Masterarbeit, 2017
108 Seiten, Note: 2,0
Politik - Allgemeines und Theorien zur Internationalen Politik
1. Einleitung
2. Ausgangssituation
2.1. Allgemein
2.2. Deutschland
2.3. Schweden
3. Persönlichkeiten
3.1. Deutschland
3.1.1. Rudolf Hilferding
3.1.2 Fritz Naphtali
3.1.2. Karl Kautsky
3.1.3. Otto Bauer
3.1.4. Max Adler
3.2. Schweden
3.2.1. Gunnar Myrdal
3.2.2. Ernst Wigforss
3.2.3. Per Albin Hansson
3.2.4. Gustav Möller
3.2.5. Hjalmar Branting
4. Ausgewählte Konzepte der Vor- und Zwischenkriegszeit
4.1. Organisierter Kapitalismus
4.2. Wirtschaftsdemokratie
4.3. Volksheim
4.4. Vergleich
5. Deutsche Konzeptionen in der schwedischen Politik
5.1. Sozialpolitik
5.2. Wohnungsbaupolitik
5.3. Familienpolitik
6. Schlussbetrachtung
Die vorliegende Masterarbeit untersucht die Sozialismuskonzeptionen deutscher Sozialdemokraten und schwedischer Sozialisten in der Vor- und Zwischenkriegszeit. Das primäre Ziel ist es, den Einfluss deutscher Theorien auf die Entwicklung schwedischer Konzepte wie das „Volksheim“ zu analysieren und Gemeinsamkeiten sowie Unterschiede in der praktischen Umsetzung und der politisch-historischen Entwicklung beider Länder herauszuarbeiten.
3.1.2. Karl Kautsky
Die Biografie Karl Kautskys kann an dieser Stelle als stellvertretend für die Multinationalität und Internationalität der sozialistischen Bewegungen Europas angesehen werden. Der deutsch-tschechische Kautsky wurde in Prag geboren, hatte eine österreichisch-stämmige Mutter und einen tschechischen Vater. In Prag geboren, alsbald nach Wien verzogen, genoss er eine schulische Ausbildung in der Hauptstadt des, wie Max Adler die K.-u.-k.-Doppelmonarchie Österreich-Ungarn später nennen sollte, "Vielvölkergefängnisses" (auch "Völkerkerker"), in dem nach der Kritik vieler Zeitgenossen nichts funktionierte, aber irgendwie doch alles funktionierte.
In Die Neue Zeit, dem späteren "Medium seiner Macht", wirkte er in einem weiten Spektrum darauf hin, die klassischen Arbeiter und Sozialdemokraten anzusprechen und sich gleichzeitig von Literaten und Studenten abzusetzen, weil er in der facettenreichen, komplizierten, vielschichtigen und zerfaserten theoretisch-intellektuellen Debatte die Ursache der Spaltung der Arbeiterbewegung ausmachte. Nach Helga Schultz distanzierte er sich expressis verbis von führenden Nationalökonomen, namentlich Gustav Schmoller und Lujo Brentano, welche er despektierlich aber auch absichtlich als Kathedersozialisten titulierte.
1. Einleitung: Einführung in die Problematik der industriellen Gesellschaft und das Streben nach sozialistischen Alternativen, sowie Erläuterung der Zielsetzung der Arbeit.
2. Ausgangssituation: Darstellung der historischen und ökonomischen Bedingungen der Arbeiterbewegung in Deutschland und Schweden vor und während der Zwischenkriegszeit.
3. Persönlichkeiten: Vorstellung der theoretischen und politischen Führungspersönlichkeiten, die maßgeblich an der Gestaltung der Sozialismuskonzepte beteiligt waren.
4. Ausgewählte Konzepte der Vor- und Zwischenkriegszeit: Detaillierte theoretische Analyse der Konzepte des Organisierten Kapitalismus, der Wirtschaftsdemokratie und des Volksheims.
5. Deutsche Konzeptionen in der schwedischen Politik: Anwendung und Anpassung der untersuchten theoretischen Modelle in der praktischen schwedischen Politik, unterteilt in verschiedene Politikfelder.
6. Schlussbetrachtung: Zusammenfassende Bewertung der gegenseitigen Einflüsse und der unterschiedlichen Erfolgsgeschichten bei der praktischen Umsetzung der sozialistischen Vorstellungen.
Sozialdemokratie, Sozialismus, Volksheim, Organisierter Kapitalismus, Wirtschaftsdemokratie, Arbeiterbewegung, Zwischenkriegszeit, Schweden, Deutschland, Klassenkampf, Wohlfahrtsstaat, Gewerkschaften, Reformismus, Theorie-Transfer, Politische Ideengeschichte
Die Arbeit befasst sich mit der Entwicklung und dem Vergleich sozialistischer Konzepte in Deutschland und Schweden in der Zeit vor und zwischen den Weltkriegen.
Die Schwerpunkte liegen auf dem "Organisierten Kapitalismus", der "Wirtschaftsdemokratie" und dem schwedischen "Volksheim" sowie deren praktischer politischer Anwendung.
Die Forschungsfrage zielt darauf ab, herauszuarbeiten, wie deutsche sozialistische Theorien die schwedische Politik beeinflusst haben und warum die praktische Umsetzung in Schweden erfolgreicher verlief.
Der Autor führt eine politikwissenschaftliche und ideengeschichtliche Vergleichsanalyse von Theorien, politischen Programmen und dem Wirken einflussreicher Akteure durch.
Im Zentrum steht die detaillierte theoretische Erörterung der Konzepte von Hilferding, Naphtali und den schwedischen Akteuren sowie deren Auswirkungen auf fünf spezifische Politikfelder in Schweden.
Wichtige Begriffe sind Sozialdemokratie, Wohlfahrtsstaat, Theorie-Transfer, Klassenkampf und Reformismus.
Das Volksheim war die schwedische Antwort auf die sozialen Fragen der Zeit und entwickelte sich unter der Führung der Sozialdemokraten zum zentralen Leitbild für einen umfassenden Wohlfahrtsstaat.
Die Arbeit integriert österreichische Theoretiker wie Otto Bauer und Max Adler, da diese aufgrund ihrer Sprache und engen Verbindung zur deutschen Sozialdemokratie wesentliche Impulse zur Theorieentwicklung leisteten.
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