Masterarbeit, 2017
105 Seiten, Note: 1,0
1 Einleitung
1.1 Hinführung zum Thema
1.2 Gang der Untersuchung
2 Grundlagen des Crowdsourcing
2.1 Begrifflichkeiten und Akteure
2.1.1 Crowdsourcing
2.1.2 Crowdsourcer
2.1.3 Crowdsourcee
2.1.4 Crowdsourcing-Plattform
2.2 Grundzüge der Durchführung von Crowdsourcings
2.3 Heterogenität der Crowdsourcings und Notwendigkeit der Differenzierung
3 Systematisierung von Crowdsourcings
3.1 Überblick in der Literatur vertretener Systematisierungen
3.2 Analyse der Systematisierungen
3.2.1 Transfer englischer Bezeichnungen ins Deutsche und Synonyme
3.2.2 Jeff Howes ursprüngliche Gliederung
3.2.3 Mögliche Erweiterungen der ursprünglichen Gliederung
3.2.3.1 Microwork
3.2.3.2 Engagement & charity
3.2.3.3 Open Innovation
3.2.3.4 Crowd Tools, Community Building, Creative Content Marktplätze
3.2.3.5 Collective Knowledge
3.2.3.6 Einordnung von Überschneidungen von Collective Knowledge mit Crowdwcreation und Crowdvoting
3.3 Abschließende Systematisierung von Crowdsourcing
3.4 Ausarbeitung der Gattungen
3.4.1 Microwork
3.4.1.1 Charakteristika der Aufgaben
3.4.1.2 Bearbeitung der Aufgaben
3.4.1.3 Gegenleistungen an die Crowdsourcees
3.4.2 Crowdcreation
3.4.2.1 Charakteristika der Aufgaben
3.4.2.2 Bearbeitung der Aufgaben
3.4.2.3 Gegenleistungen an die Crowdsourcees
3.4.3 Crowdvoting
3.4.3.1 Charakteristika der Aufgaben
3.4.3.2 Bearbeitung der Aufgaben
3.4.3.3 Gegenleistungen an die Crowdsourcees
3.4.4 Collective Knowledge
3.4.4.1 Charakteristika der Aufgaben
3.4.4.2 Bearbeitung der Aufgaben
3.4.4.3 Gegenleistungen an die Crowdsourcees
3.4.5 Zusammenfassung
4 Arbeitsaufwand und zu bewältigende Hürden bei der Durchführung von Crowdsourcings
4.1 Entscheidung für Crowdsourcing
4.2 Festlegung der Rahmenbedingungen
4.2.1 Formulierung der auszulagernden Aufgabe
4.2.2 Wahl der Plattform
4.2.3 Anforderungen an die Crowd
4.2.4 Zeitrahmen
4.2.5 Vertragliche Regelungen zwischen Crowd, Plattformen und Crowdsourcer
4.2.5.1 Eigentum der Erzeugnisse der Crowd
4.2.5.2 Arbeitsrechtliches Verhältnis zwischen Crowdsourcer, Crowdsourcees und Plattformen
4.3 Management der Crowd
4.3.1 Akquisition und Betreuung
4.3.2 Wahl der Gegenleistungen
4.3 Nachsorge von Crowdsourcings
4.5 Zusammenfassung
5 Unternehmerischer Nutzen von Crowdsourcing
5.1 Überblick der Einsatzmöglichkeiten in Unternehmen
5.2 Lösung der gestellten Aufgaben
5.3 Abfragen der Meinungen der Crowd
5.4 Steigerung und Beeinflussung der öffentlichen Wahrnehmung
5.5 Finanzielle Gesichtspunkte
5.6 Crowdsourcing als reines Marketinginstrument
5.7 Zusammenfassung
6 Abwägung der Eignung von Crowdsourcing für Unternehmen
6.1 Vorbereitende, interdisziplinäre Abwägungen
6.2 Microwork
6.3 Crowdcreation
6.4 Crowdvoting
6.5 Collective Knowledge
6.6 Sonderform: Marketing-Crowdsourcing
6.7 Sonderform: Unternehmensinterne Crowdsourcings
6.8 Zusammenfassung
7 Crowdsourcing am Beispiel der Deutschen Telekom AG
7.1 Unternehmensüberblick
7.2 Beschreibung des durchgeführten Crowdsourcing
7.3 Analyse des Arbeitsaufwands des Crowdsourcing
7.4 Analyse des Nutzens des Crowdsourcing
7.5 Fazit
8 Zusammenfassung und Ausblick
8.1 Zusammenfassung
8.2 Ausblick
Diese Arbeit untersucht die wissenschaftliche Eignung von Crowdsourcing als Geschäftspraktik für Unternehmen. Ziel ist es, einen systematischen Überblick über die verschiedenen Ausprägungsformen des Crowdsourcing zu geben, die zugehörigen Konzepte darzulegen und durch eine Analyse der Hürden sowie des unternehmerischen Nutzens Entscheidungshilfen für Unternehmen bereitzustellen.
3.2.3.1 Microwork
Wichtig ist die Identifikation von Microwork durch Pelzer/Wenzlaff/Eisfeld-Reschke als Möglichkeit des Crowdsourcing. Microwork charakterisiert als Zusammenfassung einfachster Tätigkeiten, die Kreativität und hohen Intellekt entbehren und die durch eine große Anzahl Partizipierender durchgeführt werden, eine Praxis, die im Rahmen von Crowdsourcing realisiert werden kann und die sich von den übrigen Ausprägungen abhebt.103
Den Begriff Microwork zu nutzen, stellt sich hingegen als problematisch heraus: Microwork unter dieser Bezeichnung zielt ursprünglich nicht auf eine beliebig strukturierte Crowd, die mittels offener Aufrufe via Internet akquiriert wird, sondern dient der Generierung von Erwerbseinkommen ansonsten mittelloser Bewohner von Entwicklungsländern, insbesondere afrikanischer Staaten.104 Der Begriff wird für Crowdsourcing entlehnt, da er dieselben, kleinschrittigen, einfachen Aufgaben beschreibt,105 die auch die entsprechend benannte Crowdsourcing-Gattung charakterisieren.106 Bevor diese Form des Crowdsourcing als Microwork bezeichnet wurde, fiel sie, je nach Autor, unter Crowdsourcing107 – also ohne weitere Untergliederung – oder Crowdcreation.108
Entsprechend ist die Kreierung eines Begriffs, der ausschließlich Microwork im Kontext von Crowdsourcing bezeichnet, wünschenswert. Auf Grund der Abstinenz einer solchen Bezeichnung und wegen der Prävalenz des Ausdrucks Microwork in der Literatur wird dieser in diesem Text ebenfalls genutzt; er ist im Folgenden jedoch ausschließlich als Ausprägung von Crowdsourcing zu verstehen.
1 Einleitung: Diese Einleitung führt in das Thema Crowdsourcing ein, stellt die Relevanz der wissenschaftlichen Untersuchung dar und erläutert den strukturellen Aufbau der Abschlussarbeit.
2 Grundlagen des Crowdsourcing: In diesem Kapitel werden grundlegende Begrifflichkeiten, die beteiligten Akteure (Crowdsourcer, Crowdsourcees, Plattformen) und der allgemeine Ablauf von Crowdsourcing-Prozessen definiert.
3 Systematisierung von Crowdsourcings: Hier erfolgt eine kritische Auseinandersetzung mit existierenden Gliederungsansätzen in der Literatur, woraus eine differenzierte Systematisierung der Crowdsourcing-Arten abgeleitet wird.
4 Arbeitsaufwand und zu bewältigende Hürden bei der Durchführung von Crowdsourcings: Dieses Kapitel behandelt die praktischen Aspekte von der Entscheidungsfindung über die Rahmenbedingungen bis hin zum Crowd-Management und den rechtlichen Hürden.
5 Unternehmerischer Nutzen von Crowdsourcing: Hier werden die verschiedenen Nutzenaspekte, wie Innovationsgewinne, Kostenersparnis und Marketingpotenziale, anhand der Wertkette eines Unternehmens analysiert.
6 Abwägung der Eignung von Crowdsourcing für Unternehmen: In diesem Teil werden Konklusionen zur Eignung spezifischer Crowdsourcing-Methoden gezogen und aufgezeigt, wann Unternehmen von einer Anwendung absehen sollten.
7 Crowdsourcing am Beispiel der Deutschen Telekom AG: Dieser Abschnitt bietet eine praxisorientierte Analyse eines realen Crowdsourcing-Projekts der Deutschen Telekom AG zur Überprüfung der theoretischen Erkenntnisse.
8 Zusammenfassung und Ausblick: Das finale Kapitel resümiert die erarbeiteten Ergebnisse und gibt einen Ausblick auf die zukünftige Entwicklung von Crowdsourcing im unternehmerischen Kontext.
Crowdsourcing, Crowdsourcer, Crowdsourcee, Microwork, Crowdcreation, Crowdvoting, Collective Knowledge, Open Innovation, Wertschöpfung, Innovationsmanagement, Marketinginstrument, Crowdmanagement, Plattformökonomie, Online-Zusammenarbeit, Schwarmauslagerung
Die Arbeit befasst sich mit Crowdsourcing als unternehmerischer Geschäftspraktik, analysiert verschiedene Formen dieser Auslagerung an eine Internet-Community und bewertet deren Eignung für Unternehmen.
Die Arbeit behandelt die Systematisierung von Crowdsourcing-Arten, den operativen Arbeitsaufwand, rechtliche Rahmenbedingungen sowie den Nutzen für Unternehmen, insbesondere im Bereich Innovation und Marketing.
Das Ziel ist es, ein Verständnis für die verschiedenen Crowdsourcing-Ausprägungen zu entwickeln und aufzuzeigen, unter welchen Umständen sich Crowdsourcing für Unternehmen als sinnvoll erweist und welche Faktoren dabei kritisch sind.
Es handelt sich um eine systematische Literaturanalyse und strukturierte Aufarbeitung der Praktiken, ergänzt durch eine praktische Fallstudie am Beispiel der Deutschen Telekom AG.
Der Hauptteil gliedert sich in die Definition und Systematisierung der Formen (Kapitel 2-3), die Analyse der Hürden und Management-Aufgaben (Kapitel 4), den unternehmerischen Nutzen (Kapitel 5) und die Abwägung der Eignung (Kapitel 6).
Die Arbeit ist zentral durch Begriffe wie Crowdsourcing, Microwork, Crowdcreation, Crowdvoting, Collective Knowledge und den unternehmerischen Wertschöpfungsprozess definiert.
Die Besonderheit liegt in der kritischen Abgrenzung von Crowdsourcing-Gattungen, insbesondere der Implementierung von "Collective Knowledge" und der detaillierten Abwägung von Kosten gegen den tatsächlichen unternehmerischen Mehrwert statt einer rein euphorischen Betrachtung.
Da Marketing-Crowdsourcing oft keine reale Unternehmensaufgabe auslagert, sondern primär der Imagesteigerung dient, ordnet der Autor es als spezielle, abzugrenzende Form ein, die andere Anforderungen an die Ausgestaltung stellt.
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