Bachelorarbeit, 2016
103 Seiten, Note: 1,0
1. Einleitung
2. Theoretische Grundlage: Technology Acceptance Model
2.1 Technology Acceptance Model 1
2.2 Erweiterung des Technology Acceptance Model durch externe Faktoren
2.2.1 Technology Acceptance Model 2
2.2.2 Technology Acceptance Model 3
3. Kategorisierung der externen Faktoren
3.1 Kategorisierungssysteme nach Bürg & Mandl (2004) und Bürg et al. (2005)
3.2 Kategorisierungssystem nach Reinmann et al. (2009)
3.3 Entwicklung und Begründung eines eigenen Kategorisierungssystems
4. Ebene des Schulsystems: Schulpolitische Entwicklungen und rechtliche Rahmenbedingungen
4.1 Schulpolitische Entwicklungen
4.1.1 Arbeitszeit
4.1.2 Belastungen und Stressempfinden
4.2 Rechtliche Rahmenbedingungen
4.2.1 Fortbildungsverpflichtung
4.2.2 Vergütung
5. Ebene der einzelnen Schule: Kontextuelle Einflussfaktoren
5.1 Organisationale Rahmenbedingungen
5.1.1 Handlungsspielraum der einzelnen Schule
5.1.2 Rolle der Schulleitung
5.1.3 Integration in bestehende Arbeitsprozesse
5.2 Technische Rahmenbedingungen
5.2.1 Technische Ausstattung der Schule
6. Ebene der einzelnen Lehrkraft: Personale Einflussfaktoren
6.1 Kognitive Faktoren
6.1.1 Computer- und Interneterfahrung
6.1.2 E-Learning-Erfahrung
6.2 Motivationale, emotionale und soziale Faktoren
6.2.1 Selbstwirksamkeit in Bezug auf den Umgang mit Computer und Internet
6.2.2 Computerangst
6.2.3 Motivation
6.2.4 Subjektive Norm
7. Ebene der Lernumgebung: Merkmale des mediengestützten Fortbildungsangebotes
7.1 Didaktische Gestaltung
7.1.1 Problemorientierte Gestaltung
7.2 Mediale Gestaltung
7.2.1 Verständlichkeit und Wirkung der Medien
7.2.2 User Interface Design
8. Resümee, Diskussion und Ausblick
Die vorliegende Arbeit identifiziert und kategorisiert Einflussfaktoren, die die Teilnahme von Lehrkräften in Baden-Württemberg an mediengestützter Lehrerfortbildung (LFB) beeinflussen, um diese in einem theoretisch fundierten Modell zu strukturieren.
7.1.1 Problemorientierte Gestaltung
Lerntheoretische Positionen und Methoden unterscheiden sich häufig hinsichtlich ihrer Nähe zu den Prämissen der Konstruktion bzw. Instruktion. Unter der Prämisse der Konstruktion wird Lernen als aktiver, selbstgesteuerter, konstruktiver, situativer und sozialer Prozess aufgefasst. Die aktive Rolle im Lerngeschehen nimmt der Lernende und nicht der Lehrende ein. Im Gegensatz dazu geht die Prämisse der Instruktion von einer aktiven Position des Lehrenden und einem rezeptiven Lernenden aus. Unterrichten wird verstanden als anregen, unterstützen, und beraten, sowie anleiten, darbieten und erklären (Reinmann-Rothmeier & Mandl, 2001).
Konstruktion und Instruktion können als Endpunkte eines Kontinuums gesehen werden, die allerdings nie in Reinform realisiert werden können. Lernen erfordert immer Motivation, Interesse und Eigenaktivität des Lernenden; zugleich ist aber auch Orientierung, Anleitung und Hilfe wichtig. Ziel bei der Gestaltung von Lernumgebungen muss es sein, eine Balance zwischen expliziter Instruktion durch den Lehrenden und konstruktiver Aktivität des Lernenden zu finden. Im Zuge dessen gewinnen sogenannte pragmatische Positionen immer mehr an Bedeutung. Ein Beispiel einer solchen pragmatischen Position ist die Problemorientierung (Reinmann-Rothmeier & Mandl, 2001).
Im Zentrum problemorientiert gestalteter Lernumgebungen stehen Probleme, die authentisch, aktuell und für die Lernenden relevant sind (Reinmann-Rothmeier & Mandl, 2001). Die AutorInnen nennen fünf Leitlinien für die Gestaltung problemorientierter Lernumgebungen:
1. Situiert und anhand authentischer Probleme lernen: Ausgangspunkt von Lernprozessen sind authentische Probleme, die aufgrund ihres Realitätsgehalts und ihrer Relevanz zum Lernen motivieren. Authentizität und Situiertheit sichern einen hohen Anwendungsbezug beim Lernen (Reinmann-Rothmeier & Mandl, 2001).
2. In multiplen Kontexten lernen: Neu erworbene Kenntnisse und Fertigkeiten sollen nicht nur auf eine bestimmte Situation / ein bestimmtes Problem anwendbar bleiben. Deshalb werden dieselben Inhalte in verschiedenen Kontexten gelernt. Dies sichert eine gute Nutzung des Gelernten (Reinmann-Rothmeier & Mandl, 2001).
3. Unter multiplen Perspektiven lernen: Lernumgebungen sollen es den Lernenden ermöglichen, Inhalte / Probleme aus verschiedenen Blickwinkeln zu betrachten. Dies sichert die Flexibilität bei der Anwendung des Gelernten (Reinmann-Rothmeier & Mandl, 2001).
1. Einleitung: Dieses Kapitel führt in die drei Phasen der Lehrerbildung in Baden-Württemberg ein, betont die Bedeutung der Lehrerfortbildung (LFB) und umreißt die Problemstellung der Arbeit sowie die Notwendigkeit mediengestützter LFB.
2. Theoretische Grundlage: Technology Acceptance Model: Hier wird das Technology Acceptance Model (TAM 1) als theoretische Basis zur Prognose der Technologieakzeptanz vorgestellt und dessen Erweiterungen (TAM 2, TAM 3) diskutiert.
3. Kategorisierung der externen Faktoren: Dieses Kapitel analysiert existierende Kategorisierungssysteme und leitet daraus ein eigenes, spezifisch auf die Lehrkräfte zugeschnittenes System ab.
4. Ebene des Schulsystems: Schulpolitische Entwicklungen und rechtliche Rahmenbedingungen: Der Fokus liegt auf der Analyse von Einflussfaktoren wie Arbeitszeit, Belastungen sowie rechtlichen Rahmenbedingungen in Baden-Württemberg.
5. Ebene der einzelnen Schule: Kontextuelle Einflussfaktoren: Es werden organisationale Faktoren, wie der Handlungsspielraum der Schule, die Rolle der Schulleitung und die Integration in Arbeitsprozesse sowie technische Rahmenbedingungen beleuchtet.
6. Ebene der einzelnen Lehrkraft: Personale Einflussfaktoren: In diesem Kapitel werden kognitive Faktoren (Erfahrung) sowie motivationale, emotionale und soziale Faktoren (Selbstwirksamkeit, Angst, Motivation, Subjektive Norm) analysiert.
7. Ebene der Lernumgebung: Merkmale des mediengestützten Fortbildungsangebotes: Hier werden didaktische (Problemorientierung) und mediale Aspekte (Verständlichkeit, Design) hinsichtlich ihrer Bedeutung für die Akzeptanz untersucht.
8. Resümee, Diskussion und Ausblick: Das abschließende Kapitel fasst die theoretischen und empirischen Erkenntnisse zusammen, diskutiert die Limitationen und gibt einen Ausblick auf zukünftigen Forschungsbedarf.
Lehrerfortbildung, mediengestützte Lehrerfortbildung, E-Learning, Technology Acceptance Model, Lehrkräfte, Baden-Württemberg, Einflussfaktoren, Kategorisierungssystem, berufliche Kompetenz, Schulleitung, Selbstwirksamkeit, Motivation, didaktische Gestaltung, Schulentwicklung, Digitalisierung.
Die Arbeit untersucht, welche Faktoren die Teilnahme von Lehrkräften in Baden-Württemberg an mediengestützten Fortbildungen (LFB) beeinflussen und wie diese Faktoren systematisch kategorisiert werden können.
Die Arbeit behandelt Themen wie das Technology Acceptance Model, schulpolitische und rechtliche Rahmenbedingungen in Baden-Württemberg, organisationale Aspekte auf Schulebene, kognitive und motivationale Merkmale von Lehrkräften sowie didaktische und mediale Aspekte der Gestaltung von Fortbildungsangeboten.
Das primäre Ziel ist es, ein Kategorisierungssystem zu entwickeln, das Einflussfaktoren auf die Teilnahme an mediengestützter LFB identifiziert und strukturiert, um so einen Beitrag zur Schließung bestehender Forschungslücken in diesem Bereich zu leisten.
Die Arbeit nutzt eine theoretisch-analytische Methode, indem sie aktuelle wissenschaftliche Literatur und empirische Studien (wie z.B. TALIS-Daten oder das Technology Acceptance Model) sichtet und synthetisiert, um daraus ein eigenes, auf Lehrkräfte zugeschnittenes Modell zu begründen.
Der Hauptteil gliedert sich in vier Analyseebenen: die Ebene des Schulsystems (rechtlich/politisch), die Ebene der einzelnen Schule (organisational/technisch), die Ebene der Lehrkraft (personal/kognitiv/emotional) und die Ebene der Lernumgebung (didaktisch/medial).
Zentrale Begriffe sind neben der Lehrerfortbildung und dem E-Learning insbesondere das Technology Acceptance Model, die Akzeptanzforschung, die Rolle der Schulleitung und die spezifischen Voraussetzungen von Lehrkräften im föderalen System Baden-Württembergs.
Die Schulleitung nimmt eine zentrale Schlüsselrolle ein, da sie über den Handlungsspielraum der Schule entscheidet, für die Informationsweitergabe über Fortbildungsangebote zuständig ist und durch ihre Unterstützung bzw. Einstellung direkt die Akzeptanz und Motivation der Lehrkräfte beeinflusst.
Das TAM gilt als eines der stabilsten Modelle zur Vorhersage der Technologieakzeptanz und bietet eine fundierte theoretische Grundlage, um externe Einflussvariablen zu identifizieren, die im schulischen Kontext für die Nutzung von E-Learning entscheidend sind.
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