Bachelorarbeit, 2017
69 Seiten, Note: 1,7
1 Einleitung
1.1 Zielsetzung
1.2 Aufbau der Arbeit
2 Grundlagen zur Dienstleistungsqualität
2.1 Begriffsbestimmung und -abgrenzung
2.1.1 Dienstleistung
2.1.2 Qualität
2.2 Dienstleistungsqualität
2.2.1 Modelle der Dienstleistungsqualität
2.2.2 Messung der Dienstleistungsqualität
3 Differenzierung der Berufsbilder
3.1 Berufsbild Spielervermittler
3.2 Berufsbild Spielerberater
3.3 Aufgabenbereiche eines Spielerberaters
3.4 Der Spielervermittlungsvertrag
3.5 Arbeit der Spielerberateragenturen
4 Rechtliches Umfeld und Reglements
4.1 Prüfung zur Spielervermittlerlizenz nach altem Reglement
4.2 Rechtliche Aspekte der Transferabwicklung bzw. Spielerberatung
4.2.1 Rechtskonflikte im Zusammenhang mit dem deutschem Recht
4.2.2 Kollisionen mit dem Rechtsberatungsgesetz
5 Forschungsmethodik
5.1 Methode der Datenerhebung
5.2 Methode der Datenauswertung
5.3 Methodenkritik
6 Ergebnisse
6.1 Systematische Erfassung des Dienstleistungsangebots
6.2 Auswertung der Ergebnisse
6.3 Diskussion der Ergebnisse
6.4 Handlungsempfehlungen
7 Fazit und Ausblick
Diese Arbeit befasst sich mit der systematischen Erfassung und Analyse des Dienstleistungsangebots sowie der Dienstleistungsqualität von Spielerberatern und Beratungsagenturen im deutschen Berufsfußball. Dabei wird untersucht, inwieweit das Leistungsportfolio von den Spielern nachgefragt und durch die Berater realisiert wird.
3.1 Berufsbild Spielervermittler
Die grundlegende Aufgabe des Spielervermittlers besteht darin, Fußballspieler und Vereine zusammenzuführen, wobei die Tätigkeit des Spielervermittlers auf den Abschluss eines Arbeitsvertrags zwischen Fußballer und Verein gerichtet ist (vgl. Helmholz, 2005, S. 7). Eine genauere Begriffsbestimmung findet sich in Art. 1 Abs. 1 des FIFA-SpvR, die den Spielervermittler als „natürliche Person, die in Übereinstimmung mit den nachfolgenden Bestimmungen regelmäßig und gegen Entgelt einen Spieler mit einem Verein zur Begründung eines Arbeitsverhältnisses bzw. zwei Vereine zur Begründung eines Transfervertrages zusammenführt“ bezeichnet. Nach Jungheim (2002, S. 147) spaltet sich das Berufsbild eines Spielervermittlers einerseits in das eines Maklers und andererseits in das eines Arbeitsvermittlers.
Ein Vermittler tritt dementsprechend als Bindeglied zwischen Verein und Spieler auf. Ein Vermittler sollte immer im Sinne seines Auftraggebers handeln. Der Auftraggeber hingegen verpflichtet sich durch einen Vertragsabschluss, im Falle einer positiven Einigung zwischen Spieler und Verein, eine entsprechende Vergütung an den Vermittler zu zahlen. Einerseits suchen Vereine Spieler, um so das spielerische und sportliche Leistungsniveau des Kaders auf Top-Niveau zu halten. Andererseits suchen Spieler einen Verein, bei dem sie das größtmögliche Entwicklungspotential sehen, um so ihre sportlichen Karrierechancen noch weiter ausbauen zu können. Demzufolge agiert ein Spielervermittler als Makler, der nach § 652 BGB nur dann Maklergebühren in Anspruch nehmen kann, wenn er nachweisen kann, dass der Vertrag infolge seiner Vermittlung zustande gekommen ist (vgl. Jungheim, 2002, S. 147). Bovelett (1998, S. 95) führt weiter aus, dass die Tätigkeit eines Spielervermittlers als Nachweismaklerei einzuordnen ist. Modl (2000, S. 47) beschreibt, dass ein Spielervermittler versucht, die Geschäftsanbahnung zwischen Spieler und Verein bis hin zum Vertragsabschluss zu betreuen, um sich so einer Provision sicher sein zu können.
1 Einleitung: Problemorientierte Hinführung zur Thematik und Erläuterung der Forschungsziele sowie des Aufbaus der Arbeit.
2 Grundlagen zur Dienstleistungsqualität: Theoretische Herleitung der Begriffe Dienstleistung und Qualität sowie Vorstellung des GAP-Modells und des SERVQUAL-Ansatzes.
3 Differenzierung der Berufsbilder: Abgrenzung der Rollen von Spielervermittlern und Spielerberatern sowie Darstellung ihrer Aufgabenbereiche und Geschäftsmodelle.
4 Rechtliches Umfeld und Reglements: Untersuchung der FIFA-Regularien sowie der rechtlichen Konfliktfelder mit dem deutschen Arbeits- und Beratungsrecht.
5 Forschungsmethodik: Erläuterung des qualitativen Vorgehens durch leitfadengestützte Experteninterviews und der angewandten Auswertungsmethodik.
6 Ergebnisse: Empirische Darstellung der erhobenen Daten, systematische Erfassung der Dienstleistungsmerkmale und Diskussion der Erkenntnisse.
7 Fazit und Ausblick: Zusammenfassende Bewertung der Ergebnisse, kritische Reflexion der Methodik und Ableitung von Empfehlungen für die Praxis.
Spielerberater, Spielervermittler, Dienstleistungsqualität, FIFA-Reglement, Berufsfußball, Experteninterview, SERVQUAL, Sportmanagement, Karriereplanung, Transfermarkt, Rechtsberatungsgesetz, Vermittlungsvertrag, Beratungsagentur
Die Arbeit untersucht das Dienstleistungsangebot und die Servicequalität von professionellen Spielerberatern und Agenturen im deutschen Fußball.
Die Schwerpunkte liegen auf der theoretischen Dienstleistungsqualitätsmessung, der rechtlichen Einordnung der Vermittlertätigkeit und der praktischen Arbeitsweise von Beratern.
Ziel ist es, die notwendigen Dienstleistungsmerkmale systematisch zu erfassen und zu analysieren, wie Berater ihre Leistungen gegenüber den Spielern erbringen.
Es wurde ein qualitatives, leitfadengestütztes Experteninterview-Verfahren mit insgesamt vier Spielerberatern (selbstständig und in Agenturen) durchgeführt.
Der Hauptteil gliedert sich in theoretische Grundlagen, eine rechtliche Einordnung sowie die empirische Auswertung der Experteninterviews.
Zentrale Begriffe sind Spielerberater, Dienstleistungsqualität, FIFA-Reglement, Sportmanagement und Karriereplanung.
Das GAP-Modell dient als theoretisches Grundgerüst, um Lücken zwischen den Erwartungen der Spieler und der tatsächlich angebotenen Dienstleistung zu identifizieren.
Agenturen decken oft ein breiteres Spektrum durch Netzwerke ab, während Einzelberater tendenziell eine noch individuellere, persönlichere Betreuung bieten.
Es wird insbesondere auf die Kollisionen zwischen FIFA-Reglements und dem deutschen Rechtsberatungsgesetz (RBerG) bei der Aushandlung von Verträgen eingegangen.
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