Bachelorarbeit, 2016
166 Seiten, Note: 96
1. Einleitung
1.1 Einführung
1.2 Zielsetzung und These
1.3 Zielgruppe und Relevanz
2. Grundlagen
2.1 Akustik
2.1.1 Schallausbreitung
2.1.2 Aufbau des Schallfeldes
2.2 Einsatz von Hallgeräten
2.3 Faltungshall
2.3.1 Entwicklung und aktueller Wissensstand
2.3.2 Funktionsprinzip
2.3.3 Einsatzbereiche
2.3.4 Vor- und Nachteile
2.4 Erstellung von Impulsantworten
2.4.1 Impulse
2.4.2 Erforderliches Equipment
2.4.3 Vorgang
Kapitel 3 – Methodik
3.1 Vorgehensweise
3.2 Versuche
3.2.1 Erstellung der Aufnahmen
3.2.2 Analyse der Aufnahmen
3.2.3 Klanganpassung und Simulationen
3.2.4 Hörbeispiele
3.3 Experten-Interviews
3.4 Umfrage
3.4.1 Durchführungsort
3.4.2 Population und Teilerhebung
3.4.3 Repräsentativität
3.4.4 Aufbau
3.4.5 Analyse und Auswertung
Kapitel 4 – Durchführung
4.1 Experten-Interviews
4.2 Hauptversuch
4.2.1 Planung und Vorbereitung
4.2.2 Equipment und Zubehör
4.2.3 Aufbau
4.2.4 Durchführung
4.2.5 Nachbearbeitung
4.2.6 Analyse der Aufnahmen
4.2.7 Klanganpassung
4.2.8 Simulationen
4.3 Umfrage
4.3.1 Erstellung der Hörbeispiele
4.3.2 Testumfrage (Pretest)
4.3.3 Optimierung des Fragebogens
4.3.4 Durchführung und Dokumentation
4.3.5 Auffälligkeiten und Fehler
4.3.6 Erfassung der Datensätze
Kapitel 5 – Ergebnisse
5.1 Darstellung der Ergebnisse aus dem Hauptversuch
5.1.1 Analyse und Auswertung der Aufnahmen
5.1.2 Ergebnisse der Klanganpassung
5.1.3 Ergebnisse der Simulationen
5.2 Analyse, Auswertung und Interpretation der Umfrage
5.2.1 Einteilung der Gruppen
5.2.2 Sozialdemographische Merkmale und Musikkonsum
5.2.3 Hörbeispiele – Vergleiche
5.2.4 Hörbeispiele – Simulationen
5.3 Gesamtergebnis
5.4 Handlungsempfehlung
Kapitel 6 – Zusammenfassung
6.1 Fazit
6.2 Limitationen
6.3 Weiterer Forschungsbedarf
6.4 Zukunftsaussichten für das Resultat der Arbeit
Die vorliegende Arbeit untersucht, ob die authentische Simulation der 360°-Rotation einer Schallquelle durch die Kombination gerichteter Stereo-Impulsantworten möglich ist. Die Forschungsfrage fokussiert sich darauf, ob durch gezielte Mischung dieser Impulsantworten realistische Zwischenpositionen erzeugt werden können, die den Klangeindruck einer gerichteten Schallquelle vermitteln.
1.2 Zielsetzung und These
In dieser Studie soll untersucht werden, ob jede Abstrahlrichtung einer Schallquelle, be zogen auf eine Drehung von 360° um die eigene Achse, durch eine Mischung selbsterstell ter gerichteter Stereo-Impulsantworten simuliert werden kann. Durch eine Kombination der Impulsantworten sollen Zwischenpositionen einer Schallquelle in 22,5°-Abständen nachgeahmt werden, welche so nicht aufgezeichnet wurden, aber den Klang eines realen Abstrahlverhaltens wiedergeben. Der Hörer soll den Eindruck haben, dass die Schallquelle tatsächlich in eine bestimmte Richtung ausgerichtet ist und diese lokalisieren können. Dabei kann die Position der Quelle jedoch nicht auf der horizontalen und vertikalen Ebene verändert werden.
Als Voraussetzung werden gerichtete Impulsantworten benötigt, die bei gleichen Gege benheiten im selben Raum, lediglich mit einer anderen Abstrahlrichtung eines gerichteten Lautsprechers, beispielsweise in 45°- oder 90°-Schritten, aufgenommen wurden. Danach wären diese in parallel geschaltete Faltungshall-Plugins zu laden, um eine Mischung vor zunehmen. Zudem müssten weitere Parameter, wie Pegelverhältnisse, Panorama- oder Equalizereinstellungen, angepasst werden.
So ergibt sich folgende These:
Gerichtete Raumimpulsantworten, die jeweils mit 45° oder 90° Winkelversatz un terschiedliche Abstrahlrichtungen einer Schallquelle aufweisen, ermöglichen durch eine Mischung dieser auch authentische Zwischenpositionen zu simulieren. Auf diese Weise kann das Abstrahlverhalten für eine 360°-Rotation durch acht bzw. vier Stereo-Impulsantworten erzeugt werden.
1. Einleitung: Definiert das Thema, die Zielsetzung sowie die zentrale These der Forschungsarbeit und erläutert die Zielgruppe sowie die Relevanz des Themas.
2. Grundlagen: Vermittelt das theoretische Basiswissen über Schallausbreitung, Schallfelder, Hallgeräte und das technische Funktionsprinzip des Faltungshalls.
Kapitel 3 – Methodik: Beschreibt den empirischen Forschungsansatz, die geplante Vorgehensweise bei Versuchen sowie die Durchführung der Experten-Interviews und der Umfrage.
Kapitel 4 – Durchführung: Dokumentiert den konkreten Ablauf der Vorversuche, des Hauptversuchs und der Umfrage sowie die Vorgehensweise bei der Nachbearbeitung und Simulation.
Kapitel 5 – Ergebnisse: Präsentiert die Analyse der erhobenen Daten, wertet die Hörversuche sowie die Umfrage aus und leitet daraus Schlussfolgerungen ab.
Kapitel 6 – Zusammenfassung: Fasst die Ergebnisse der Arbeit in einem Fazit zusammen, diskutiert Limitationen und identifiziert weiteren Forschungsbedarf.
Faltungshall, Impulsantworten, Raumakustik, Audio-Produktion, Auralisation, Simulation, Abstrahlverhalten, Schallquelle, Lokalisation, Convolution-Reverb, Psychoakustik, Stereoverfahren, 360-Grad-Rotation, Tontechnik, Empirische Untersuchung.
Die Arbeit untersucht, wie das Abstrahlverhalten einer Schallquelle im Raum authentisch simuliert werden kann, indem gerichtete Stereo-Impulsantworten kombiniert werden.
Das Dokument umfasst die theoretischen Grundlagen der Akustik, die Funktionsweise von Faltungshall-Plugins, die Erstellung von Impulsantworten sowie die methodische Umsetzung von Hörversuchen.
Die Arbeit fragt, ob eine 360°-Rotation einer Schallquelle durch die Mischung mehrerer gerichteter Impulsantworten realistisch und authentisch simuliert werden kann.
Es wird ein empirischer Ansatz verfolgt, der sowohl Experten-Interviews (qualitativ) als auch kontrollierte Versuche und eine schriftliche Befragung (quantitativ) zur Datenerhebung nutzt.
Der Hauptteil konzentriert sich auf die Durchführung der Versuche zur Erstellung der Impulsantworten, die anschließende Klanganpassung durch Plugins sowie die Analyse und Auswertung der Ergebnisse.
Zentrale Begriffe sind Faltungshall, Impulsantworten, Auralisation, Raumakustik, Abstrahlverhalten und Lokalisierung.
Für die Aufnahmen wurden unter anderem Neumann KM 184 Mikrofone, ein Dell Precision M4500 Laptop, ein RME Fireface UFX Interface und Waves IR-1 als Faltungshall-Plugin verwendet.
Die Umfrage ergab, dass die Simulationen bei Zulassung einer Toleranz von 45° zu über 90% als authentisch erkannt wurden, was die Anwendbarkeit des gewählten Verfahrens stützt.
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