Examensarbeit, 2007
45 Seiten, Note: 1,4
Didaktik für das Fach Deutsch - Pädagogik, Sprachwissenschaft
Einleitung
1.1 Anlass für das Thema dieser Arbeit
1.2 Problem- bzw. Situationsbeschreibung
1.3 Mögliche Ursachen
1.4 Abgrenzung der Ziele
1.5 Aufbau der Arbeit
1.6 Lehrerfunktionen
2. Theoretische Grundlagen
2.1 Motivation – eine Begriffsklärung
2.1.1 Intrinsische Motivation
2.1.2 Extrinsische Motivation
2.2 Die Flow-Theorie nach Csikszentmihalyi
2.2.1 Passung von Fähigkeit und Anforderung
2.2.2 Eindeutigkeit der Handlungsstruktur
2.2.3 Kritische Betrachtung
2.3 Die Selbstbestimmungstheorie der Motivation nach Deci und Ryan
3. Konzeptentwicklung
3.1 Bedeutung der dargestellten Motivationstheorien für die Steigerung der Lernbereitschaft
3.1.1 Bedeutung von intrinsischer Motivation und Flow-Erlebnis für Lernbereitschaft
3.1.2 Bedeutung der Selbstbestimmungstheorie für Lernbereitschaft
3.1.3 Bedeutung der Neurobiologie für Lernbereitschaft
3.1.4 Zusammenfassung der wesentlichen Aussagen
3.2 Ausarbeitung des Konzepts
3.2.1 Schaffen einer angstfreien Lernatmosphäre
3.2.2 Verbesserung des Leistungsmotivs
3.2.3 Interesse wecken durch lebensnahe Unterrichtsinhalte
3.2.4 Gewährleistung der Passung von Fähigkeit und Anforderung
3.2.5 Schaffen einer eindeutigen Handlungsstruktur
4. Praktische Umsetzung
4.1 Schaffen einer angstfreien Lernatmosphäre
4.2 Verbesserung des Leistungsmotivs
4.2.1 Der rote Punkt
4.2.2 Feedback geben / Reflexion
4.3 Interesse wecken durch lebensnahe Unterrichtsinhalte
4.4 Gewährleistung der Passung von Fähigkeit und Anforderung
4.5 Schaffen einer eindeutigen Handlungsstruktur
4.6 Rückgabe von Klassenarbeiten
5. Schlussbetrachtungen
5.1 Zusammenfassung der Arbeit
5.2 Praxistauglichkeit, Wirksamkeit und Transfermöglichkeit des Konzepts
5.3 Fazit
Das Hauptziel dieser Arbeit ist es, zu untersuchen, wie Lehrpersonen durch gezielte, extrinsisch motivationale Zugänge die Lernbereitschaft von Schülern nachhaltig fördern können. Die Arbeit analysiert hierfür theoretische Konzepte wie die Flow-Theorie, die Selbstbestimmungstheorie sowie neurobiologische Erkenntnisse und führt diese in einem praktischen, für den Deutschunterricht adaptierten Modell zusammen.
4.2.1 Der rote Punkt
Das Spiel ‚Der rote Punkt’ kann besonders bei Schülerinnen und Schülern mit schwach ausgeprägtem Leistungsmotiv zu bedeutsamen Erfolgserlebnissen führen, sodass die Anerkennung von Mitschülerinnen, Mitschülern und Lehrpersonen erfahren werden kann.
Das Spiel, bei dem es keine Noten gibt, liefert Aufschluss über den individuellen Lernfortschritt der Lerner. Es handelt sich um ein einfaches Verfahren, welches geprägt ist durch eine
a) Messung der anfänglichen Leistung des einzelnen Lerners,
b) Feststellung des individuellen Lernzuwachses und
c) Bekräftigung des jeweils erzielten Lernfortschritts.
Jeder Lerner erhält eine Karteikarte mit einem roten Punkt in der oberen Ecke (siehe Abbildung 4). Die jeweiligen Teilnehmer des Spiels tragen ihren Namen und das Datum der Leistungsmessung ein. Das Spiel ist in vier Phasen unterteilt, die im Folgenden kommentiert werden.
Phase 1: Messen der Ausgangsleistung
Zur Erfassung der Ausgangsleistung der einzelnen Lerner stellt die Lehrperson verschiedene Fragen zu einem bestimmten Thema (z.B. Tempusformen im Grammatikunterricht) und die Schülerinnen und Schüler tragen ihre jeweiligen Antworten in die Karteikarte ein. Im Anschluss daran teilt die Lehrperson (oder auch andere Mitschülerinnen und Mitschüler) die richtigen Antworten mit und die dafür zu erreichenden Punktzahlen (z.B. für jede richtige Tempusform zwei Punkte) werden von der Lehrperson bekannt gegeben. Ganz unten auf der Karte addieren die Schülerinnen und Schüler ihre erreichten Punkte (absolutes Leistungsergebnis) und die Lehrperson sammelt alle Karten ein.
Einleitung: Hier werden der Anlass, die Problemstellung und die Zielsetzung der Arbeit dargelegt, wobei insbesondere die Herausforderung unzureichender Lernbereitschaft in unterschiedlichen Bildungsgängen thematisiert wird.
Theoretische Grundlagen: Dieses Kapitel erläutert die zentralen Begriffe der intrinsischen und extrinsischen Motivation sowie die Konzepte von Csikszentmihalyi (Flow-Theorie) und Deci/Ryan (Selbstbestimmungstheorie).
Konzeptentwicklung: Hier werden die Erkenntnisse der Theorien zusammengeführt, um fünf wesentliche Voraussetzungen für eine gelungene Motivationsförderung im Schulalltag zu definieren.
Praktische Umsetzung: Dieser Teil illustriert anhand konkreter Beispiele aus dem Deutschunterricht (z.B. „Der rote Punkt“, Projektarbeit), wie das entwickelte Konzept methodisch umgesetzt werden kann.
Schlussbetrachtungen: Das abschließende Kapitel fasst die Arbeit zusammen, reflektiert die Praxistauglichkeit des Konzepts und gibt einen Ausblick auf die Evaluationsmöglichkeiten mittels Fragebögen.
Lernbereitschaft, Motivation, extrinsische Motivation, intrinsische Motivation, Flow-Theorie, Selbstbestimmungstheorie, Leistungsmotiv, Lernatmosphäre, Deutschunterricht, Pädagogische Psychologie, Feedback-Kultur, Handlungssicherheit, Lernfortschritt, Lehrerfunktion, Schulpraxis.
Die Arbeit befasst sich mit der Entwicklung und praktischen Erprobung eines Konzepts zur Steigerung der Lernbereitschaft von Schülern, insbesondere in vollzeitschulischen Bildungsgängen und dem Berufskolleg.
Zentrale Themen sind die Motivationspsychologie, die Bedeutung von Lernklima und Strukturierung sowie die praktische Anwendung motivationsfördernder Methoden im Unterricht.
Ziel ist es, Methoden zu finden, wie eine Lehrperson durch gezielte Rahmenbedingungen die Motivation der Schüler so beeinflussen kann, dass deren Lernbereitschaft nachhaltig verbessert wird.
Die Arbeit basiert auf einer fundierten Literaturanalyse bestehender Motivationstheorien, die in ein praxisorientiertes, handlungsorientiertes Unterrichtskonzept überführt und beispielhaft evaluiert werden.
Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Herleitung der Voraussetzungen (Flow, Selbstbestimmung, Neurobiologie) und eine konkrete Übertragung dieser in unterrichtspraktische Szenarien, wie die Arbeit mit dem „Roten Punkt“.
Die Arbeit wird vor allem durch Begriffe wie Lernbereitschaft, Motivation, Flow-Erlebnis, extrinsische Anreize und die Gestaltung einer angstfreien Lernatmosphäre charakterisiert.
Das Spiel ermöglicht durch die Messung individueller Fortschritte ohne Notendruck sofortige Erfolgserlebnisse, stärkt das Selbstwertgefühl der Schüler und reduziert die Misserfolgsangst, wodurch das Leistungsmotiv schrittweise aufgebaut wird.
Die Autorin argumentiert gestützt auf die Neurobiologie, dass Schüler zwar nicht direkt intrinsisch motiviert werden können, die Lehrperson aber durch das Schaffen geeigneter Rahmenbedingungen (Atmosphäre, Struktur, Interessenbezug) die Voraussetzungen dafür schafft, dass extrinsische Motivation internalisiert wird.
Der GRIN Verlag hat sich seit 1998 auf die Veröffentlichung akademischer eBooks und Bücher spezialisiert. Der GRIN Verlag steht damit als erstes Unternehmen für User Generated Quality Content. Die Verlagsseiten GRIN.com, Hausarbeiten.de und Diplomarbeiten24 bieten für Hochschullehrer, Absolventen und Studenten die ideale Plattform, wissenschaftliche Texte wie Hausarbeiten, Referate, Bachelorarbeiten, Masterarbeiten, Diplomarbeiten, Dissertationen und wissenschaftliche Aufsätze einem breiten Publikum zu präsentieren.
Kostenfreie Veröffentlichung: Hausarbeit, Bachelorarbeit, Diplomarbeit, Dissertation, Masterarbeit, Interpretation oder Referat jetzt veröffentlichen!

