Masterarbeit, 2017
132 Seiten, Note: 1,0
1 Einleitung
1.1 Problemstellung
1.2 Zielsetzung
1.3 Aufbau der Arbeit
1.4 Begriffsdefinitionen
2 Ursachen und Auswirkungen von Hochwasser
2.1 Auswirkungen von Hochwasserereignissen
2.2 Entstehung eines Hochwassers
2.3 Gefährdungspotenzial von Gebäuden
2.4 Schadensbilder infolge eines Hochwassers
3 Hochwasservorsorge
3.1 Öffentliche Vorsorge
3.2 Private Bauvorsorge
3.2.1 Hochwasserrisiko-Analyse bei Bestandsgebäuden
3.2.2 Vorsorgende Überlegungen bei der Schutzstrategie
3.2.3 Vorsorge- und Schutzmaßnahmen im Neubau und im Bestand
3.2.4 Maßnahmenkatalog zum Objektschutz
3.3 Private verhaltenswirksame Vorsorge
4 Hochwassernachsorge
4.1 Bewältigung eines Hochwasserereignisses
4.2 Schadensbeseitigung und nachhaltiger Wiederaufbau
5 Fazit
6 Anwendungsbeispiele
6.1 Hochwasserereignisse in Baltringen 2016
6.2 Beispiel 1: Kindergarten St. Nikolaus, Baltringen
6.2.1 Schadensbilder und -ursachen
6.2.2 Empfohlene Sanierungs- bzw. Vorsorgemaßnahmen
6.3 Beispiel 2: Einfamilienhaus, Baltringen
6.3.1 Schadensbilder und -ursachen
6.3.2 Empfohlene Sanierungs- bzw. Vorsorgemaßnahmen
Diese Master-Thesis zielt darauf ab, Hauseigentümern eine praxisorientierte Hilfestellung zum vorbeugenden und nachsorgenden Hochwasserschutz am Gebäude zu geben. Die zentrale Forschungsfrage adressiert die Identifikation und Umsetzung geeigneter baulicher Maßnahmen für Bestandsgebäude, um das Schadensrisiko bei Überflutungen zu minimieren.
2.3 Gefährdungspotenzial von Gebäuden
Starkniederschläge und Überschwemmungen stellen eine Gefahr für Gebäude dar. Tritt Wasser in ein Gebäude ein, werden dadurch Schäden im und am Gebäude verursacht. Dabei spielen neben dem Oberflächenwasser auch das Grundwasser, der Kanalrückstau sowie große Niederschlagsmengen eine Rolle.
In Abbildung 6 sind die kritischen Gefahrenstellen eines Gebäudes dargestellt, durch die Wasser in ein Gebäude eindringen kann, und werden jeweils kurz erklärt. Zu beachten ist, dass Wasser während eines Überflutungsfalles nicht nur durch eine, sondern durch mehrere Gefahrenstellen in ein Gebäude eindringen kann.
1. Eindringen des Grundwassers durch Kellerwände und Gründungssohle sowie Einwirkungen auf Fundamente: Aufgrund ungeeigneter Baumaterialien oder fehlender Abdichtungen gegen Bodenfeuchtigkeit ist es möglich, dass Kellerwände oder die Sohle durchnässt werden und so Wasser ins Gebäude dringen kann. Es besteht die Gefahr, dass die Seitenwände und / oder die Sohle dem statischen Wasserdruck nicht standhalten und beschädigt werden. Bei der Gründungssohle ist ein Grundbruch möglich.
1 Einleitung: Die Arbeit führt in die Relevanz des Hochwasserschutzes für Hauseigentümer ein und definiert das Ziel einer praxisorientierten Hilfestellung sowie den methodischen Aufbau.
2 Ursachen und Auswirkungen von Hochwasser: Dieses Kapitel beleuchtet die hydrologischen Entstehungsursachen von Hochwasser und kategorisiert die resultierenden Schäden an Gebäuden sowie die statischen Gefährdungspotenziale.
3 Hochwasservorsorge: Hier werden Strategien zur Prävention vorgestellt, wobei ein besonderer Schwerpunkt auf der privaten Bauvorsorge, der Risikobewertung und einem Katalog für Objektschutzmaßnahmen liegt.
4 Hochwassernachsorge: Der Fokus liegt auf der Bewältigung während eines Ereignisses sowie auf der nachhaltigen Sanierung und dem Wiederaufbau unter Berücksichtigung geeigneter Materialien.
5 Fazit: Das Kapitel reflektiert die Ergebnisse der Arbeit und betont die Notwendigkeit einer frühzeitigen Risikoanalyse für Hauseigentümer.
6 Anwendungsbeispiele: Die theoretischen Erkenntnisse werden anhand konkreter Fallbeispiele in Baltringen validiert und durch Sanierungsvorschläge für ein Gebäude und einen Kindergarten konkretisiert.
Hochwasserschutz, Elementarschäden, Bauvorsorge, Objektschutz, Hochwasserrisiko-Analyse, Bestandssanierung, Starkregen, Rückstausicherung, Hochwassergefahrenkarte, ZÜRS Geo, Baukonstruktion, Schadensminimierung, Flusshochwasser, Sturzflut, Gebäudesicherheit.
Die Arbeit behandelt den Schutz von Wohngebäuden vor den Folgen von Hochwasserereignissen, wobei sowohl vorbeugende bauliche Maßnahmen als auch der richtige Umgang bei und nach einer Überflutung im Fokus stehen.
Zentrale Themen sind die Ursachenforschung von Hochwasser, die Risikoanalyse für Bestandsgebäude, ein detaillierter Maßnahmenkatalog für den Objektschutz sowie Empfehlungen für eine hochwasserangepasste Sanierung.
Das Ziel ist es, Hauseigentümern eine praxisnahe Hilfestellung an die Hand zu geben, mit der sie ihr persönliches Hochwasserrisiko einschätzen und konkrete Schutzmaßnahmen am Gebäude planen können.
Die Autorin kombiniert eine theoretische Analyse der Hochwassergefahren und Schutzstrategien mit einer praxisorientierten HWR-Analyse (Hochwasserrisiko-Analyse), die anhand von zwei konkreten Fallbeispielen in Baltringen illustriert wird.
Der Hauptteil umfasst die Analyse der Hochwasserursachen, eine detaillierte Erläuterung öffentlicher und privater Vorsorgestrategien, die Anwendung der HWR-Analyse sowie praktische Sanierungs- und Schutzempfehlungen für verschiedene Bauteile.
Zu den wichtigsten Begriffen zählen Hochwasserschutz, Elementarschäden, Bauvorsorge, Objektschutz, HWR-Analyse und hochwasserangepasste Bauweise.
Während bei einem Neubau viele Maßnahmen wie ein Ausweichen aus Risikogebieten oder eine wasserdichte Konstruktion (z.B. Weiße Wanne) planbar sind, fokussiert die Arbeit bei Bestandsgebäuden auf Objektschutzmaßnahmen, um das Risiko nachträglich zu verringern.
Die Fallbeispiele dienen der praktischen Anwendung der entwickelten HWR-Analyse und demonstrieren, wie spezifische Schwachstellen an Objekten identifiziert und durch gezielte, wirtschaftliche Schutzmaßnahmen saniert werden können.
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