Bachelorarbeit, 2017
62 Seiten, Note: 1,7
1. Einführung
2. Verhandlungen im theoretischen Bezug
2.1 Liberaler Intergouvernementalismus
2.2 Verhandlungsmacht
2.3 Operationalisierung
3. Einordnung in die Klimadiplomatie
3.1 Das Rahmenabkommen der Vereinten Nationen über Klimaabkommen
3.2 Kyoto-Konferenz
3.3 Der Kopenhagener Akkord
3.4 Vertrag von Paris
4. Kostenanalyse China
4.1 Nationaler Interessenswettbewerb COP 15
4.1.1 Einfluss durch staatliche Nicht-Regierungsorganisationen
4.2 Nationaler Interessenswettbewerb COP 21
4.2.1 Zunehmender Einfluss durch Nicht-Regierungsorganisationen
4.2.2 Einfluss durch wirtschaftliche Interessen
4.3 Zusammenfassung China
5. Kostenanalyse USA
5.1 Nationaler Interessenswettbewerb COP 15
5.1.1 Innerstaatlicher Einfluss auf den Senat
5.2 Nationaler Interessenswettbewerb COP 21
5.2.1 Innerstaatlicher Einfluss auf das Repräsentantenhaus
5.2.2 Innerstaatlicher Einfluss durch die öffentliche Meinung
5.3 Zusammenfassung USA
6. Die internationale Ebene - die Klimaverhandlungen
6.1 Aus Sicht Chinas
6.2 Aus Sicht der USA
6.3 Aus Sicht der Spieltheorie
7. Zusammenfassung
Die vorliegende Bachelorarbeit untersucht die innenpolitischen Faktoren, die das internationale Handeln Chinas und der USA während der Klimakonferenzen von Kopenhagen und Paris maßgeblich beeinflusst haben, unter Anwendung der Theorie des liberalen Intergouvernementalismus.
1. Einführung
Für die einen bedeutet der hohe Anteil an fossilen Brennstoffen einen bedrohlichen Temperaturanstieg, Überflutungen, Luftverschmutzungen und massive Folgen für Mensch und Tier. Für die anderen stehen die Wirtschaftlichkeit, die Arbeitsplätze und die Gewinne der Rohstoffindustrie im Vordergrund. Klimapolitische Debatten prägten die innenpolitischen Auseinandersetzungen zwischen Politik und Wirtschaft. Die klimatischen Auswirkungen bei Beibehaltung des Status Quo würden dennoch bedeutet, dass die Trocken- und Dürreperioden noch länger anhalten, mehr Menschen deswegen fliehen, die weltweiten Korallenriffe vollständig ausbleichen und die Polkappen fast komplett schmelzen würden (IPCC: 2014). Deswegen galt es nach Meinung der Wissenschaft, der Entwicklungsländer und zunehmend der Öffentlichkeit, die Erwärmung auf höchstens zwei Grad bis 2100 zu begrenzen. Dies war allerdings nur mit globaler Kooperation der internationalen Staatengemeinschaft durchsetzbar.
Dabei resultiert das Management von natürlichen Ressourcen in sozialen Dilemmata. Aus der Sicht der Wirtschaftswissenschaften führt jede Situation, in der die Nutzung eines öffentlichen Gutes das Trittbrettfahren begünstigt, unweigerlich zu einer Überausbeutung dieses Gutes (Ostrom: 2009). Aufgrund ihrer globalen öffentlichen Güter Problematik präsentieren die Klimaschutzverhandlungen die zähesten und schwierigsten Bedingungen für die Entstehung und Aufrechterhaltung von internationaler Kooperation. Der Umweltschutz definiert sich dabei eindeutig innerhalb der Nicht-Ausschließbarkeit und Nicht-Rivalität Klassifikation. Niemand lässt sich von der Nutzung der Umwelt ausschließen, da sie allgemein gegenwärtig wahrgenommen wird. Zum anderen erfolgt die Nutzung des Gutes nicht auf Kosten der fehlenden Teilhabe eines anderen Nutzers, das heißt, sie rivalisieren sich nicht. Doch erscheint dieser Gedanke bei mehrmaligem Überdenken kritisch: Staaten, die derzeit stärker von der Klimaerwärmung betroffen sind, wie beispielsweise durch Überschwemmungen (Peru), hohe Luftverschmutzung (China), große Dürreperioden (Sahelzone Afrika) oder Missernten, können die Umwelt nicht so genießen, wie es andere Bürger in anderen Ländern können. Hieraus ergeben sich Verteilungskonflikte für die Verantwortung, die Kosten und die Folgen der Klimaerwärmung.
1. Einführung: Diese Einleitung führt in die Problematik globaler Klimaschutzverhandlungen als soziale Dilemmata ein und definiert die Forschungsfrage bezüglich der innenpolitischen Faktoren Chinas und der USA.
2. Verhandlungen im theoretischen Bezug: Dieses Kapitel erläutert den liberalen Intergouvernementalismus als theoretisches Fundament zur Analyse außenpolitischer Entscheidungen durch subnationale Interessenswettbewerbe.
3. Einordnung in die Klimadiplomatie: Hier werden die wichtigsten Meilensteine der internationalen Klimadiplomatie, vom UNFCCC über Kyoto bis hin zum Vertrag von Paris, deskriptiv zusammengefasst.
4. Kostenanalyse China: Das Kapitel untersucht den innerstaatlichen Interessenswettbewerb in China, geprägt durch NGOs, wirtschaftliche Transformation und den Druck durch Umweltverschmutzung.
5. Kostenanalyse USA: Hier steht die Analyse des amerikanischen politischen Systems im Fokus, insbesondere wie Lobbyismus und öffentliche Meinung die Klimapolitik beeinflussen.
6. Die internationale Ebene - die Klimaverhandlungen: Dieses Kapitel vergleicht die Perspektiven beider Länder auf internationaler Ebene und analysiert das Verhandlungsergebnis mittels der Spieltheorie.
7. Zusammenfassung: Die Schlussbetrachtung reflektiert die Ergebnisse der Arbeit und bestätigt die Hypothese, dass internationale Kooperation stark von innerstaatlichen Kosten und Faktoren abhängt.
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Die Arbeit analysiert die innenpolitischen Faktoren, die Chinas und der USA Handeln in internationalen Klimaverhandlungen zwischen 2009 und 2015 bestimmt haben.
Zentrale Themen sind die Anwendung des liberalen Intergouvernementalismus, die Auswirkungen von Lobbyarbeit und NGO-Aktivitäten sowie die Rolle ökonomischer Rahmenbedingungen auf klimapolitische Entscheidungen.
Die Arbeit untersucht, welche spezifischen innenpolitischen Faktoren für das internationale Verhalten Chinas und der USA auf den Klimakonferenzen von Kopenhagen und Paris ausschlaggebend waren.
Die Autorin kombiniert eine theoretische Analyse auf Basis des liberalen Intergouvernementalismus mit einer Kostenanalyse und spieltheoretischen Modellen zur Auswertung des Verhandlungsverhaltens.
Der Hauptteil analysiert detailliert die nationale Interessensbildung in China und den USA sowie die Auswirkungen dieser Dynamiken auf die internationale Ebene der Klimaverhandlungen.
Die wichtigsten Begriffe sind Klimaverhandlungen, Kostenanalyse, Lobbyismus, Spieltheorie und die Dynamiken zwischen China und den USA.
Die Theorie verdeutlicht, warum einzelstaatliche rationale Defektion oft zu suboptimalen Ergebnissen führt, und erklärt, wie institutionelle Rahmenbedingungen des UNFCCC halfen, diese Blockaden zu überwinden.
Die Arbeit zeigt auf, dass niedrige politische Kosten – etwa durch wachsende Erkenntnisse über Umweltschäden oder wirtschaftliche Vorteile bei Erneuerbaren – die Kooperationsbereitschaft in Paris im Vergleich zu Kopenhagen deutlich erhöht haben.
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