Masterarbeit, 2017
83 Seiten, Note: 1,3
1 Einleitung
2 Theorie: Multiprofessionelle Teams an inklusiven Schulen
2.1 Schulentwicklung: Von Diskriminierung und Ausgrenzung hin zur Inklusion
2.2 Verschiedene Akteure in multiprofessionellen Teams an inklusiven Schulen
2.3 Was sind Schulbegleiter?
2.3.1 Rolle und Aufgaben von Schulbegleitern
2.3.2 Anstellung
2.3.3 Ausbildung und Qualifikationen
2.3.4 Herausforderungen und Schwierigkeiten
2.4 Aktueller Forschungsstand
3 Methodik
3.1 Vorstudie: Ergebniszusammenfassung der qualitativen Datenerhebung
3.2 Hypothesen
3.3 Hauptstudie: Quantitative Datenerhebung
3.3.1 Struktureller Aufbau des Fragebogens
3.3.2 Akquise der Umfrageteilnehmer
3.3.3 Datengewinnung
3.3.4 Auswertung der Umfrage
3.3.5 Schwierigkeiten bei der Umsetzung
4 Ergebnisse
4.1 Beschreibung der Umfrageteilnehmergruppe
4.2 Arbeitsausgangslage der befragten Schulbegleiter
4.2.1 Schulform, Ansprechpartner und Betreuungsschlüssel
4.2.2 Qualifikation und Erfahrungen
4.3 Bezahlung und Anstellungsverhältnis
4.4 Fortbildungsmöglichkeiten und deren Nutzung
4.5 Schulbegleiter als Teil multiprofessioneller Teams
4.5.1 Professionen im Arbeitsumfeld
4.5.2 Kommunikation und Kooperation im Schulteam
4.5.3 Integration der Schulbegleiter ins Schulteam
4.5.4 Zusammenarbeit: Gelingende Aspekte, Herausforderungen und Zukunftswünsche
4.6 Allgemeine Zufriedenheit und Selbstwirksamkeitserleben
4.7 Thesenüberprüfung
4.7.1 These 1: Arbeit außerhalb der Qualifikationen und des Aufgabenspektrums
4.7.2 These 2: Differenzierung von Materialien durch Schulbegleiter
4.7.3 These 3: Lehrkräfte sind von Inklusion überfordert
4.7.4 These 4: Lehrkräfte fühlen sich durch Schulbegleiter überwacht
4.7.5 These 5: Regelschulen sind derzeit nicht für Inklusion bereit
5 Fazit und Ausblick
Die vorliegende Masterarbeit untersucht die aktuelle Arbeitssituation von Schulbegleitern in Deutschland im Kontext inklusiver Schulen. Das primäre Ziel ist es, die Arbeitsbedingungen, die Mitarbeiterzufriedenheit und die Erfahrungen in multiprofessionellen Teams wissenschaftlich aufzuarbeiten, um ein besseres Verständnis für das Berufsfeld zu schaffen und die Integration der Schulbegleiter in das Schulteam zu bewerten.
2.3.1 Rolle und Aufgaben von Schulbegleitern
Ganz allgemein ist eine Schulbegleitung ein Erwachsener, der ein oder mehrere durch Behinderungen beeinträchtigte Kinder/Jugendliche im Schul- und Ausbildungsalltag begleitet, unterstützt und behinderungsbedingte Defizite kompensiert (vgl. NiBiS 2017; Lebenshilfe Grimma 2013; Pakleppa 2015). Dabei lassen sich die Tätigkeiten in die drei Kategorien „begleitend“, „aktiv unterstützend“ und „gestaltend“ einordnen (vgl. Pakleppa 2015). Das Niedersächsische Landesinstitut für schulische Qualitätsentwicklung fasst die Aufgaben wie folgt zusammen:
Zu den Aufgaben einer Integrationshilfe gehören z. B. Pflegehilfe, Hilfestellung im Unterricht, Unterstützung im sozialen und emotionalen Bereich und der Kommunikation. (NiBiS 2017)
In den Handreichungen verschiedener Träger (vgl. Pakleppa 2015, AWO 2017, AINEO 2017, Paritätischer Wohlfahrtsverband 2017) finden sich als Aufgabenspektrum u.a.:
Kooperation mit Lehrkräften und Eltern
Entlastung von Angehörigen
Hilfe in alltäglichen lebenspraktischen Bereichen (Mobilität und Orientierung, Essen, Toilettengang, Kleidung und Hygiene)
Medizinische/pflegerische Unterstützung
Unterrichtsbezogene Tätigkeiten (Ordnungsprinzipien/Strukturierungshilfe, Bedienung von Hilfsgeräten, Konzentrationsförderung, Hilfestellungen bei der Benutzung von Arbeitsmaterialien, u.v.m.)
Psychische Hilfestellungen
Vermeidung/Umgang mit Stresssituationen
Fremd- und Selbstschutz (bei Verletzungsgefahr und aggressivem Verhalten)
Förderung der sozialen Integration (Verbale und non-verbale Kommunikation, Gruppenarbeiten)
Begleitung auf Exkursionen/Klassenfahrten
Abhängig vom Kind variieren die Aufgaben. Im Vordergrund steht die Förderung der Selbständigkeit, so dass immer weniger Hilfestellungen benötigt werden (vgl. Pakleppa 2015,7). Das Gesamtziel ist die Ermöglichung der Teilhabe des Kindes am gemeinsamen Unterricht (vgl. NiBiS 2017; Entwicklungs-Werk 2014).
1 Einleitung: Diese Einleitung stellt die Bedeutung von Inklusion für das deutsche Schulsystem dar und betont die wachsende Relevanz multiprofessioneller Teamarbeit, insbesondere die Rolle der Schulbegleiter.
2 Theorie: Multiprofessionelle Teams an inklusiven Schulen: Das Kapitel bietet einen theoretischen Rahmen zur Inklusionsentwicklung, definiert das Berufsbild der Schulbegleiter und gibt einen Überblick über den aktuellen Forschungsstand.
3 Methodik: Hier werden das Forschungsdesign, die Vorstudie sowie der Prozess der quantitativen Datenerhebung mittels Online-Fragebogen detailliert beschrieben.
4 Ergebnisse: Dieses Kapitel präsentiert die Daten zu Teilnehmergruppen, Arbeitsbedingungen, Zufriedenheit sowie die detaillierte Überprüfung der fünf aufgestellten Thesen.
5 Fazit und Ausblick: Das abschließende Kapitel fasst die zentralen Erkenntnisse zusammen und bewertet die Integration von Schulbegleitern kritisch vor dem Hintergrund der erhobenen Daten.
Inklusion, Schulbegleitung, Multiprofessionelle Teams, Arbeitsbedingungen, Inklusive Schule, Quantitative Forschung, Mitarbeiterzufriedenheit, Teamarbeit, Integrationshilfe, Lehrkräfte, Schulentwicklung, Sonderpädagogik, Schulalltag, Pädagogische Professionalität, Bezahlung
Die Arbeit widmet sich der Untersuchung der Arbeitsbedingungen, der Zufriedenheit und der praktischen Erfahrungen von Schulbegleitern in Deutschland innerhalb des inklusiven Schulsystems.
Die zentralen Themen umfassen die Rolle der Schulbegleiter im Unterricht, die Kooperation in multiprofessionellen Teams, das Verhältnis zu Lehrkräften sowie die strukturellen Rahmenbedingungen ihrer Anstellung.
Das Ziel ist es, die Frage zu klären, ob Schulbegleiter systematisch in das Schulleben integriert sind oder ob sie eher eine Randposition ("fünftes Rad am Wagen") einnehmen.
Die Autorin nutzt ein zweistufiges Vorgehen: eine explorative qualitative Vorstudie mit Experteninterviews und eine anschließende quantitative Hauptstudie mittels eines deutschlandweiten Online-Fragebogens.
Der Hauptteil analysiert theoretische Hintergründe zur Inklusion, beschreibt die methodische Vorgehensweise und präsentiert die Ergebnisse der Umfrage zu verschiedenen Aspekten wie Qualifikation, Arbeitsalltag, Bezahlung und Teamzusammenarbeit.
Zu den prägenden Begriffen zählen Inklusion, Schulbegleitung, multiprofessionelle Teams, Arbeitsbedingungen und Mitarbeiterzufriedenheit.
Die Zusammenarbeit wird als essenziell, aber oft von Unsicherheiten geprägt beschrieben. Viele Schulbegleiter wünschen sich eine engere Kooperation, berichten jedoch auch von Distanz oder Überforderung bei den Lehrkräften.
Die Arbeit kommt zu dem Schluss, dass Schulbegleiter keineswegs nur eine Randerscheinung sind, sondern eine tragende Rolle spielen, deren Integration jedoch stark von der jeweiligen Schule und der Offenheit des Kollegiums abhängt.
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