Masterarbeit, 2017
95 Seiten, Note: 1,3
1 Einleitung
2 Shareholder Activism – Definition, Modell und die kommunikativen Herausforderungen
2.1 Definitionen des Shareholder Activism und Abgrenzungen
2.2 Shareholder Activism – ein Framework nach Black und Rho
2.3 Kommunikation als Druckmittel – Aktivisten und die Medien
3 Theoretische Grundlagen
3.1 Kommunikationstheorien als Analysewerkzeuge der Shareholder Kommunikation
3.1.1 Unternehmenskommunikation und PR als offene Systeme
3.1.2 Integrierte (Unternehmens-)Kommunikation
3.1.3 Das Fertigkeitenmodell nach Hargie und Kollegen
3.1.4 Massenkommunikation und die Gatekeeper-Theorie
3.1.5 Der Persuasionsprozess und seine Erfolgsszenarien
3.2 Ausgewählte Grundzüge der Spieltheorie
3.2.1 Die Entscheidungstheorie und spieltheoretische Grundlagen
3.2.2 Darstellungsformen und zeitliche Abfolge von Spielen
3.2.3 Spezielle Spielstrategien und unvollständige Information
4 Entwicklung des spieltheoretischen Netz-Kommunikations-Modells
4.1 Rahmenfaktoren, Axiome und der zeitliche Horizont
4.2 Akteure, Interaktionen und Kommunikation
4.3 Auszahlungen und Lösungsstrategien beim Shareholder Activism
4.4 Der praktische Lösungsansatz einer digitalen Verbesserungs- und Kommunikationsplattform
4.4.1 Anbindung und Zugangsberechtigungen
4.4.2 Interaktionsprozesse
4.4.3 Zusatzfunktionen und Fazit
5 Diskussion der Ergebnisse
6 Zusammenfassung und Ausblick
Die Arbeit untersucht, inwieweit die Kommunikation der Unternehmensführung Einfluss auf potenzielle Shareholder-Activism-Aktivitäten hat und wie diese Potenziale positiv in den Unternehmensalltag integriert werden können. Ziel ist die Entwicklung eines spieltheoretischen Netz-Kommunikations-Modells sowie eines digitalen Lösungsansatzes, um die durch aktive Mitgestaltung der Shareholder entstehenden Kosten zu minimieren und innovative Strömungen frühzeitig nutzbar zu machen.
2.1 Definitionen des Shareholder Activism und Abgrenzungen
Der Begriff des Shareholder Activism ist je nach Schwerpunkt der wissenschaftlichen Ausarbeitung und je nach Perspektive des Autors unterschiedlich. Dies macht schon die kleine Übersicht, die in Abbildung 1 vorgenommen wird, deutlich. Aus diesem Grund ist es wichtig zunächst eine Definition dieses Begriffs zu verfassen bzw. eine Abgrenzung und die dadurch vorgenommene Präzession durch eine Aufnahme ausgewählter, für diese Arbeit relevanten Definitionen vorzunehmen, um mögliche Missverständnisse beim Leser auszuräumen. Gleichzeitig soll zudem die Nachvollziehbarkeit gewährleistet werden, die zu einer fachlich fundierten Kritik dieser Arbeit führen kann. Bei der Auswahl der hier verwendeten Literatur wurde darauf geachtet, dass die Definitionen den Anforderungen nach Kornmeier gerecht werden und somit im besonderen Maße der Abgrenzung und Zweckmäßigkeit dieser wissenschaftlichen Arbeit dienen.
Zu Beginn lässt sich die in der Literatur vorgenommene Differenzierung der Begrifflichkeiten Shareholder Activism und Hedge Funds Activism herausstellen. In der Fachliteratur, der Öffentlichkeit und der Presse wird diese Untergliederung nicht immer eindeutig vorgenommen und es findet eine synonyme Verwendung statt, dennoch sollen an dieser Stelle Gemeinsamkeiten sowie Unterschiede anhand der in Abbildung 1 vorgenommenen Auflistung von Definitionen aufgezeigt werden. Grundsätzlich lässt sich zwar festhalten, dass rein von den Akteuren, die bei dem klassischen Shareholder Activism aktiv werden, institutionelle Anleger agieren und beim Hedge Funds Activism, alternative Anlagemanager in Form von Private Equity oder Hedge Fonds auf das Unternehmensgeschehen einwirken wollen. Allerdings ist es nicht unerheblich zu erfahren, inwiefern sich definitorisch der Hedge Funds Activism in seinen Charakteristika vom klassischen Shareholder Activism unterscheidet.
1 Einleitung: Die Einleitung beleuchtet den Trend des Shareholder Activism und die damit verbundenen Herausforderungen für die Unternehmensführung sowie die Forschungsrelevanz des Themas.
2 Shareholder Activism – Definition, Modell und die kommunikativen Herausforderungen: Dieses Kapitel definiert Shareholder Activism, grenzt ihn von Hedge Funds Activism ab und thematisiert die Rolle der Kommunikation als Druckmittel.
3 Theoretische Grundlagen: Hier werden die theoretischen Fundamente aus Kommunikationstheorien und der Spieltheorie für das neu zu entwickelnde Modell erarbeitet.
4 Entwicklung des spieltheoretischen Netz-Kommunikations-Modells: Dieses zentrale Kapitel synthetisiert die Theorien, entwickelt das spieltheoretische Modell und präsentiert den digitalen Lösungsansatz INCOST.
5 Diskussion der Ergebnisse: Das Kapitel reflektiert kritisch die theoretische Modellbildung, die praktische Umsetzbarkeit und die Herausforderungen bezüglich Kosten und Datenschutz.
6 Zusammenfassung und Ausblick: Die Arbeit fasst die Erkenntnisse zusammen, bewertet das Modell im Kontext des Stada-Falls und zeigt weiteren Forschungsbedarf auf.
Shareholder Activism, Spieltheorie, Unternehmenskommunikation, Investor Relations, Kommunikationstheorie, Hedge Funds Activism, Digitale Plattform, Stakeholder, Unternehmensführung, Netz-Kommunikations-Modell, Corporate Governance, Interaktion, Entscheidungsfindung, Strategie, INCOST.
Die Arbeit analysiert den Shareholder Activism als Phänomen, bei dem Anteilseigner aktiv auf die Unternehmenspolitik einwirken, und untersucht, wie Unternehmen diesen Prozess durch gezielte Kommunikation und digitale Plattformen steuern können.
Zentral sind die Schnittmengen zwischen Shareholder Activism, spieltheoretischen Entscheidungskalkülen und moderner, digitaler Unternehmenskommunikation.
Das Hauptziel ist die Entwicklung eines spieltheoretischen Modells zur besseren Steuerung von Interaktionen zwischen Unternehmensführung und aktivistischen Aktionären sowie die Konzeption eines digitalen Lösungsansatzes.
Es werden kommunikationswissenschaftliche Theorien mit spieltheoretischen Ansätzen verknüpft, um ein Modell für sequenzielle Entscheidungen im Finanzmarkt zu erstellen.
Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Fundierung, die Entwicklung des spieltheoretischen Netz-Kommunikations-Modells und die praktische Ausarbeitung der digitalen Plattform INCOST.
Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie Shareholder Activism, Spieltheorie, Unternehmenskommunikation und digitale Dialogführung charakterisiert.
Das Modell teilt den Prozess in drei Zeitpunkte ein: t0 (Entscheidung der Unternehmensleitung), t1 (Reaktion des aktivistischen Shareholders) und t2 (unabhängige Auszahlungsphase der Akteure).
Medien fungieren als Gatekeeper, die den Kommunikationsfluss zwischen Unternehmen und Shareholdern filtern und kommentieren können.
INCOST soll als zentrales, digitales Tool eine konstruktive Kommunikationsbasis schaffen, den Austausch verbessern und aktivistische Bestrebungen präventiv in den Unternehmensalltag integrieren.
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