Bachelorarbeit, 2016
57 Seiten, Note: 2,0
1 EINLEITUNG
1.1 PROBLEMSTELLUNG UND ZIELSETZUNG DER ARBEIT
1.2 GLIEDERUNG UND VORGEHENSWEISE DER ARBEIT
2 BEDEUTUNG VON KONZENTRATION UND AUFMERKSAMKEIT
2.1 ALLGEMEINE DEFINITION DER BEGRIFFE KONZENTRATION UND AUFMERKSAMKEIT
2.1.1 Kategorien und Indikatoren zur Einschätzung von Konzentration und Aufmerksamkeit
2.1.2 Zusammenhang von körperlicher Aktivität und Konzentration
2.2 AKTUELLER FORSCHUNGSSTAND
2.3 BEWEGTES UND GANZHEITLICHES LERNEN
3 INTEGRATION VON BEWEGUNG IN DEN SCHULISCHEN ALLTAG
3.1 WIE SIEHT DIE REALITÄT AUS?
3.2 BRAIN-GYM
4 EMPIRISCHE UNTERSUCHUNG
4.1 ZUSAMMENFASSUNG UND FRAGESTELLUNG
4.2 FALLAUSWAHL
4.3 UNTERSUCHUNGSDESIGN UND UNTERSUCHUNGSMATERIALIEN
4.4 DURCHFÜHRUNG DER UNTERSUCHUNG
4.4.1 Auswahl der Brain-Gym-Übungen
4.4.2 Datenerhebung
4.5 VORGEHENSWEISE DER DATENANALYSE
5 UNTERSUCHUNGSERGEBNISSE
5.1 INTERVIEWAUSWERTUNG
5.2 DIREKTE AUSWIRKUNGEN AUF DIE KONZENTRATIONSFÄHIGKEIT BEI EINMALIGER DURCHFÜHRUNG DER BRAIN-GYM-BEWEGUNGSÜBUNGEN – ZWEI MESSUNGEN IM DIREKTEN VERGLEICH
5.3 VERLAUF DER AUFMERKSAMKEIT INNERHALB EINER STUNDE NACH DER DURCHFÜHRUNG VON BRAIN-GYM-BEWEGUNGSÜBUNGEN
5.4 VERLAUF DER AUFMERKSAMKEIT INNERHALB MEHRERER TAGE NACH DER DURCHFÜHRUNG VON BRAIN-GYM-BEWEGUNGSÜBUNGEN
6 FAZIT UND AUSBLICK
6.1 FAZIT
6.2 AUSBLICK UND HANDLUNGSEMPFEHLUNG
Die Arbeit untersucht die Auswirkungen regelmäßiger Brain-Gym-Bewegungsübungen auf die Konzentrationsfähigkeit und Aufmerksamkeit von Schülern. Ziel ist es, anhand einer Einzelfallstudie zu erfassen, ob und wie diese Bewegungsform einen positiven Einfluss auf die Lernleistung im schulischen Alltag nehmen kann.
1 Einleitung
Nicht zuletzt wegen anhaltender durchschnittlicher und somit nicht zufriedengebender Ergebnisse der PISA-Studie betont der ehemalige Bundespräsident Christian Wulff die Abhängigkeit zwischen Bewegungsmangel und schulischem Misserfolg (vgl. OECD, 2013, S.5 ff.). Wulffs These „Bewegung macht klug“ fordert eine inhaltliche Veränderung des Lernsystems, um Unterricht zu verbessern und Bewegung zu integrieren. Ein lernförderndes Bewegungshandeln ist demnach notwendig um Verstehen, Konzentration und die allgemeine Gedächtnisentwicklung bei Schülerinnen und Schülern optimal zu fördern.
Körperliche Aktivität, also Bewegung, liegt in den Genen der Menschen, denn Bewegung treibt den Stoffwechsel an und ist somit wichtig für die Gesundheit (vgl. Ganten, 2015, S. 26). Von Geburt an erschließen sich Kinder ihre Welt über ihren Körper und ihre Körperbewegung. Sie krabbeln und robben und erfahren ihre Umwelt mit allen Sinnen. Darüber hinaus werden in den ersten Lebensjahren die motorischen Fähigkeit durch die Koordination von Hand, Augen, Ohren und des ganzen Körpers stetig erlernt (vgl. Watsen & Kelso, 2014, S.2). Kindliche Entwicklungsprozesse verlaufen demnach immer ganzheitlich. Kognitive Funktionen werden im Kleinkindalter durch experimentelles Bewegen und der Auseinandersetzung der Umwelt durch aktives Handeln erlernt und sind somit abhängig voneinander. Mittels dieses Handelns und Bewegens werden bei Kleinkindern Nervenzellen verknüpft und Synapsen gebildet, welche für den Rest des Lebens beständig sind (Greubel, 2007, S.89 ff.). Bewegung ist also nicht nur ein „anthropologisches Grundbedürfnis“ (Hildebrandt-Stramann, 2015, S.176), sondern hat vielmehr einen positiven Einfluss auf die Gehirnentwicklung bei Kindern, denn diese weist im Alter von fünf bis zehn Jahren vergleichsweise die größ ten Leistungszuwächse auf (vgl. Oerter & Montada, 2002, S.500). Die kindliche Entwicklung wird aus diesem Grund von Bewegung entscheidend geprägt.
1 EINLEITUNG: Die Einleitung führt in die Problematik des Bewegungsmangels im schulischen Kontext ein und erläutert die Zielsetzung der Arbeit, den Einfluss von Brain-Gym-Übungen zu untersuchen.
2 BEDEUTUNG VON KONZENTRATION UND AUFMERKSAMKEIT: Dieses Kapitel definiert die zentralen Begriffe Konzentration und Aufmerksamkeit und beleuchtet deren enge Kopplung sowie den aktuellen Forschungsstand zum Thema körperliche Aktivität und Lernen.
3 INTEGRATION VON BEWEGUNG IN DEN SCHULISCHEN ALLTAG: Hier wird die aktuelle schulische Situation im Hinblick auf Bewegungsmangel analysiert und das Konzept Brain-Gym als Methode zur Förderung der Lernleistung vorgestellt.
4 EMPIRISCHE UNTERSUCHUNG: Dieses Kapitel beschreibt das methodische Vorgehen der Einzelfallstudie, die Fallauswahl, das Untersuchungsdesign sowie die Auswahl und Durchführung der Brain-Gym-Übungen.
5 UNTERSUCHUNGSERGEBNISSE: Die Ergebnisse der empirischen Daten werden analysiert und hinsichtlich der Auswirkungen von Brain-Gym auf Konzentrationsfähigkeit und Aufmerksamkeit ausgewertet.
6 FAZIT UND AUSBLICK: Das abschließende Kapitel fasst die Erkenntnisse kritisch zusammen und bietet einen Ausblick sowie Handlungsempfehlungen für die Integration von Bewegung in den Schulalltag.
Bewegung, Brain-Gym, Konzentration, Aufmerksamkeit, Schulalltag, Lernprozesse, Ganzheitliches Lernen, Einzelfallstudie, Pädagogik, Motorik, Kognition, Schulerfolg, Hirnleistung, Bewegungsförderung, Edu-Kinestetik
Die Arbeit untersucht, ob regelmäßige Bewegungsübungen aus dem Brain-Gym-Konzept die Konzentrationsfähigkeit und Aufmerksamkeit von Schülern positiv beeinflussen können.
Die zentralen Themen umfassen die Bedeutung von Bewegung für die kindliche Entwicklung, die psychologische Definition von Aufmerksamkeit und Konzentration sowie deren Integration in den schulischen Alltag.
Das Hauptziel ist die empirische Erfassung und Konkretisierung der Auswirkungen von Brain-Gym-Übungen auf die Konzentrationsfähigkeit im Rahmen eines Fallbeispiels.
Die Autorin wählt ein qualitatives Forschungsdesign in Form einer Einzelfallstudie mit explorativem Zugang durch eine wissenschaftliche Feldbeobachtung mittels Videoaufzeichnungen.
Der Hauptteil gliedert sich in theoretische Grundlagen zur Konzentrationspsychologie, die Analyse der schulischen Bewegungssituation und die detaillierte Darstellung einer empirischen Untersuchung mit einer Nachhilfeschülerin.
Die wichtigsten Schlagworte sind Brain-Gym, Konzentration, Aufmerksamkeit, ganzheitliches Lernen, Bewegung, Schulerfolg und kognitive Leistungsfähigkeit.
Die Messung erfolgte durch die Analyse von Videoaufzeichnungen und Feldnotizen, wobei verschiedene Indikatoren für Unaufmerksamkeit mittels der Software MAXQDA codiert und ausgewertet wurden.
Basierend auf den Daten des Fallbeispiels konnten keine eindeutigen Belege für eine signifikante Verbesserung der Konzentrationsfähigkeit durch Brain-Gym-Übungen nachgewiesen werden, was jedoch als durch externe Störfaktoren beeinflusst eingestuft wird.
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