Masterarbeit, 2015
90 Seiten, Note: 1,3
1. Einleitung
2. Begriffsbestimmungen
2.1 Definition des Begriffes ‚Krankheit‘
2.2 Definition des Begriffes ‚Störung‘
3. Die bipolar affektive Störung
3.1 Definition und Klassifikation
3.2 Die depressiven Episoden
3.3 Die manischen Episoden
3.4 Prognose und Symptomatik
3.5 Sonderform: Mischzustand
3.6 Verlauf
3.7 Auftreten der Erkrankung
3.8 Komplikationen
3.9 Frühe Anzeichen
3.10 Ätiologie
4. Definition des Begriffes ‚Stress‘
4.1 Vulnerabilitäts-Stress-Modell
4.2 Die Stressreaktion
4.3 Stressbewältigung
5. Neurobiologie der Erkrankung
6. Gruppenspezifische Sonderfälle der bipolaren Erkrankung
6.1 Bipolare Erkrankungen im Kindes- und Jugendalter
6.2 Bipolare Störungen bei Leistungssportlern
6.2.1 Übertraining und Übertrainingssyndrom
7. Behandlungsmöglichkeiten einer bipolaren Störung
7.1 Pharmakotherapie
7.2 Psychotherapie
7.2.1 Kognitive Verhaltenstherapie
7.2.2 Psychoanalytische Therapie
7.2.3 Tiefenpsychologisch fundierte Therapie
7.2.4 Gesprächspsychotherapie
7.2.5 Systemische (Familien-)Therapie
7.3 Soziotherapie
7.4 Ergänzende Therapiemaßnahmen
8. Sporttherapie als ergänzende Therapiemaßnahme
8.1 Definition der Sporttherapie
8.2 Allgemeine Sporttherapie
8.3 Spezielle Sporttherapie
8.4 Grundvoraussetzungen des Sporttherapiebegriffs
8.5 Konzeptionelle Ansätze
8.6 Ziele der Sporttherapie
8.6.1 Ziele in der Depressionstherapie
8.6.2 Ziele in der Manietherapie
9. Sporttherapiegestaltung und ihre Möglichkeiten
9.1 Kraft- und Ausdauertraining
9.2 Koordinations- und Wahrnehmungsschulung
9.3 Spiel
9.4 Entspannungsübungen
9.5 Gymnastik
10. Stressbewältigung mittels Sporttherapie
11. Parameter der Sporttherapie bei bipolaren Erkrankungen
11.1. Trainingsintensität
11.2. Trainingshäufigkeit
11.3. Indikationen und Kontraindikationen
11.3.1 Indikationen
11.3.2 Kontraindikationen
11.4. Compliance
11.5. Nebenwirkungen
11.6 Mögliche Effekte der Sporttherapie
11.6.1 Physische Effekte
11.6.2 Psychische Effekte
12. Ausdauertraining oder Antidepressivum?
12. 1 Relevante Hormone des Ausdauertrainings
13. Exemplarische Konzeption einer Sporttherapie bei depressiven Patienten
14. Schulsportunterricht bei psychischer Erkrankung
14.1 Übungen zur Entspannung in der Schule
14.1.1 Die Schaukel
14.1.2 Der Überschlag
14.1.3 Der Baum
14.1.4 Die Blume
14.1.5 Die Katze
14.1.6 Die Schlange Kaa
14.1.7 Der fröhliche Frosch
14.1.8 Der Hund
14.1.9 Der Drehsitz
14.1.10 Die Heuschrecke
14.1.11 Die Energie-Kerze
15. Vorschlag eines Konzeptentwurfes für den praktischen Alltag
15.1 Motivation und Idee
15.2 Aufbau der Trainingseinheiten
15.3 Begründung der Sportdisziplinen
15.3.1 Aquafitness
15.3.2 Lauftraining
15.3.3 Kräftigungs- und Dehnübungen
15.3.4 Entspannung und Körperwahrnehmung
15.4 Rahmenbedingungen
15.4.1 Gruppengröße
15.4.2 Zeitaufwand
15.4.3 Personal
15.5 Vorbereitungen
15.6 Übergeordnete Ziele
15.7 Materialwahl
15.8 Kombination aus Lauftraining, Kräftigung und Dehnung
15.8.1 Korrekte Lauftechnik
15.8.2 Laufen
15.8.3 Kräftigung mit dem Theraband
15.8.3.1 ‚Seithebe‘
15.8.3.2 ‚Rückenstreckung‘
15.8.3.3 ‚Zweiarmiges Rudern‘
15.8.3.4 ‚Vertikal Rudern‘
15.8.3.5 ‚Ziehen‘
15.8.3.6 ‚Vor der Brust halten‘
15.8.4 Dehnübungen
15.8.4.1 ‚Kniebeuger‘
15.8.4.2 ‚Oberschenkeldehner‘
15.8.4.3 ‚Schulterdehner‘
15.8.4.4 ‚Schmetterling‘
15.8.4.5 ‚Kniezieher‘
15.8.4.6 ‚Brustdehner‘
15.8.4.7 ‚Rumpfbeuge‘
15.8.5 Entspannen
15.9 Übungen mit dem Theraband für zu Hause
15.9.1 ‚Streckung‘
15.9.2 ‚Brustpresse‘
15.9.3 ‚Spannung in Hocke‘
15.10 Aquafitness/-joggingeinheit
15.10.1 Ziele der Aquatrainingseinheit
15.10.2 Organisation des Aquatrainings
15.10.2.1 Organisationsform
15.10.2.2 Trainingsmethode
15.10.2.3 Musikauswahl
15.10.2.4 Zusätzliche Kontraindikationen
15.10.3 Aufbau des Aquatrainings
15.10.3.1 Wassergewöhnung und Dehnung
15.10.3.1.1 ‚Gleiten der Arme‘
15.10.3.1.2 ‚Schwingen der Beine‘
15.10.3.1.3 ‚Seitliche Rotation‘
15.10.3.1.4 ‚Beckentanz‘
15.10.3.1.5 ‚ Achter‘
15.10.3.1.6 ‚Hänger‘
15.10.3.2 Hauptteil
15.10.3.2.1 Entspannung und Ausklang
16. Zusammenfassung und Fazit
Die Arbeit untersucht das Potenzial von Sporttherapie als ergänzende Behandlungsmethode bei bipolaren Störungen. Dabei steht insbesondere die Frage im Vordergrund, inwiefern gezielte sportliche Aktivitäten, wie Laufen oder Aquafitness, bei depressiven Episoden den Leidensdruck mindern, die psychische Stabilität fördern und als nicht-invasive Unterstützung zur klassischen Pharmakotherapie oder Psychotherapie dienen können.
3.6 Verlauf
Der Verlauf der Erkrankung ist sehr individuell, da er von zahlreichen Faktoren abhängt. Faktoren wie Schweregrad der Krankheit, Alter der Erstmanifestation, Häufigkeit der verschiedenen Episoden, komorbide („...Auftreten von zwei oder mehreren psychiatrischen Störungen oder Persönlichkeitsstörungen...“ (EBDD 2015)) Zustände, Zyklusmuster und eventuell vorliegendes Rapid cycling bestimmen den einzelnen Verlauf. Der gesamte Hergang ist ebenfalls stets wesentlich von der Bereitschaft zur Behandlung abhängig (vgl. PSYCHOSE.DE 2015).
Ebenfalls entscheidend sind die verschiedenen Typen der Krankheit. Es gibt drei Unterteilungen der bipolaren Erkrankung, die Bipolar I-, Bipolar II- und die Zyklothyme Störung. Von Bipolar I spricht man, wenn der Betroffene mindestens eine 14 Tage lang andauernde manische und mindestens eine depressive Episode hatte. Bipolar II meint Betroffene, die mindestens eine 14 Tage lang andauernde depressive Episode und mindestens eine manische Episode hatten. Spricht man von einer zyklothymen Störung, so meint man Betroffene, die innerhalb eines Zeitraums von mindestens zwei Jahren ständig leichte und manische Schwankungen erleben, wobei die einzelnen Phasen nicht alle Kriterien einer ‚echten‘ Manie oder Depression erfüllen (vgl. DGBS 2015).
Bei einer Bipolar I- Störung treten bei insgesamt 90 Prozent der Erkrankten mehrere Episoden auf. Davon sind durchschnittlich 10-20 Prozent Manien, deutlich häufiger sind dementsprechend die depressiven Episoden. Ist die psychische Störung unbehandelt, so treten durchschnittlich in den ersten zehn Jahren vier Episoden auf. 60 bis 70 Prozent der Betroffenen wechseln nach der manischen Episode unmittelbar in eine depressive Episode über. 90 Prozent der Betroffenen haben zwischen den Phasen keine Symptome. Außerhalb der Phasen gibt es jedoch einen geringen Teil der Erkrankten, der Restsymptome, vor allem Stimmungslabilität, jedoch auch leicht depressive Stimmung oder intellektuelle Einschränkungen durch beispielsweise Konzentrations- und Aufmerksamkeitsschwierigkeiten, verspürt.
1. Einleitung: Einführung in die Thematik der bipolaren Störung und Darstellung der Relevanz von Sporttherapie als ganzheitlicher Behandlungsansatz.
2. Begriffsbestimmungen: Definition der zentralen Termini 'Krankheit' und 'Störung' zur Abgrenzung und Einordnung im Kontext der Psychiatrie.
3. Die bipolar affektive Störung: Detaillierte Darstellung der Klassifikation, Symptomatik, Verlaufsformen und der Ätiologie der Erkrankung.
4. Definition des Begriffes ‚Stress‘: Untersuchung der Rolle von Stress als Auslöser für bipolare Störungen inklusive Erläuterung des Vulnerabilitäts-Stress-Modells.
5. Neurobiologie der Erkrankung: Analyse der neurobiologischen Grundlagen, chemischen Signalübertragungen und veränderten Hirnstrukturen bei bipolaren Patienten.
6. Gruppenspezifische Sonderfälle der bipolaren Erkrankung: Erörterung der besonderen Aspekte bei Kindern, Jugendlichen und Leistungssportlern im Kontext der Störung.
7. Behandlungsmöglichkeiten einer bipolaren Störung: Überblick über etablierte medizinische und therapeutische Interventionen wie Pharmakotherapie, Psychotherapie und Soziotherapie.
8. Sporttherapie als ergänzende Therapiemaßnahme: Definition und theoretische Fundierung der Sporttherapie sowie Erläuterung ihrer Zielsetzungen.
9. Sporttherapiegestaltung und ihre Möglichkeiten: Beschreibung der verschiedenen Module in der Sporttherapie, wie Kraft, Ausdauer, Koordination und Spiele.
10. Stressbewältigung mittels Sporttherapie: Erläuterung, wie Sport spezifisch zur Stressregulation und zur Stärkung der psychischen Belastbarkeit beitragen kann.
11. Parameter der Sporttherapie bei bipolaren Erkrankungen: Festlegung von Rahmenbedingungen wie Trainingsintensität, Häufigkeit sowie Klärung von Indikationen und Kontraindikationen.
12. Ausdauertraining oder Antidepressivum?: Untersuchung der Wirksamkeit von Ausdauertraining als mögliche Alternative oder Ergänzung zu medikamentösen Behandlungen.
13. Exemplarische Konzeption einer Sporttherapie bei depressiven Patienten: Vorstellung eines strukturierten Therapiekonzepts für die praktische Anwendung.
14. Schulsportunterricht bei psychischer Erkrankung: Fokus auf die Bedeutung und Umsetzung von Entspannungs- und Bewegungsübungen für psychisch belastete Schüler.
15. Vorschlag eines Konzeptentwurfes für den praktischen Alltag: Detaillierter Leitfaden für ein Wochenkonzept inklusive Aquafitness und Lauftraining zur therapeutischen Nutzung.
16. Zusammenfassung und Fazit: Resümee der Arbeit und Ausblick auf die Bedeutung von Sporttherapie in der zukünftigen psychiatrischen Versorgung.
Bipolare Störung, Sporttherapie, Depression, Manie, Ausdauertraining, Stressbewältigung, Vulnerabilitäts-Stress-Modell, Neurobiologie, Aquafitness, Psychische Gesundheit, Therapiekonzept, Compliance, Körperwahrnehmung, Psychiatrie, Rehabilitation
Die Arbeit befasst sich mit dem Einsatz der Sporttherapie als ergänzende, nicht-invasive Therapiemaßnahme bei der Behandlung von Patienten mit bipolaren affektiven Störungen.
Zentral sind die theoretischen Grundlagen der Erkrankung, die neurobiologischen Zusammenhänge zwischen Stress und der Störung sowie die praktische Gestaltung und Konzeption von sporttherapeutischen Programmen.
Das primäre Ziel ist es, aufzuzeigen, wie durch Sport das Wohlbefinden und die psychische Stabilität bipolar erkrankter Menschen verbessert werden können, insbesondere während depressiver Episoden.
Die Arbeit basiert auf einer fundierten Literaturanalyse bestehender Studien und wissenschaftlicher Modelle zu den Themen Psychiatrie, Sportmedizin und Neurobiologie.
Im Hauptteil werden sowohl theoretische Konzepte (z.B. Stressreaktion, Neurobiologie) als auch praktische Ansätze, wie ein spezifisches Konzept für Lauftraining und Aquafitness, erläutert.
Die Arbeit wird primär durch Begriffe wie Bipolare Störung, Sporttherapie, Stressbewältigung, Neuroplastizität, Compliance und Psychosomatik charakterisiert.
Während bei Depressionen das Ziel die Aktivierung des Patienten und die Reduktion der Passivität ist, liegt bei manischen Phasen der Fokus auf der Zentrierung und Beruhigung des Patienten.
Aquafitness ist aufgrund des Wasserauftriebs gelenkschonend, ermöglicht eine neue Körperwahrnehmung und bietet eine effektive Kombination aus Ausdauer- und Krafttraining bei geringerem psychischem Druck.
Dieser Effekt beschreibt die erhöhte Anfälligkeit für Infektionen nach intensiver sportlicher Belastung, weshalb in der Sporttherapie besonders auf ausreichende Regeneration und Wärmeerhalt geachtet werden muss.
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