Bachelorarbeit, 2017
38 Seiten, Note: 1,3
1. »Man kann nicht nicht kommunizieren«
2. Theoretischer Hintergrund
2.1 Terminologische Klärungen
2.1.1 Kommunikation
2.1.2 Medium
2.1.3 Mode
2.2 Theoretische Bezüge: Halo-Effekt
3. Methode
3.1 Stichprobe
3.2 Daten
3.3 Versuchsdurchführung
4. Ergebnisse
5. Diskussion
6. Ausblick
Die vorliegende Arbeit untersucht den Einfluss von Kleidung auf die Fremdwahrnehmung und Persönlichkeitsbeurteilung eines Individuums unter Einbeziehung des ersten kommunikationstheoretischen Axioms von Paul Watzlawick und des psychologischen Halo-Effekts.
2.2 Theoretische Bezüge: Halo-Effekt
Edward Lee Thorndike gilt als Begründer der Terminologie ›Halo-Effekt‹. (Rosenzweig, 2008, S. 72) Er bezieht sich damit 1920 auf den englischen Begriff ›Halo‹ (›Heiligenschein‹). (Thorndike, 1920, S. 25) Erstmals beobachtet wurde das Phänomen des Halo-Effekts im Jahre 1907 von Frederic L. Wells. (Wells, 1907, S. 29)
Thorndike machte während des Ersten Weltkriegs die Beobachtung, dass Instruktionsoffiziere ihre Untergebenen häufig in ähnlichem Maße positiv oder negativ auf Eigenschaften, wie beispielsweise Kondition, Intelligenz und Charakter, einschätzten und beurteilten. (Rosenzweig, 2008, S. 72) Die Offiziere waren anscheinend der Meinung, dass Soldaten mit einem guten Körperbau, guter Haltung und einem ansprechenden Gesicht, Sachen besser erledigen könnten, die faktisch nichts mit ihrem Aussehen oder ihrer Ausstrahlung zu tun hatten. (Rosenzweig, 2008, S. 72) So schätzten sie jene Supersoldaten beim Schuhe putzen oder anderen Tätigkeiten, wie Mundharmonika spielen, aufgrund jener oberflächlichen Begutachtung besser ein. (Rosenzweig, 2008, S. 72)
1. »Man kann nicht nicht kommunizieren«: Das Kapitel führt in die Thematik ein und erläutert anhand eines Beispiels, dass Kleidung als Kommunikationsmedium fungiert und Rückschlüsse auf den Träger zulässt.
2. Theoretischer Hintergrund: Hier werden die zentralen Begriffe Kommunikation, Medium und Mode definiert und theoretisch eingeordnet, gefolgt von einer Erläuterung des Halo-Effekts.
3. Methode: Dieser Abschnitt beschreibt das Studiendesign, die Stichprobenzusammensetzung sowie die Erhebungsinstrumente und die Durchführung des Online-Experiments.
4. Ergebnisse: Die erhobenen Daten werden dargestellt, wobei der Fokus auf den Mittelwerten der Attributszuschreibungen zwischen den beiden Experimentalgruppen liegt.
5. Diskussion: Die Ergebnisse werden interpretiert und die identifizierten Kerndifferenzen in einen theoretischen Kontext zur Außenwirkung modischer und unmodischer Kleidung gesetzt.
6. Ausblick: Der Autor resümiert die Arbeit und schlägt weiterführende Forschungsansätze vor, etwa zu politischen Kleidungsstilen oder dem Einfluss von Markenaufdrucken.
Kommunikationstheorie, Watzlawick, Halo-Effekt, Mode, Kleidung, Außenwirkung, Persönlichkeitsbeurteilung, Feldstudie, Wahrnehmung, Sozialpsychologie, Medium, Modewandel, Image, Selbstbild, Fremdbild.
Die Arbeit untersucht, inwieweit die Kleidung eines Individuums dessen Außenwirkung beeinflusst und welche Eigenschaften ihm aufgrund seines Outfits zugeschrieben werden.
Zentrale Themen sind die Kommunikationstheorie nach Watzlawick, die soziologische Bedeutung von Mode als Medium und die psychologischen Mechanismen des Halo-Effekts.
Es wird untersucht, ob modisch gekleideten Personen im Vergleich zu unmodisch gekleideten qualitativ andere Attribute zugeschrieben werden.
Der Autor führte eine experimentelle Feldstudie mit einem Online-Fragebogen durch, bei der 132 Probanden das Bild einer Person (einmal modisch, einmal unmodisch gekleidet) anhand von Attributskalen bewerteten.
Der Hauptteil gliedert sich in eine fundierte Theoriebildung zu Kommunikation, Medien und Mode sowie die detaillierte Darstellung und Diskussion der empirischen Studienergebnisse.
Die Arbeit lässt sich durch Begriffe wie Halo-Effekt, modische Kommunikation, Fremdwahrnehmung und Attributszuschreibung definieren.
Das Anschreiben stellt einen Kontext zum Model her, hat jedoch als unvermeidliche Variable einen Einfluss auf die Beurteilung, weshalb der Autor primär die Differenzen zwischen den Experimentalgruppen betrachtet.
Modisch gekleidete Personen werden tendenziell als extrovertierter, selbstsicherer und temperamentvoller eingeschätzt, während unmodisch gekleidete Personen eher als zurückhaltend und introvertiert bewertet werden.
Ja, die Hypothese konnte bestätigt werden; die Art der Kleidung erzeugt klischeegeladene Bilder bei den Betrachtern, selbst wenn diese nur über minimale Informationen (Foto und Anschreiben) verfügen.
Der GRIN Verlag hat sich seit 1998 auf die Veröffentlichung akademischer eBooks und Bücher spezialisiert. Der GRIN Verlag steht damit als erstes Unternehmen für User Generated Quality Content. Die Verlagsseiten GRIN.com, Hausarbeiten.de und Diplomarbeiten24 bieten für Hochschullehrer, Absolventen und Studenten die ideale Plattform, wissenschaftliche Texte wie Hausarbeiten, Referate, Bachelorarbeiten, Masterarbeiten, Diplomarbeiten, Dissertationen und wissenschaftliche Aufsätze einem breiten Publikum zu präsentieren.
Kostenfreie Veröffentlichung: Hausarbeit, Bachelorarbeit, Diplomarbeit, Dissertation, Masterarbeit, Interpretation oder Referat jetzt veröffentlichen!

