Bachelorarbeit, 2017
62 Seiten, Note: 1,7
1. Einleitung
2. Controlling
2.1 Entstehung
2.2 Begriffsdefinition und Abgrenzung
2.3 Grundlagen des Controllings
2.3.1 Controllingziele
2.3.2 Funktionen
2.4 Strategisches und operatives Controlling
2.4.1 Strategisches Controlling
2.4.2 Operatives Controlling
3. Industrielle Revolutionen
3.1 Begriff und Erklärung
3.2 Industrie 1.0: Die Dampfmaschine
3.3 Industrie 2.0: Das Fließband und die Elektrizität
3.4 Industrie 3.0: Automatisierung durch Computer
4.0 Industrie 4.0
4.1 Definition und Erklärung
4.2 Technologiefelder
4.2.1 Cyber-physische Systeme
4.2.2 Smart Factory
4.2.3 Internet der Dinge und Dienste
4.2.4 Big Data
4.2.5 Cloud Computing
4.3 Dimensionen
4.3.1 Horizontale Integration über Wertschöpfungsnetzwerke
4.3.2 Vertikale Integration über Automatisierungshierarchien
4.3.3 Durchgängigkeit des Engineerings über Wertschöpfungsketten
4.4 Bedeutende Herausforderungen
4.5 Potenzial für Deutschland als Wirtschaftsstandort
4.5.1 Ökonomisches Potenzial
4.5.2 Ökologisches Potenzial
4.5.3 Soziales Potenzial
5.0 Von Industrie 4.0 zu Controlling 4.0
5.1 Analysegrundlagen
5.1.1 Szenario 1: Die selbststeuernde Maschine
5.1.2 Szenario 2: Dienstleistungen auf Datenbasis
5.2 Auswirkungen auf die Hauptprozesse des Controllings
5.2.1 Strategische Planung
5.2.2 Operative Planung und Budgetierung
5.2.3 Forecast
5.2.4 Kosten-, Leistungs- und Ergebnisrechnung
5.2.5 Management Reporting
5.2.6 Projekt- und Investitionscontrolling
5.2.7 Risikomanagement
5.3 Ergebnis der Analyse
5.4 Kompetenzprofil des Controllers
6.0 Fazit
Diese Arbeit untersucht die Auswirkungen der Industrie 4.0 auf das Controlling und leitet daraus notwendige Anpassungen im Kompetenzprofil des Controllers ab. Dabei stehen die Herausforderungen und Potenziale der digitalen Transformation sowie deren konkrete Einflüsse auf zentrale Controlling-Prozesse im Fokus der Analyse.
4.2.1 Cyber-physische Systeme
Bevor der Begriff Cyber-physische Systeme erklärt wird, wird dessen Einbettung in die Industrie 4.0 betrachtet. Grundgedanke der Industrie 4.0 für Deutschland als Produktionsstandort im Allgemeinen ist die neuartige Anpassungsfähigkeit in der Produktion. Das Grundkonzept besagt, dass innerhalb kürzester Zeit eine Fertigungseinheit auf die geänderten Kundenwünsche reagiert. Der Nebeneffekt der Anpassung erbringt Ressourceneffizienz, indem alle Produktionsstufen integriert und nur benötigte Vorprodukte hergestellt werden. Zudem soll eine Humanisierung der Arbeitswelt erfolgen, da nur die Kooperation des Menschen mit seinen Fähigkeiten das gewünschte anpassungsfähige Fertigungssystem ermöglicht. Das Resultat soll die internationale Wettbewerbsfähigkeit sicherstellen, die durch Billiglohnländer, strebsame Schwellenländer erschwert wird.
Cyber-physische Systeme sollen helfen, die Vision der Industrie 4.0 zu ermöglichen. Die Vision besteht darin, eine permanente intelligente Vernetzung über den gesamten Wertschöpfungsprozess und den Produktlebenszyklus zu erreichen. Die intelligenten Objekte sammeln permanent Daten über ihren Zustand und über ihre Umgebung. In der ersten Phase der Herstellung wird diese Fähigkeit zur dezentralen selbstorganisierten Koordination von Informations-, Material- und Auftragsströmen genutzt. Während der Nutzungsphase dienen die gesammelten Daten verschiedenen Aufgaben. Dazu gehören unter anderem die Koordination von Inspektionen, Instandhaltungen und Wartungen. Später können die gespeicherten Produktinformationen einen geeigneten Recyclingkanal für das Lebensende des Produkts ergeben.
Zum besseren Verständnis muss das Konzept des „virtuellen Abbilds“ erläutert werden. Jegliche nicht-menschlichen Fertigungsteilnehmer, wie bspw. Maschinen, existieren nicht nur in der realen Fertigungswelt. Darüber hinaus existieren sie bei der Industrie 4.0 in einem „virtuellen Abbild“, das die reale Welt und Wirtschaft spiegelt. Das „virtuelle Abbild“ befindet sich in der Welt der Informationstechnologie und stellt alle Möglichkeiten und Fähigkeiten der Fertigungsteilnehmer ebenso wie deren aktuelle Zustände dar.
1. Einleitung: Diese Einleitung führt in die Herausforderungen durch den technologischen Wandel und die Bedeutung der Industrie 4.0 für den Wirtschaftsstandort Deutschland ein.
2. Controlling: Das Kapitel erläutert die Grundlagen, Funktionen und die Abgrenzung zwischen strategischem und operativem Controlling als Basis für die weitere Analyse.
3. Industrielle Revolutionen: Es wird ein Rückblick auf die vergangenen industriellen Entwicklungen von 1.0 bis 3.0 gegeben, um den Kontext zur aktuellen vierten Revolution herzustellen.
4.0 Industrie 4.0: Dieses Kapitel definiert Industrie 4.0, beschreibt die fünf zentralen Technologiefelder, erläutert die Dimensionen der Wertschöpfungsketten sowie Potenziale und Herausforderungen für Deutschland.
5.0 Von Industrie 4.0 zu Controlling 4.0: Dieser Hauptteil analysiert anhand von zwei Szenarien die konkreten Auswirkungen der Industrie 4.0 auf die Controlling-Hauptprozesse und das Kompetenzprofil des Controllers.
6.0 Fazit: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen und stellt fest, dass der Beruf des Controllers zwar bestehen bleibt, aber durch die Industrie 4.0 deutlich veränderte Anforderungen an Analysefähigkeit und Instrumentenkenntnis stellt.
Industrie 4.0, Controlling, Controller, Smart Factory, Cyber-physische Systeme, Big Data, Cloud Computing, digitale Transformation, Wertschöpfungskette, Prozessoptimierung, Kompetenzprofil, Unternehmenssteuerung, Ressourcenmanagement, Datenanalyse, Automatisierung.
Die Arbeit thematisiert den Einfluss der vierten industriellen Revolution auf das Controlling und untersucht, wie sich die Aufgaben und Anforderungen an Controller in einem vernetzten, digitalen Produktionsumfeld verändern.
Die zentralen Themen umfassen die technologischen Grundlagen der Industrie 4.0, die Strukturierung von Controlling-Prozessen sowie die Ableitung eines angepassten Kompetenzprofils für Controller.
Das Ziel ist es, die Auswirkungen der Industrie 4.0 auf den Beruf des Controllers aufzuzeigen, insbesondere in Hinblick auf veränderte Prozesse und die damit einhergehenden neuen Kompetenzanforderungen.
Die Autorin oder der Autor verwendet ein prozessorientiertes Analysemodell (angelehnt an das Controlling-Prozessmodell des Internationalen Controller Vereins) und prüft dieses anhand von zwei exemplarischen Industrie 4.0-Szenarien.
Im Hauptteil werden zunächst die Technologiefelder und Dimensionen von Industrie 4.0 dargelegt, gefolgt von einer detaillierten Analyse der Auswirkungen auf Controlling-Hauptprozesse wie Planung, Forecast, Reporting und Risikomanagement.
Schlüsselbegriffe sind vor allem Industrie 4.0, Controlling, Smart Factory, Cyber-physische Systeme, Big Data, Cloud Computing und die digitale Kompetenz von Controllern.
Ein "virtuelles Abbild" ist die digitale Entsprechung eines physischen Fertigungsteilnehmers in der IT-Welt, die sämtliche Zustände und Fähigkeiten des Objekts in Echtzeit spiegelt und so eine intelligente Interaktion ermöglicht.
Starre Budgets verhindern die notwendige Anpassungsfähigkeit an ein dynamisches Umfeld. In Industrie 4.0 ermöglichen flexible Budgets ein schnelles Reagieren auf Echtzeit-Daten, wie zum Beispiel bei günstigen Rohstoffpreisen oder unvorhergesehenen Kapazitätsänderungen.
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