Masterarbeit, 2017
106 Seiten, Note: 2,7
1. Einleitung
1.1 Motivation und Problemstellung
1.2 Forschungsfrage und Zielsetzung
1.3 Bezugsrahmen und Aufbau der Arbeit
2. Digitalisierung in Unternehmen
2.1 Hintergrund und aktuelle Entwicklungen
2.2 Grundlagen zu IIoT und Industrie 4.0
2.3 Vorteile und Schlüsseltrends
2.4 Grundlegende Technologien
2.5 Transformation von GMen
3. Grundlagen zum GM-Konzept
3.1 Ursprung und erste Definition
3.2 Einordnung im Unternehmenskontext
3.3 Klassifizierung der GM-Literatur
3.4 Ausgewählte Definitionen und Elemente
3.5 Ansätze und Methoden zur GM-Innovation
4. Einführung des Konzepts der digitalen Werttreiber
4.1 Ursprung und Definition des Werttreiberbegriffs
4.2 Definition für digitale Werttreiber
4.3 Vorteile des Werttreiberkonzepts
4.4 Systematisierung von Werttreibern
4.5 Werttreibende Faktoren durch IT
5. Analyse der IIC-Testbeds zur Ermittlung digitaler Werttreiber
5.1 Methodik und Vorgehen
5.2 Einteilung der Testbeds in Industriebereiche
5.3 Beschreibung der Testbeds
5.4 Erstellung eines Kriterienkatalogs
5.5 Die ermittelten digitalen Werttreiber
5.6 Gesamtbetrachtung der Ergebnisse
6. Diskussion der Ergebnisse zur Gestaltung neuer GMe
6.1 Differenzierung von GM-Erneuerungen
6.2 Geschäftsprozesse verbessern
6.3 Wertangebote weiterentwickeln
6.4 Geschäftsfähigkeiten anpassen
6.5 Roadmap zur digitalen Transformation
7. Schlussbetrachtung
7.1 Zusammenfassung
7.2 Limitation der Ergebnisse und kritische Würdigung
7.3 Fazit und Ausblick
Das Ziel der Arbeit ist es, digitale Werttreiber im industriellen Umfeld zu identifizieren, um Unternehmen bei der Gestaltung neuer, auf digitalen Technologien basierender Geschäftsmodelle zu unterstützen und durch systematisierte Ansätze die digitale Transformation voranzutreiben.
Die zwei zentralen Treiber der vierten industriellen Revolution
Die zwei zentralen Treiber der vierten industriellen Revolution, bei der „IT getriebene Veränderungen im Produktionssystem subsumiert werden“, sind für Lasi et al. (2014) der Technologiedruck und der Bedarfssog. Hier geht es insbesondere um das veränderte Kundenverhalten, mit der verstärkten Nachfrage nach individualisierten smarten Wertangeboten und um die Umsetzung der neu aufkommenden Technologien in GMen zur Generierung von Wettbewerbsvorteilen. Aus einer aktuellen Studie zum Umsetzungsstand von Industrie 4.0 in verarbeitenden deutschen Unternehmen geht hervor, dass 91 % der befragten Unternehmen eine Steigerung der operativen Effizienz erwarten und 76 % glauben, dass das GM dabei beeinflusst wird.
Porter und Heppelmann (2015) nähern sich der Thematik aus der Perspektive intelligenter vernetzter Produkte, die mittels eingebetteter IT neue Werte schaffen. Sie nehmen dabei eine scharfe Trennung zum IoT vor, denn das Internet bietet für sie lediglich die allgegenwärtige Konnektivität zu geringen Kosten. Erst die intelligenten vernetzten Produkte ermöglichen für sie die Revolution. Die Einsatzmöglichkeiten entriegeln neue Werte, die sowohl Unternehmen als auch den Wettbewerb grundlegend verwandeln werden.
1. Einleitung: Motivation, Forschungsfrage und der methodische Bezugsrahmen der Arbeit werden dargelegt.
2. Digitalisierung in Unternehmen: Es werden Grundlagen zu IIoT, Industrie 4.0, Schlüsseltrends und technologische Enabler diskutiert.
3. Grundlagen zum GM-Konzept: Das Geschäftsmodell als Analyseeinheit wird theoretisch fundiert und in den Unternehmenskontext eingeordnet.
4. Einführung des Konzepts der digitalen Werttreiber: Definition und Systematisierung digitaler Werttreiber als Schlüssel zur digitalen Wertschöpfung werden erarbeitet.
5. Analyse der IIC-Testbeds zur Ermittlung digitaler Werttreiber: Eine explorative Untersuchung von IIC-Testbeds liefert konkrete Enabler und Nutzenpotenziale für die industrielle Praxis.
6. Diskussion der Ergebnisse zur Gestaltung neuer GMe: Strategische Handlungsempfehlungen zur Optimierung, Erweiterung und Neugestaltung von Geschäftsmodellen werden abgeleitet.
7. Schlussbetrachtung: Zusammenfassung der Kerngedanken, kritische Würdigung der Methodik und ein vorausschauender Ausblick schließen die Arbeit ab.
Digitalisierung, Industrie 4.0, Industrial Internet of Things, Geschäftsmodell, Werttreiber, Digitale Transformation, Wertschöpfung, Geschäftsmodell-Innovation, Internet of Things, IIoT, IIC-Testbeds, Wettbewerbsvorteil, Plattform-Ökonomie, Smart Factory, Unternehmensstrategie.
Die Arbeit untersucht, wie produzierende Unternehmen durch die Identifikation und Nutzung digitaler Werttreiber ihre Geschäftsmodelle erfolgreich transformieren und an die digitale Ära anpassen können.
Die Kernpunkte sind die Digitalisierung im industriellen Umfeld, die Entwicklung von Geschäftsmodellen, das Konzept des Industrial Internet of Things (IIoT) und die Rolle von sogenannten Testbeds als Experimentierplattformen.
Das Hauptziel besteht darin, digitale Werttreiber im industriellen Kontext zu ermitteln und konkrete Gestaltungsmöglichkeiten für neue oder angepasste Geschäftsmodelle aufzuzeigen.
Es wird eine explorative Analyse von IIC-Testbeds durchgeführt, um mittels eines entwickelten Kriterienkatalogs Enabler und Nutzenpotenziale in digitale Werttreiber zu überführen.
Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Fundierung des Geschäftsmodellkonzepts, die Einführung digitaler Werttreiber und die empirische Untersuchung von Testbeds, deren Ergebnisse in einer Roadmap münden.
Die Arbeit fokussiert sich primär auf Begriffe wie Digitalisierung, Geschäftsmodell-Innovation, Industrial Internet of Things, Werttreiber und digitale Transformation.
Die Testbeds dienen als reale Anwendungsszenarien, aus denen durch die Untersuchung der verwendeten Technologien (Enabler) und erzielten Vorteile (Nutzenpotenziale) allgemein gültige digitale Werttreiber extrahiert werden.
Es dient als konzeptionelle Basis für das Geschäftsmodellverständnis, um die externe Marktkomponente mit den internen Aktivitäten logisch zu verknüpfen.
Diese Stufe stellt die höchste Transformationsform dar, bei der Geschäftsfähigkeiten grundlegend angepasst werden, oft im Kontext von Ökosystemen, um Expansionsgewinne zu realisieren.
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