4.4 Aufgaben und Kompetenzen des Managers im Gesundheitswesen
5 Kompetenzen des Managements in sozialen Systemen
5.1 Linear-kausale versus systemische Konzepte des Managements
5.2 Beziehungen im Netzwerk
5.3 Neurolinguistisches Programmieren als Basis professioneller Kommunikation
6 Schlussbetrachtung
Die Arbeit verfolgt das Ziel, einen Theorie-Praxis-Transfer zwischen systemtheoretischen Grundlagen und dem modernen Pflegemanagement abzubilden, um das Verständnis für komplexe Zusammenhänge in Gesundheitsorganisationen zu vertiefen.
2.3.2 Kommunikation und Handlung
MAX WEBER definiert soziales Handeln als einen besonderen Fall von Handeln, bestimmt durch die sozial gerichtete Intention. „Für PARSONS ist .... die Bildung sozialer Systeme analytisch ausdifferenzierter Beitrag zur Emergenz von Handlung schlechthin. Soziale Systeme beruhen demnach auf einem Typ von Handlung oder auf einem Aspet von Handlung und über Handlung kommt sozusagen das Subjekt ins System“ (LUHMANN 1984, S. 191).
LUHMANN sieht durch diese Perspektive nicht die Fülle der Aspekte von Kommunikationen und Handlungen erfasst und schreibt weiter: “Sozialität ist kein besonderer Fall von Handlung, sondern Handlung wird in sozialen Systemen über Kommunikationen und Attribution konstituiert als eine Reduktion der Komplexität, als unerlässliche Selbstsimplifikation des Systems“ (ebd., S. 192).
LUHMANN beschreibt in diesem Zusammenhang den basalen Prozess der Autopoiesie der Elemente in sozialen Systemen als determiniert von Kommunikationen und Handlungen unter Ausschluss psychologischer Bestimmungen. Diese Determinanten zu unterscheiden, anstatt sie zusammenfassend als „kommunikatives“ (= soziales) Handeln zu deklarieren, die Differenz aufrechtzuerhalten, um die Wirkung ihres Verhältnisses als „Reduktion eigener Komplexität“ zu begreifen, stellt eine elementare Aussage der Soziologie im Verständnis der Theorie sozialer Systeme bei LUHMANN dar.
1 Einführung: Die Einleitung beleuchtet die aktuelle Ausgangssituation im Gesundheitswesen, die von strukturellem Wandel, Privatisierungstendenzen und Verunsicherungen geprägt ist, und definiert das Ziel der Arbeit.
2 Grundlagen der Systemtheorie: Dieses Kapitel erläutert die historische Entwicklung der Kybernetik und führt in den systemtheoretischen Ansatz von Niklas Luhmann ein, inklusive der Analyse von Kommunikation und sozialen Funktionssystemen.
3 Organisationen im Gesundheitswesen: Hier werden die Eigenschaften und das Umfeld von Organisationen im Gesundheitswesen sowie die Phänomene des Wandels und deren Einfluss auf die Systemstrukturen untersucht.
4 Pflege im Gesundheitswesen: Dieses Kapitel beschreibt die historische Tradition der Pflege, das Pflegesystem an sich sowie die Rolle der Pflegenden und des Managements im multiprofessionellen Team.
5 Kompetenzen des Managements in sozialen Systemen: Der Fokus liegt hier auf dem Vergleich zwischen linearen und systemischen Managementkonzepten sowie der praktischen Anwendung von Kommunikationstechniken wie NLP.
6 Schlussbetrachtung: Das abschließende Kapitel fasst die Erkenntnisse zusammen und evaluiert den Transfer der systemtheoretischen Ansätze in das konkrete Pflegemanagement.
Systemtheorie, Kybernetik, Pflegemanagement, Organisationen, Gesundheitswesen, Kommunikation, Autopoiesie, System-Umwelt-Differenz, Soziale Systeme, Neurolinguistisches Programmieren, Führungskompetenz, Strukturwandel, Soziale Organisation, Managementkonzepte, Professionelle Pflege.
Die Arbeit untersucht das Management von Organisationen im Gesundheitswesen auf Basis der Systemtheorie und beleuchtet, wie systemische Prinzipien die Steuerung professioneller Pflege unterstützen können.
Die zentralen Felder umfassen die Systemtheorie nach Luhmann, die Organisationsanalyse im Gesundheitssektor, die Professionalisierung der Pflege sowie moderne Managementansätze.
Ziel ist der Theorie-Praxis-Transfer systemtheoretischer Grundlagen auf das Pflegemanagement, um Bedingungen für eine sinnstiftende und professionelle Gestaltung in Gesundheitsorganisationen zu schaffen.
Die Autorin stützt sich auf eine tiefgehende Literatur- und Theorieanalyse sowie auf kybernetische Modelle zur Darstellung komplexer Wirkungszusammenhänge.
Der Hauptteil analysiert die Systemumwelt von Organisationen, die Geschichte und Struktur der Pflege sowie konkrete Führungskompetenzen für Manager, inklusive Kommunikationstechniken wie NLP.
Zu den prägenden Begriffen zählen Systemtheorie, Pflegemanagement, Soziale Systeme, Kybernetik und Organisationswandel.
Nach systemischem Verständnis ist Kommunikation das basale Element, durch das soziale Systeme entstehen und sich erhalten; eine professionelle Gestaltung ist daher für die Steuerung unverzichtbar.
NLP bietet Werkzeuge, um innere Modelle und komplexe Kommunikationsprozesse zu strukturieren, wodurch Berater und Führungskräfte ihre Wirksamkeit in der Mitarbeiterführung verbessern können.
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