Bachelorarbeit, 2017
41 Seiten, Note: 1,3
1 Einleitung
1.1 Problemstellung
1.2 Aufbau der Arbeit
2 Aufgaben von Banken
2.1 Losgrößentransformation
2.2 Fristentransformation
2.3 Risikotransformation
3 Grundlagen des P2P Banking
3.1 Funktionsweise
3.2 Entwicklung des P2P-Marktes
3.3 Anbieter
3.3.1 Lending Club
3.3.2 Zopa
3.3.3 Prosper
3.3.4 Bondora
3.3.5 Auxmoney
3.3.6 Anbieter im Vergleich
3.4 Crowdfunding – Unterscheidungskriterien
3.4.1 Crowdfunding durch Eigenkapitalfinanzierung
3.4.2 Crowdfunding durch Spendenfinanzierung
3.4.3 Crowdfunding gegen Gegenleistungen
3.4.4 Crowdfunding gegen Kreditfinanzierung
4 Praxisbeispiel Smava
4.1 Ausgestaltung von Smava
4.1.1 Entwicklung von Smava
4.1.2 Konditionen
4.1.3 Nutzung nach Alter
4.1.4 Nutzung nach Geschlecht
4.1.5 Nutzung nach Beschäftigungsstatus
4.2 Bonitätsanalyse
4.2.1 KDF-Indikator
4.2.2 Anlegerpools
5 Untersuchung von P2P-Plattformen als Konkurrenten zu Banken
5.1 Losgrößentransformation
5.2 Fristentransformation
5.2.1 Sekundärmärkte
5.2.2 Praxisbeispiel Mintos
5.3 Risikotransformation
5.3.1 Portfoliobildung durch Anleger
5.3.2 Anlegerpools auf Smava
5.3.3 Intermediärhaftung
5.3.4 Risikoaufspaltung
5.4 Zinseffekte für Kreditnehmer
5.5 Zinseffekte für Kapitalanleger
6 Fazit und Ausblick
6.1 Zusammenfassung und Handlungsempfehlung
6.2 Ausblick
Die Arbeit untersucht die Wettbewerbsfähigkeit von P2P-Kreditmarktplätzen gegenüber klassischen Bankintermediationen, um zu klären, ob diese Plattformen die traditionellen Bankfunktionen wie Losgrößen-, Fristen- und Risikotransformation vollumfänglich ersetzen können und welche Kostenvorteile sich für die Teilnehmer ergeben.
4.1.4 Nutzung nach Geschlecht
Barasinska und Schäfer untersuchten in ihrer Studie, ob Internet-Kreditmärkte den Zugang zu Krediten für Unternehmerinnen erleichtern. In diesem Zusammenhang wird hier untersucht, wie sich das Nutzerverhalten von männlichen und weiblichen Nutzern auf Smava verteilt und ob die Erfolgsquote für realisierte Projekte für Frauen besser ist als für Männer.
Bisher konnten Männer bei Smava insgesamt 7.571 Kredite finanzieren. Von den insgesamt 9.046 Kreditgesuchen sind 1.475 Kreditprojekte erfolglos geblieben und wurden nicht durch Anleger finanziert. Frauen haben 2.773 Kreditprojekte erfolgreich finanziert. Von den insgesamt 3.247 Kreditgesuchen sind 474 Projekte erfolglos ausgelaufen. Bei den Männern liegt die Quote für erfolglos finanzierte Projekte bei 19,48%, bei den Frauen liegt sie bei 17,09%.
Der Frauenanteil auf Smava ist mit 26,41% deutlich geringer als der Anteil der Männer. Der Anteil der Männer liegt demzufolge bei 73,59%. Barasinska und Schäfer führen diese deutlich stärkere Nutzung durch Männer auf die stärkere Risikoneigung von Männern zurück. Da die Finanzierungsquote für Projekte von Frauen um 2,39 Prozentpunkte höher liegt als bei Männern, lässt sich vermuten, dass Anleger Frauen eine höhere Rückzahlungswahrscheinlichkeit zuschreiben als sie es bei Männern erwarten.
1 Einleitung: Die Einleitung legt die Problemstellung der Arbeit dar und erläutert den Aufbau der Untersuchung zur Konkurrenzfähigkeit von P2P-Plattformen.
2 Aufgaben von Banken: Dieses Kapitel definiert die grundlegenden Aufgaben eines Finanzintermediärs, konkret die Losgrößen-, Fristen- und Risikotransformation.
3 Grundlagen des P2P Banking: Es werden die Funktionsweise von P2P-Lending, die Marktentwicklung sowie wichtige Anbieter weltweit und in Deutschland vorgestellt.
4 Praxisbeispiel Smava: Dieses Kapitel liefert eine detaillierte Analyse der Plattform Smava hinsichtlich ihrer historischen Entwicklung, der Nutzerstruktur und der angewandten Bonitätsverfahren.
5 Untersuchung von P2P-Plattformen als Konkurrenten zu Banken: Die zentralen Bankfunktionen werden hier auf P2P-Plattformen angewendet und deren Grenzen sowie Zinswirkungen für die Marktteilnehmer kritisch bewertet.
6 Fazit und Ausblick: Die Arbeit schließt mit einer Zusammenfassung der Ergebnisse, einer Handlungsempfehlung für Anleger und einer Prognose zur weiteren Entwicklung des P2P-Marktes.
P2P-Lending, Kreditmarktplätze, Bankintermediation, Smava, Losgrößentransformation, Fristentransformation, Risikotransformation, Crowdfunding, Bonitätsanalyse, KDF-Indikator, Anlegerpools, Zinseffekte, Finanzintermediär, Finanzkrise, Investorenschutz
Die Arbeit analysiert, inwieweit elektronische P2P-Kreditmarktplätze als Konkurrenten zu klassischen Banken agieren können und ob sie deren originäre Finanzintermediationsfunktionen übernehmen können.
Im Zentrum stehen die drei Bank-Grundfunktionen (Losgrößen-, Fristen- und Risikotransformation), die Abgrenzung von Crowdfunding-Arten sowie die praktische Analyse der Plattform Smava.
Das Ziel ist die Beantwortung der Frage, ob P2P-Marktplätze Banken ersetzen können und ob die direkte Kreditvermittlung Kostenvorteile für Anleger und Kreditnehmer bietet.
Es wird eine deskriptive Analyse auf Basis aktueller Marktdaten, einer Fallstudienanalyse am Beispiel von Smava sowie ein theoretischer Vergleich zu klassischen Bankintermediationsleistungen durchgeführt.
Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Definition der Bankaufgaben, eine Marktübersicht, die detaillierte Vorstellung der Plattform Smava und eine kritische Untersuchung der Übertragbarkeit von Bankfunktionen auf P2P-Modelle.
Die Arbeit wird maßgeblich durch die Begriffe P2P-Lending, Risikotransformation, Finanzintermediation und Bonitätsanalyse geprägt.
Die Anlegerpools dienen bei Smava als Schutzinstrument, das durch die Umverteilung von Ratenzahlungen innerhalb einer Ratingklasse die Risiken für Anleger bei Kreditausfällen mindert.
Nein, die Untersuchung zeigt, dass P2P-Marktplätze die Fristentransformation grundsätzlich nicht übernehmen können, da sie Laufzeitunterschiede zwischen Kapitalgebern und -nehmern nicht aktiv ausgleichen.
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