Bachelorarbeit, 2016
54 Seiten, Note: 1,0
1. Einleitung
2. Kindliche Sprachentwicklung und Sprachförderung
2.1 Sprachentwicklung
2.1.1 Früher Dialog, Turn-taking und „Lallphase“
2.1.2 Triangulieren und Beginn der Wortschatzentwicklung
2.1.3 Von Proto-Wörtern zur „Wortexplosion“
2.1.4 Funktions- und Symbolspiel
2.1.5 Mehr-Wort-Äußerungen
2.2 Zusätzliche anatomische und medizinische Aspekte
2.3 Zusammenhang von Sprache und Kognition
2.4 Sprachförderung
3. Kommunikationsförderung durch Gebärden
3.1 Gebärdensysteme im Vergleich
3.2 Argumente für und gegen Gebärden
3.2.1 Sprachanbahnende Wirkung und sprachliche Gesamtentwicklung
3.2.2 Entwicklung eines Symbolsystems
3.2.3 Freude und Frust in Bezug auf Kommunikation
3.2.4 Verständnisprobleme
3.2.5 Ressourcen-Orientierung
3.2.6 Einfluss auf die sonstige Entwicklung
3.2.7 Motorik
3.2.8 Alltagstauglichkeit und Kosten
3.2.9 Soziale Anerkennung
3.3 Methodisches Vorgehen in der Arbeit mit Gebärden
3.3.1 Zeitpunkt ihrer Einführung
3.3.2 Auswahl der Gebärden
3.3.3 Rahmenbedingungen für die Arbeit mit Gebärden
3.3.4 Ganzheitlichkeit und Alltagsbezogenheit
3.3.5 Über- und Unterforderung vermeiden
3.3.6 Konkrete Praxisideen
3.4 Kooperation zwischen Kind, Eltern und Fachpersonal
3.4.1 Die Lebenssituation der Familie
3.4.2 Die Arbeitssituation des Fachpersonals
3.4.3 Mögliche Chancen und Schwierigkeiten der Kooperation
4. Kommunikation als entscheidender Faktor für Selbstbestimmung und Teilhabe
4.1 Kommunikation und Selbstbestimmung
4.2 Kommunikation und Teilhabe
5. Fazit
Die Arbeit untersucht, inwieweit gebärden-unterstützte Kommunikation bei Kindern mit Down-Syndrom die Sprachentwicklung fördern und die Selbstbestimmung sowie Teilhabe im Alltag stärken kann.
3.1 Gebärdensysteme im Vergleich
Die meisten Menschen denken an die Deutsche Gebärdensprache (DGS), wenn sie von Gebärden hören. Sie ist eine eigenständige Sprache, mit der sich vor allem Gehörlose verständigen. Es gibt Landessprachen und Dialekte, man kann jeden erdenklichen Sachverhalt mit ihr ausdrücken, Grammatik und Syntax weichen von der Lautsprache ab. Sie für den Zweck der Sprachförderung von Kindern mit DS zu erlernen, ist daher weder nötig noch sinnvoll. Wichtig ist sie aber insofern, da einzelne Systeme Gebärden aus der DGS entnommen haben. 1977 erschien das „Gebärdenlexikon“ und bot erstmals ein Nachschlagewerk für deutsche Gebärden.
In Anlehnung an diese oder unabhängig davon entwickelten sich in Einrichtungen für Menschen mit geistiger Behinderung Gebärdensysteme. Dem Nachteil dieser unterschiedlichen Systeme, z.B. bei einem Umzug einer Person in eine andere Einrichtung, wurde durch die Gebärdensammlung „Schau doch meine Hände an“ 1999 Abhilfe geschaffen. Sie wurde durch eine Expertenkommission zusammengestellt, die die Sammlungen verglich, und sich auf ca. 600 Gebärden festlegte, die später durch religiöse Gebärden erweitert wurden (vgl. Braun 2003, 7). Das Gebärdenlexikon und das Makaton-Material, das im Folgenden noch erklärt wird, wurden mitberücksichtigt.
1. Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die Schwierigkeiten von Kindern mit Down-Syndrom in der lautsprachlichen Kommunikation und begründet die Motivation, den Einsatz von Gebärden theoretisch und praktisch zu erforschen.
2. Kindliche Sprachentwicklung und Sprachförderung: Dieses Kapitel beschreibt die Etappen der Sprachentwicklung bei Kindern mit Down-Syndrom, analysiert anatomische sowie kognitive Besonderheiten und ordnet verschiedene Ansätze der Sprachförderung ein.
3. Kommunikationsförderung durch Gebärden: Hier werden gängige Gebärdensysteme verglichen, Argumente für den Einsatz analysiert, methodische Vorgehensweisen für die Praxis erläutert und die notwendige Kooperation zwischen allen Beteiligten beleuchtet.
4. Kommunikation als entscheidender Faktor für Selbstbestimmung und Teilhabe: Das Kapitel verknüpft die kommunikativen Fähigkeiten mit dem Menschenrecht auf Teilhabe und Selbstbestimmung und illustriert, warum gelingende Kommunikation eine zentrale Voraussetzung für ein selbstständiges Leben ist.
5. Fazit: Das Fazit fasst zusammen, dass Gebärden eine bereichernde Ergänzung darstellen, um Kommunikationslücken zu schließen und Kinder zu mehr Selbstbestimmung und Teilhabe zu befähigen, ohne dabei durch Förderdruck das kindliche Wohlbefinden zu gefährden.
Down-Syndrom, Gebärden, Sprachförderung, Unterstützte Kommunikation, Sprachentwicklung, Kommunikation, Selbstbestimmung, Teilhabe, GuK, Makaton, Inklusion, Elternarbeit, Lautsprache, Symbolsystem, Frühförderung.
Die Arbeit analysiert, wie Kinder mit Down-Syndrom durch gebärden-unterstützte Kommunikation in ihrer sprachlichen Entwicklung gefördert werden können und warum dies als Basis für Selbstbestimmung und gesellschaftliche Teilhabe dient.
Zentral sind die Sprachentwicklung bei Kindern mit Down-Syndrom, die verschiedenen Gebärdensysteme, die praktische Umsetzung der Kommunikationsförderung sowie die Bedeutung der Zusammenarbeit zwischen Eltern und Fachpersonal.
Das Ziel ist es, herauszufinden, ob und wie Gebärden die Kommunikation von Kindern mit Down-Syndrom in ihrer vorsprachlichen Phase erleichtern und welche langfristige Bedeutung diese Kommunikationsform für ein selbstbestimmtes Leben hat.
Es handelt sich um eine theoretische Auseinandersetzung mit dem Thema, ergänzt durch ein Experteninterview mit Cora Halder, um Erkenntnisse aus der Literatur mit der Praxis zu verknüpfen.
Der Hauptteil beleuchtet die Sprachentwicklung, argumentiert pro und contra Gebärden, gibt methodische Anleitungen zur Einführung im Alltag und erörtert die kooperativen Herausforderungen zwischen Kind, Eltern und Pädagogen.
Die wichtigsten Schlagworte sind Down-Syndrom, gebärden-unterstützte Kommunikation (GuK), Sprachförderung, Inklusion und Selbstbestimmung.
Gebärden fungieren als "Eselsbrücke" und visuelle Unterstützung, da sie die auditive Verarbeitungsschwäche kompensieren und dem Kind helfen, kommunikative Frustration zu vermeiden, während es gleichzeitig die Lautsprache erwirbt.
Ja, die Arbeit betont, dass Förderung ganzheitlich in den Alltag integriert sein sollte und kein starrer "Trainingsplan" werden darf, um die Freude am Lernen und die Eltern-Kind-Beziehung nicht zu belasten.
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