Masterarbeit, 2017
95 Seiten, Note: 2,0
1 Von einer „globalen Welle des Populismus“ zum Tod des Populismus? Entwicklung rechtspopulistischer Bewegungen in Verbindung mit der Weltwirtschaftskrise in der vergangenen Dekade
2 Theorie und Hypothesen: Gründe für die Wahl rechtspopulistischer Parteien und Weltwirtschaftskrise als Externer Schock
2.1 Das Konzept des Rechtspopulismus bzw. rechtspopulistischer Parteien
2.2 Roger Eatwells „Ten Theories of the Extreme Right“
2.2.1 Nachfrage-Argumente
2.2.1.1 Ein-Themen-These
2.2.1.2 Protest-These
2.2.1.3 Soziale-Zersetzungs-These
2.2.1.4 Post-Materialismus-These
2.2.1.5 Ökonomisches-Interesse-These
2.2.2 Angebots-Argumente
2.2.2.1 Politische-Möglichkeiten-Struktur-These
2.2.2.2 Mediatisierung-These
2.2.2.3 Nationale-Traditionen-These
2.2.2.4 Programmatik-These
2.2.2.5 Charismatische-Führer-These
2.3 Externe Schocks und ihre Auswirkungen auf die Wahl rechtspopulistischer Parteien
2.4 Die Weltwirtschaftskrise als externer Schock
2.5 Theoretischer Effekt der Weltwirtschaftskrise auf die Faktoren für die Wahl rechtspopulistischer Parteien: Issue-Ownership-Theory
3 Methode und Forschungsdesign
3.1 Daten
3.1.1 European Social Survey
3.1.2 Manifesto Project
3.1.3 Google Trends
3.2 Operationalisierung
3.2.1 Abhängige Variable
3.2.2 Unabhängige Variablen
3.2.3 Kontrollvariablen
3.2.4 Interaktionseffekt: Externe-Schock-These
3.3 Mehrebenenanalyse als Methode
4 Analyse und Ergebnisse
4.1 Random-Intercept-Only-Modell: Modell 0
4.2 Random Intercept-Modell mit Variablen auf Individualebene: Modell 1
4.3 Random-Intercept-Modell mit Variablen auf Individual- und Kontextebene: Modell 2
4.4 Random-Intercept-Modell mit Variablen auf Individual- und Kontextebene und Interaktionseffekten: Modell 3
4.5 Zusammenfassung und Resümee
4.6 Fazit: Diskussion, Einschränkung und mögliche nächste Schritte
5 Euro- und Flüchtlingskrise als mögliche neue externe Schocks – Anknüpfungspunkte für zukünftige Forschung zu rechtspopulistischen Parteien während Krisenzeiten in Europa
Die Arbeit untersucht, welchen Effekt die Weltwirtschaftskrise auf die Faktoren der Wahl rechtspopulistischer Parteien in Europa hat und ob diese Krisenzeit als ein die Faktoren verstärkender externer Schock wirkt.
2.4 Die Weltwirtschaftskrise als externer Schock
Um die Weltwirtschaftskrise als externen Schock einordnen zu können, werden im folgenden Kapitel wesentliche Entwicklungen vor und nach der Weltwirtschaftskrise dargestellt. Zur Einstufung der Weltwirtschaftskrise als externen Schock bzw. Krise wird sich in diesem Kapitel an Kriesi und Pappas orientiert. Kriesi und Pappas haben mit ihrer Arbeit die erste vergleichende Analyse zum Einfluss der Weltwirtschaftskrise auf Populismus in Europa geliefert (Kriesi und Pappas 2015a). Die Weltwirtschaftskrise kombiniert dabei im Sinne eines externen Schocks sowohl Elemente einer ökonomischen als auch einer politischen Krise (siehe 2.3 und Kriesi und Pappas 2015b: 1). Das bietet – wie oben beschrieben – theoretisch optimale Voraussetzungen für bessere Wahlergebnisse rechtspopulistischer Parteien. In den meisten in Europa betroffenen Ländern wurden beispielsweise Regierungen aus ihrer Verantwortung gewählt. Zudem sind sowohl am linken, als auch am rechten Rand neue Kräfte und Parteien entstanden (Kriesi und Pappas 2015b: 2).
Um die Weltwirtschaftskrise zunächst durch ökonomische Faktoren als Krise bzw. externen Schock zu bezeichnen, werden wie bei Kriesi und Pappas drei Faktoren verwendet: Die Arbeitslosenquote, die Wachstumsrate des BIP und die Staatsverschuldung im Verhältnis zum BIP (Kriesi und Pappas 2015b: 10). Dabei werden aus Gründen der Übersichtlichkeit stellvertretend für die später verwendeten Länder lediglich die Staaten der Europäischen Union im Zeitraum von 2000 bis 2015 bzw. 2016 betrachtet:
1 Von einer „globalen Welle des Populismus“ zum Tod des Populismus? Entwicklung rechtspopulistischer Bewegungen in Verbindung mit der Weltwirtschaftskrise in der vergangenen Dekade: Das Kapitel führt in die Debatte über den Wahlerfolg rechtspopulistischer Parteien im Kontext der Weltwirtschaftskrise ein und skizziert die wissenschaftliche Relevanz der Thematik.
2 Theorie und Hypothesen: Gründe für die Wahl rechtspopulistischer Parteien und Weltwirtschaftskrise als Externer Schock: Hier werden theoretische Grundlagen und zehn Hypothesen zur Wahl rechtspopulistischer Parteien erarbeitet und die Weltwirtschaftskrise als externer Schock konzeptualisiert.
3 Methode und Forschungsdesign: Dieses Kapitel erläutert die Datengrundlage (ESS), die Operationalisierung der Variablen sowie die Anwendung der Mehrebenenanalyse als methodischen Ansatz.
4 Analyse und Ergebnisse: Die empirische Mehrebenenanalyse wird durchgeführt und die Ergebnisse zu den verschiedenen Modellen sowie die Überprüfung der Interaktionseffekte werden präsentiert.
5 Euro- und Flüchtlingskrise als mögliche neue externe Schocks – Anknüpfungspunkte für zukünftige Forschung zu rechtspopulistischen Parteien während Krisenzeiten in Europa: Abschließend werden aktuelle Krisen als Anknüpfungspunkte für zukünftige Forschungsfragen thematisiert.
Rechtspopulismus, Rechtspopulistische Parteien in Europa, Weltwirtschaftskrise, Roger Eatwell, Cas Mudde, Externer Schock, European Social Survey, Mehrebenenanalyse, Issue-Ownership-Theory, Interaktionseffekt, Protest-These, politische Krise, Wahlerfolg, politische Kommunikation, Parteiensystem.
Die Arbeit untersucht, ob rechtspopulistische Parteien in Europa seit der Weltwirtschaftskrise zwischen 2007 und 2009 bei Wahlen erfolgreicher waren und welchen Effekt diese Krise auf die Wahlfaktoren dieser Parteien hatte.
Zentral sind die Gründe für die Wahl rechtspopulistischer Parteien sowie die Rolle der Weltwirtschaftskrise als externer Schock, der diese Faktoren beeinflussen kann.
Es wird analysiert, ob die Weltwirtschaftskrise als externer Schock einen verstärkenden Effekt auf die Faktoren hat, die zur Wahl rechtspopulistischer Parteien führen.
Zur Untersuchung der Forschungsfrage wird eine Mehrebenenanalyse genutzt, da sie Einflüsse auf Individual- und Kontextebene differenziert betrachten kann.
Der Hauptteil umfasst eine theoretische Fundierung mittels Eatwells Theorien, die Operationalisierung der Daten aus dem European Social Survey sowie die empirische Mehrebenenanalyse mit verschiedenen Modellen.
Zu den prägenden Begriffen zählen Rechtspopulismus, Weltwirtschaftskrise, Issue-Ownership-Theory, Mehrebenenanalyse und Externer Schock.
Die Arbeit verwendet einen Dummy-Variablen-Ansatz (Befragung vor vs. nach der Weltwirtschaftskrise), um die Effekte vor und nach dem Ereignis vergleichend zu analysieren.
Die Analyse zeigt, dass die Weltwirtschaftskrise lediglich bei der Protest-These eine statistisch signifikante verstärkende Wirkung hat, während die allgemeine These eines verstärkenden Effekts auf alle Wahlfaktoren abgelehnt werden muss.
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