Bachelorarbeit, 2004
55 Seiten, Note: 1,0
1 Wandel zur Wissensgesellschaft
2 Wissen in Organisationen
2.1 Begriffshierarchie Daten, Information und Wissen
2.2 Wissensarten
2.2.1 Implizites und explizites Wissen
2.2.2 Individuelles und kollektives Wissen
3 Wissensmanagement
3.1 Überblick und Definition
3.2 Klassifikation der Ansätze
3.3 Prozess des Wissensmanagements
3.3.1 Kreislaufmodell nach Probst et al.
3.3.2 Instrumente und Methoden
3.4 Gestaltungsfelder des Wissensmanagements
3.4.1 Strategie und Evaluation
3.4.2 Personalmanagement
3.4.3 Prozessorganisation
3.4.4 Unterstützungstechnologie
4 Konzepte für die Umsetzung im Unternehmen
4.1 Wissensstrukturierung und -modellierung
4.1.1 Modellierung wissensintensiver Prozesse
4.1.2 Modellierung von Wissen
4.2 Informationsextraktion und Data Mining
5 Wissensintensive Unternehmensportale
5.1 Definition und Klassifikation von Portalen
5.2 Stand der Technik
5.3 Architektur wissensorientierter Portale
5.3.1 Integrierte Benutzeroberfläche
5.3.2 Personalisierungsdienste
5.3.3 Wissensdienste
5.3.3.1 Content Management
5.3.3.2 Kompetenz Management
5.3.3.3 Management von Communities, Kooperation
5.3.3.4 Suche und Navigation
5.4 Integration
5.4.1 Integration auf der Präsentationsebene
5.4.2 Integration auf der Anwendungsebene
5.4.3 Integration auf der Datenebene
5.5 Stand der Umsetzung
6 Anforderungen an ein wissensorientiertes Hochschulportal
6.1 Motivation
6.2 WM an Hochschulen
6.3 Ziele und Ist-Zustand
6.4 Anforderungen
6.5 Wirtschaftlichkeit
7 Fazit
Die Arbeit untersucht das Potenzial von Unternehmensportalen als technologische Integrationsplattform für das Wissensmanagement, mit dem Ziel, die Kluft zwischen Wissensstrategie und IT-Systemen zu schließen. Dabei wird analysiert, wie diese Portale Prozesse unterstützen und als zentraler Zugriffspunkt für Wissen dienen können, inklusive einer fallbezogenen Anforderungsanalyse für ein Hochschulportal.
3.3.1 Kreislaufmodell nach Probst et al.
Bei der Einführung und konkreten Verwirklichung des betrieblichen WM spielen praktisch umsetzbare Modelle eine entscheidende Rolle. Von diesen wird vorwiegend verlangt, dass sie praxistauglich sind und umsetzbare Anregungen liefern sowie die wesentlichen Elemente zur Unterstützung des gezielten Umgangs mit der Ressource Wissen aufgreifen [LEHN00, S. 261].
Aus der Vielzahl verschiedener Modellvorschläge wurde der im deutschsprachigen Raum bekannteste Ansatz ausgewählt. Von Probst et al. im Jahre 1997 erstmals vorgestellt, setzt er sich aus einzelnen Bausteinen zusammen, die jeweils einen Teilaspekt des WM abbilden. Nach Meinung des Autoren können mit Hilfe dieses Ansatzes zum Einen die Aktivitäten des WM treffend beschrieben werden. Zum Anderen eignet sich dieses Modell gut für die Darstellung der möglichen Interventionsfelder für WM-Maßnahmen, welche im weiteren Verlauf der Arbeit noch Gegenstand der Betrachtung sein werden. Abbildung 3 zeigt das Modell und seine Bausteine im Überblick:
1 Wandel zur Wissensgesellschaft: Beschreibt den strukturellen Wandel in der Geschäftswelt hin zur Informations- und Wissensintensität sowie die daraus resultierende Notwendigkeit für Wissensmanagement.
2 Wissen in Organisationen: Klärt den zentralen Wissensbegriff durch die Begriffshierarchie (Daten, Information, Wissen) und differenziert zwischen verschiedenen Wissensarten wie explizitem und implizitem sowie individuellem und kollektivem Wissen.
3 Wissensmanagement: Gibt einen Überblick über Definitionen, Prozessmodelle (nach Probst et al.) und die wesentlichen Gestaltungsfelder des Wissensmanagements.
4 Konzepte für die Umsetzung im Unternehmen: Erläutert Methoden zur Wissensstrukturierung und -modellierung (Prozesse und Wissen) sowie Verfahren zur Informationsextraktion und Data Mining.
5 Wissensintensive Unternehmensportale: Behandelt die Definition, Architektur und Funktionen von Wissensportalen sowie deren Rolle bei der Integration von Inhalten und Systemen.
6 Anforderungen an ein wissensorientiertes Hochschulportal: Analysiert die Anwendung des Wissensmanagement-Konzepts auf Hochschulen am Beispiel der Universität Würzburg, einschließlich Anforderungsanalyse und Wirtschaftlichkeitsbetrachtung.
7 Fazit: Fasst die Ergebnisse zusammen und bewertet die Eignung von Portalen als Integrationsplattform sowie das Potenzial zur Schließung von Wissenslücken.
Wissensmanagement, Unternehmensportale, Wissensarten, Wissensmodellierung, Wissensprozesse, Integrationsplattform, Wissensintensität, Wissensportal, Enterprise Knowledge Portal, Wissensstrukturierung, Wissensdienste, Hochschulportal, Prozessorientierung, Wissensvermittlung, Wissensintegration
Die Arbeit untersucht, wie Unternehmensportale als technologische Integrationsplattform eingesetzt werden können, um das betriebliche Wissensmanagement effektiv zu unterstützen.
Im Mittelpunkt stehen die Grundlagen des Wissensmanagements, die Modellierung von Wissensprozessen sowie die Architektur und Integrationsmöglichkeiten moderner Unternehmensportale.
Das Ziel ist es aufzuzeigen, wie Unternehmensportale eine ganzheitliche Sicht auf das Wissen in einer Organisation ermöglichen und welche Anforderungen bei der Implementierung, insbesondere im Hochschulkontext, zu berücksichtigen sind.
Die Arbeit basiert auf einer Literaturanalyse bestehender Konzepte und Modelle zum Wissensmanagement und zur Portalsystem-Architektur, ergänzt durch eine anwendungsbezogene Anforderungsanalyse für ein Hochschulportal.
Der Hauptteil befasst sich mit der theoretischen Einordnung des Wissensbegriffs, der Darstellung von Wissensmanagement-Kernprozessen, der technischen Konzeption von Unternehmensportalen und der praktischen Anwendung durch eine Anforderungsanalyse für ein Hochschulportal.
Wissensmanagement, Unternehmensportale, Prozessorientierung, Wissensintegration, Wissensmodellierung und Anforderungsanalyse für Hochschulportale.
Ontologien dienen als semantisches Hintergrundwissen, um Inhalte und Beziehungen zwischen verschiedenen Wissenselementen formal zu beschreiben und somit eine kontextbasierte Kommunikation zwischen den Komponenten eines Portals zu ermöglichen.
Der Autor stellt fest, dass Informationen und Wissensquellen an Hochschulen oft redundant, isoliert und nur rudimentär integriert vorliegen, weshalb eine zentrale Integrationsplattform notwendig ist.
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