Bachelorarbeit, 2014
37 Seiten, Note: 1,7
1. Einleitung
2. Grundlagen
2.1 Definition: Value Aktien und Growth Aktien
2.1.1 Qualitative Unterscheidung
2.1.2 Kennzahlen für die quantitative Unterscheidung
2.1.2.1 BE/ME und P/B
2.1.2.2 E/P und P/E
2.1.2.3 Weitere Kennzahlen
2.2 Definition: Spread und Value Prämie
3. Empirische Studien zum Value-Growth-Spread
3.1 Datenbasis und Methodik
3.2 Ergebnisse
4. Erklärungen für den Value-Growth-Spread
4.1 Risiko von Value Aktien im Vergleich zu Growth Aktien
4.1.1 Intertemporales Risiko
4.1.1.1 Theoretische Fundierung und Messmethodik
4.1.1.2 Ergebnisse und Interpretationen
4.1.2 Riskanter durch Verzerrungen in der Datenbank
4.1.3 Der Einfluss von Verschuldung
4.1.4 Der Einfluss von Dividenden und unsicheren Gewinnen
4.1.5 Andere Risikofaktoren
4.1.6 Zusammenfassung und Diskussion
4.2 Andere Erklärungen
4.2.1 Der Unterschied zwischen privaten und institutionellen Investoren
4.2.2 Kognitive Verzerrungen
4.2.3 Verzerrungen der Informationseffizienz
4.2.4 Implikationen für zukünftige Studien
5. Fazit
Die vorliegende Arbeit untersucht das Phänomen des Value-Growth-Spreads, wonach Value-Aktien langfristig höhere Renditen als Growth-Aktien erzielen. Das Ziel besteht darin, diverse Erklärungsansätze für diese anomale Marktentwicklung zu analysieren, insbesondere im Hinblick auf das Risiko-Rendite-Verhältnis sowie die Effizienz der Finanzmärkte.
4.1. Risiko von Value Aktien im Vergleich zu Growth Aktien
Bevor die Frage aufgegriffen wird, ob Value Aktien riskanter als Growth Aktien sind, werden zuerst einige Intuitionen erläutert, die das Gegenteil vermuten lassen. Denn intuitiv sprechen auch einige Argumente dafür, dass eigentlich Growth Aktien riskanter als Value Aktien sind, obwohl sie sogar im Durchschnitt niedrigere Renditen erzielen. Als Beispiel kann man anführen, dass es schwer ist sich vorzustellen, dass ein Internetunternehmen in den 90er Jahren, das so gut wie keinen Buchwert hatte, weniger riskant war als ein traditionelles Unternehmen, welches einen hohen Buchwert hatte.
Da Growth Aktien einen relativ niedrigen Buchwert besitzen, ist davon auszugehen, dass der größte Teil des Marktwertes durch Erwartungen bestimmt ist. Da sich solche Erwartungen durch Nachrichten schnell ändern können, sollte untersucht werden, ob Growth Aktien empfindlicher auf Nachrichten reagieren und somit in dieser Hinsicht mehr Risiko bergen.
Ebenso nennt Zhang (2005) die Intuition, dass Growth Aktien riskanter als Value Aktien sind, weil sie ihren Wert durch zukünftige Wachstumsmöglichkeiten generieren. Dagegen beziehen Value Aktien ihren Wert aus dem Vermögen, das bereits in der Gegenwart existiert.
Generell ist anzumerken, dass der Gedanke, ein höheres Risiko bei Value Aktien im Vergleich zu Growth Aktien nachweisen zu wollen, erst durch die Entdeckung der höheren Renditen von Value Aktien entstanden ist.
1. Einleitung: Einführung in das Phänomen der Value-Prämie und den Aufbau der Bachelorarbeit.
2. Grundlagen: Definition und Differenzierung von Value- und Growth-Aktien mittels verschiedener Kennzahlen wie BE/ME und P/E.
3. Empirische Studien zum Value-Growth-Spread: Empirische Nachweise des Phänomens unter Verwendung verschiedener Datensätze und Methodiken.
4. Erklärungen für den Value-Growth-Spread: Detaillierte Untersuchung theoretischer Erklärungsmodelle, von risikobasierten Ansätzen bis hin zu irrationalem Marktverhalten.
5. Fazit: Zusammenfassende Bewertung der Erklärungsansätze und Schlussfolgerungen zur Natur der Value-Prämie.
Value-Aktien, Growth-Aktien, Value-Growth-Spread, Value-Prämie, Markteffizienz, Risiko-Rendite-Verhältnis, CAPM, Unternehmensverschuldung, Behavioral Finance, kognitive Verzerrungen, Informationseffizienz, Insolvenzrisiko, Aktienrendite, Finanzmärkte, Investorenverhalten.
Die Arbeit untersucht das Phänomen, dass Value-Aktien empirisch gesehen im Durchschnitt höhere Renditen erzielen als Growth-Aktien.
Die zentralen Themen umfassen die Definition von Value- und Growth-Aktien, die empirische Messung der Value-Prämie sowie die Suche nach Erklärungen für diesen Spread.
Das Ziel ist die kritische Analyse verschiedener Hypothesen, warum Value-Aktien trotz oftmals geringerem oder gleichem Risiko eine Mehrrendite erwirtschaften.
Die Arbeit basiert auf einer Literaturanalyse und dem Vergleich verschiedener empirischer Studien und Regressionsmodelle (wie das CAPM und Conditional CAPM).
Der Hauptteil gliedert sich in eine empirische Bestandsaufnahme und eine theoretische Diskussion der Erklärungsansätze, inklusive risikobasierter und verhaltensökonomischer Erklärungen.
Schlüsselwörter sind u.a. Value-Prämie, Markteffizienz, systematisches Risiko, Behavioral Finance und Informationseffizienz.
Sie untersuchen das intertemporale Risiko, indem sie die Empfindlichkeit des Beta-Faktors gegenüber makroökonomischen Zuständen mithilfe eines Conditional CAPM analysieren.
Laut Choi (2013) korreliert eine höhere Verschuldungsquote bei Value-Unternehmen mit einem höheren Insolvenzrisiko, was als Erklärungsansatz für die Value-Prämie dient.
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