Diplomarbeit, 2004
118 Seiten, Note: 1
Die vorliegende Arbeit analysiert das US-amerikanische Präsidentschaftswahlsystem, untersucht dessen historischen Ursprung und Entwicklung sowie die daraus resultierenden Demokratiedefizite. Sie befasst sich mit der Frage, warum die Verfassungsväter sich für ein indirektes Wahlsystem entschieden haben und welche Faktoren die Evolution des Systems beeinflusst haben. Darüber hinaus werden die Herausforderungen und Probleme des aktuellen Wahlsystems beleuchtet und Reformvorschläge diskutiert.
Einleitung: Die Arbeit beleuchtet die US-Präsidentschaftswahlen 2000 und die Kritik am Wahlsystem, die im Zuge der umstrittenen Entscheidung des Obersten Gerichtshofs entstand. Im Fokus steht die Frage, ob das US-amerikanische Präsidentschaftswahlsystem noch zeitgemäß ist.
Teil I: Historischer Ursprung: Dieser Teil befasst sich mit den historischen Ursprüngen des Wahlsystems, der Rolle der Verfassungsväter und den Gründen für die Wahl eines indirekten Wahlsystems.
Teil II: Evolution eines Systems & Wahlen in der Gegenwart: Dieser Teil analysiert die Evolution des US-amerikanischen Präsidentschaftswahlsystems anhand ausgewählter Wahlbeispiele und untersucht, ob die Wahl des Präsidenten in der Gegenwart noch den Intentionen der Verfassungsväter entspricht.
Teil III: Defizite und Reformdiskussion: Dieser Teil analysiert die Probleme und Defizite des Wahlsystems, wie z.B. das „Wrong Winner“-Problem, ungleiche Wählergewichtung und die Wahlbeteiligung. Er stellt Reformvorschläge vor und diskutiert deren Chancen und Herausforderungen.
US-amerikanische Präsidentschaftswahlen, Wahlsystem, Demokratiedefizite, Wahlmänner, Verfassungsväter, historische Entwicklung, Reformdiskussion, Reformvorschläge, Wrong Winner, ungleiche Wählergewichtung, Wahlbeteiligung, historische Institutionalismus, Wahlkampf, Kandidatenauswahl.
Die Schöpfer der Verfassung entschieden sich bewusst gegen eine Direktwahl und für das System der Wahlmännerstimmen, um bestimmte politische Kompromisse einzugehen und die Macht zu verteilen.
Das Problem beschreibt Situationen, in denen ein Kandidat Präsident wird, obwohl er nicht die Mehrheit der landesweiten Wählerstimmen (Popular Vote) erhalten hat, sondern nur die Mehrheit der Wahlmännerstimmen.
Wahlmänner sind weiterhin die entscheidende Instanz bei der Wahl des Präsidenten. Das System basiert grundlegend immer noch auf den Regeln der Verfassungsväter, auch wenn sich die Auswahlprozesse demokratisiert haben.
Reformen scheitern oft an den hohen Hürden für Verfassungsänderungen, den Strategien der Reformgegner und den Regeln des Gesetzgebungsprozesses, was durch den historischen Institutionalismus erklärt werden kann.
Zu den diskutierten Alternativen gehören der Distriktplan, der proportionale Plan, der nationale Bonusplan sowie die Einführung einer direkten Präsidentschaftswahl.
Dies ist ein theoretischer Ansatz, der erklärt, warum Institutionen und Regeln über lange Zeit stabil bleiben und warum es so schwierig ist, tief verwurzelte Systeme wie das US-Wahlsystem zu reformieren.
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