Bachelorarbeit, 2015
63 Seiten, Note: 1,7
1. Einleitung
1.1 Problemstellung und Zielsetzung
1.2 Inhaltliche Vorgehensweise
2. Klärung des Kommunikationsbegriffs
2.1 Definition/Etymologie
2.2 Unterscheidung von Kommunikationsarten
2.3 Merkmale von Kommunikation
2.3.1 Eingrenzung des Kommunikationsbegriffs
2.3.2 Schwierigkeiten bei der Analyse von Kommunikation
2.4 Kommunikation als ein soziales Phänomen
2.5 Kommunikation als Prozess
2.5.1 Kommunikation – ein komplexer Prozess
2.5.2 Kommunikation – ein vermittelter Prozess
2.5.3 Der Begriff „Medium“
2.6 Menschliche Kommunikation – symbolisch vermittelte Interaktion
2.6.1 Sprache und Kommunikation
2.6.2 Verbale und nonverbale Kommunikation
2.6.3 Sprachliche Zeichen
2.6.4 Sprachbarrieren
2.7 Resümee
3. Paul Watzlawick – zur Person
3.1 Kommunikation nach Watzlawick et al.
3.2 Grundannahmen
3.2.1 Funktion und Beziehung
3.2.2 Information und Rückkopplung
3.2.3 Redundanz
3.2.4 Metakommunikation und pragmatischer Kalkül
3.3 Pragmatische Axiome
3.4 Resümee
4. Niklas Luhmann – zur Person
4.1 Systemtheoretischer Exkurs
4.1.1 Die funktional-strukturelle Systemtheorie
4.1.2 Theorie sozialer Systeme
4.2 Kommunikation nach Luhmann
4.2.1 Systemtheoretische Definition
4.2.2 Selektivität der Kommunikation
4.2.3 Anschlusskommunikation
4.2.4 Kommunikation und Bewusstsein
4.2.5 Die Unwahrscheinlichkeit von Kommunikation
4.2.5.1 Doppelte Kontingenz
4.2.5.2 Kommunikationsmedien
4.3 Resümee
5. Vergleich beider Kommunikationstheorien
6. Fazit
Diese Arbeit zielt darauf ab, den mehrdimensionalen Kommunikationsbegriff einzugrenzen und die Ansätze von Paul Watzlawick sowie Niklas Luhmann systematisch zu vergleichen. Dabei wird untersucht, inwieweit sich diese beiden systemtheoretisch geprägten Theorien ergänzen oder ausschließen, um ein grundlegendes Verständnis kommunikativer Prozesse zu fördern.
3.1 Kommunikation nach Watzlawick et al.
An dieser Stelle soll der Kommunikationsbegriff nach Paul Watzlawick, Janet Beavin und Don D. Jackson erläutert und erklärt werden. Die Niederschrift der Autoren zur zwischenmenschlichen Interaktion gehört wohl zu den meistzitier ten, aber auch meistdiskutierten Ansätzen überhaupt. Die Arbeit gründet auf einem Zusammenhang von Faktoren der Sprachwissenschaft, der Wissensschaftslogik und der Kybernetik mit der klinischen Psychologie, mit besonderem Schwerpunkt auf der Familientherapie. Watzlawick brachte bedeutende Beiträge zum radikalen Konstruktivismus und zur Systemtheorie hervor. Konstruktivismus ist die Einsicht, dass die Wirklichkeit, so wie sie ist, nicht wahrgenommen wird. Denn jeder Mensch konstruiert sich seine eigene Wirklichkeit. Demzufolge gehen die Autoren davon aus, dass die Menschen verschiedene Auffassungen von Wirklichkeit haben, die auch widersprüchlich zueinander stehen können. Nach Meinung der Autoren wurden diese Widersprüchlichkeiten durch Kommunikation hervorgerufen. Watzlawick selbst versteht sich als Anhänger der Systemtheorie.
Watzlawick et al (2007: 13) sind sich einig, dass Kommunikation „eine Conditio sine qua non menschlichen Lebens und gesellschaftlicher Ordnung“ ist. Für den Menschen ist Kommunikation also eine Bedingung, ohne die zwischenmenschliche Beziehungen nicht existieren würden. Zwar lernt der Mensch die Kommunikationsregeln sehr früh in seinem Leben kennen, was aber genau hinter diesen Regeln steckt, vermag der Mensch nicht zu erahnen (vgl. ebd.: 13). Unter Kommunikation im engeren Sinne verstehen sie sowohl eine einzelne Mitteilung als auch die Interaktion, d.h. eine aufeinander bezogene Abfolge von Mitteilungen (ebd.: 50f.). Das „Material“ jeglicher Kommunikation umfasst Verhalten jeder Art – also nicht nur Worte, sondern auch alle paralinguistischen Phänomene (Tonfall, Pausen, Lachen, Seufzen, schnelles und langsames Sprechen), Körperhaltung, Körpersprache usw. sind mit inbegriffen (vgl. ebd.: 51).
1. Einleitung: Hinführung zum Thema Kommunikation und Darlegung der Zielsetzung, die vielfältigen Definitionsansätze im Rahmen der Bachelorarbeit kritisch zu beleuchten.
2. Klärung des Kommunikationsbegriffs: Herleitung des etymologischen Ursprungs sowie Differenzierung verschiedener Kommunikationsarten und Merkmale zur begrifflichen Eingrenzung.
3. Paul Watzlawick – zur Person: Einführung in die Person Watzlawick und Vorstellung seines Ansatzes, der Kommunikation primär über fünf pragmatische Axiome definiert.
4. Niklas Luhmann – zur Person: Darstellung des Lebenswerks von Luhmann und Erläuterung seiner systemtheoretischen Fundamente, in denen Kommunikation als autopoietische Systemoperation verstanden wird.
5. Vergleich beider Kommunikationstheorien: Systematischer Abgleich der Gemeinsamkeiten und Unterschiede zwischen dem konstruktivistischen Ansatz Watzlawicks und der funktional-strukturellen Systemtheorie Luhmanns.
6. Fazit: Kritische Reflexion der Ergebnisse und Diskussion der praktischen Relevanz sowie der Anwendbarkeit beider Kommunikationstheorien in der Forschung.
Kommunikation, Kommunikationstheorie, Systemtheorie, Paul Watzlawick, Niklas Luhmann, Pragmatische Axiome, Konstruktivismus, Soziale Systeme, Interaktion, Informationsübertragung, Selektivität, Anschlusskommunikation, Metakommunikation, Medium, Verhalten.
Die Arbeit beschäftigt sich mit einem begriffsanalytischen Vergleich der Kommunikationstheorien von Paul Watzlawick, Janet Beavin und Don D. Jackson sowie von Niklas Luhmann.
Die Themen umfassen die Klärung des Kommunikationsbegriffs, die Grundlagen der konstruktivistischen Kommunikationstheorie (Watzlawick) und der systemtheoretischen Soziologie (Luhmann).
Das Ziel ist es, die Konzepte beider Theoretiker zu vergleichen und zu überprüfen, inwieweit sich diese Ansätze gegenseitig ausschließen oder ergänzen können.
Es handelt sich um eine theoretische Arbeit, die eine begriffsanalytische Untersuchung und einen komparativen Vergleich der einschlägigen Fachliteratur vornimmt.
Der Hauptteil gliedert sich in die Begriffsbestimmung der Kommunikation, die detaillierte Darstellung der Theorien von Watzlawick und Luhmann sowie deren direkten Vergleich.
Zu den wichtigsten Begriffen gehören Kommunikation, Systemtheorie, Konstruktivismus, Interaktion und soziale Systeme.
Es besagt, dass jedes Verhalten in einer sozialen Situation Mitteilungscharakter hat; auch Schweigen oder Rückzug sind Formen der Kommunikation, die das Gegenüber beeinflussen.
Luhmann betrachtet Kommunikation nicht als Informationsübertragung zwischen Individuen, sondern als ein autopoietisches, soziales System, bei dem nicht der Mensch, sondern die Kommunikation selbst „kommuniziert“.
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