Bachelorarbeit, 2017
77 Seiten, Note: 1,7
1 Einleitung
1.1 Problemstellung und Zielsetzung
1.2 Aufbau der Arbeit
2 Geschäftspolitik der Kreditinstitute
2.1 Begriffsbestimmung von Geschäftspolitik
2.2 Bankenstrategie
2.2.1 Strategieentwicklung
2.2.2 Geschäftsmodelle und Strategische Geschäftsfelder
2.3 Geschäftspolitische Ziele
2.3.1 Zielsysteme und Zielbestimmung
2.3.2 1. Ziel: Gewinn / Ertragsgenerierung
2.3.3 2. Ziel: Sicherheit / Risikominimierung
2.3.4 3. Ziel: Liquidität
3 Neue Liquiditäts- und Eigenmittelanforderungen nach Basel III
3.1 Historische Entwicklung von Basel I – Basel III
3.2 Mindestliquiditätsquote – Liquidity Coverage Ratio
3.2.1 Darstellung der LCR
3.2.2 Berechnung der LCR
3.2.3 Erfüllungsstand in Deutschland
3.3 Strukturelle Liquiditätsquote – Net Stable Funding Ratio
3.3.1 Darstellung der NSFR
3.3.2 Berechnung der NSFR
3.3.3 Erfüllungsstand in Deutschland
3.4 Verschuldungsquote – Leverage Ratio
3.4.1 Darstellung der Leverage Ratio
3.4.2 Berechnung der Leverage Ratio
3.4.3 Erfüllungsstand in Deutschland
4 Auswirkungen der neuen Anforderungen
4.1 Auswirkungen auf die Bilanz der Kreditinstitute
4.1.1 Auswirkungen der Liquiditätsanforderungen
4.1.2 Auswirkungen der Leverage Ratio
4.2 Auswirkungen auf die Ertragslage
4.2.1 Auswirkungen der LCR
4.2.2 Auswirkungen der NSFR
4.2.3 Auswirkungen der Leverage Ratio
4.3 Geschäftspolitische Auswirkungen
4.3.1 Auswirkungen der LCR
4.3.2 Auswirkungen der NSFR
4.3.3 Auswirkungen der Leverage Ratio
5 Steuerungs- und Optimierungsmöglichkeiten
5.1 Geschäftspolitische Maßnahmen
5.1.1 Maßnahmen in der Aufbau- und Ablauforganisation
5.1.2 Produktpolitische Maßnahmen
5.2 Maßnahmen der Liquiditäts- und Refinanzierungssteuerung
5.2.1 Mögliche Veränderungen in der Liquiditätssteuerung
5.2.2 Möglichkeiten der Adjustierung der Fundingstruktur
6 Kritische Würdigung und Ausblick
Die Bachelor-Thesis untersucht die Auswirkungen der durch Basel III eingeführten Kennzahlen Leverage Ratio (LR), Liquidity Coverage Ratio (LCR) und Net Stable Funding Ratio (NSFR) auf die Geschäftspolitik und Ertragslage von Kreditinstituten, wobei ein besonderer Fokus auf der Optimierung der Kennzahlerfüllung unter Berücksichtigung der Ertragsmaximierung bei der Landesbank Berlin AG liegt.
1.1 Problemstellung und Zielsetzung
Die Banco Popular Español S.A. wird von der Europäischen Zentralbank nach Artikel 18 (1) des Single Resolution Mechanism als nicht überlebensfähig eingestuft. Zum ersten Mal muss die neue Abwicklungsrichtlinie (BRRD) angewendet werden. Die Abwicklungsbehörde SRB stimmt einer Auffangslösung in Form eines Verkaufs an die Santander Bank zu.
Die jüngsten Schlagzeilen über die heikle Situation einer spanischen Bank sorgen für Angst vor einer zukünftigen Bankenkrise. Der Grund für die kritische Situation des spanischen Kreditinstituts war eine signifikante Verschlechterung der Liquiditätslage in der kürzeren Vergangenheit des Instituts, sodass unsicher war, ob die Bank in der nahen Zukunft ihre Schulden und Verbindlichkeiten hätte bedienen können, was die Einlagen der Kunden in Gefahr brachte. Ein weiteres Problem der Bank ist jedoch ein Bestand von noch 37 Milliarden Euro an notleidenden Krediten aufgrund des Zusammenbruchs des spanischen Immobilienmarkts im Zuge der Finanzkrise in 2008, dessen Risiko nicht mit genügend Eigenkapital abgedeckt ist.
Die oben geschilderte Situation verdeutlicht zwei grundlegende Herausforderungen, denen Banken sich stellen müssen. Zum einen verdeutlich der benannte Fall die hohe Relevanz von Liquidität für die Überlebensfähigkeit der Kreditinstitute ist und zum anderen zeigt der hohe Bestand an risikoreichen Aktiva, wie wichtig es für Banken ist, genügend Eigenkapital zur Absicherung von Risiken vorzuhalten.
Um diese Probleme in der Zukunft vermeiden zu können, führte die Europäische Kommission auf Anraten des Baseler Ausschusses für Bankenaufsicht (BCSBS) die Liquidity Coverage Ratio (LCR - Mindestliquiditätsquote) ein, welche ausreichende kurzfristige Liquidität der Kreditinstitute garantieren soll. Weiter führt sie demnächst auch die Net-Stable-Funding Ratio (NSFR - strukturelle Liquiditätsquote) ein, welche sicherstellen soll, dass eine fristenkongruente Refinanzierung bei den Kreditinstituten erfolgt.
Das zweite beschriebene Problem, das der zu geringen Eigenkapitalvorhaltung, soll mit der Einführung einer der Leverage Ratio (LR – Höchstverschuldungsquote) gelöst werden. Diese soll dafür sorgen, dass die Kreditinstitute, ungeachtet des Risikos der einzelnen Positionen, genügend Eigenkapital zur Absicherung der eingegangenen Risiken besitzen. Ebenso soll sie dadurch die Geschäftstätigkeiten der Kreditinstitute begrenzen.
1 Einleitung: Diese Einleitung führt in die Problematik der Bankenregulierung durch Basel III ein und definiert das Ziel der Arbeit, die Auswirkungen der neuen Kennzahlen zu untersuchen.
2 Geschäftspolitik der Kreditinstitute: Dieses Kapitel vermittelt Grundlagen über die Bankenstrategie, Geschäftsmodelle und die geschäftspolitischen Ziele Gewinn, Sicherheit und Liquidität.
3 Neue Liquiditäts- und Eigenmittelanforderungen nach Basel III: Dieser Teil beschreibt die historische Entwicklung der Baseler Regeln und stellt die Kennzahlen LCR, NSFR und Leverage Ratio inklusive ihrer Berechnungsweise vor.
4 Auswirkungen der neuen Anforderungen: Hier werden die Konsequenzen der neuen Regulatorik auf die Bilanz, die Ertragslage sowie die generelle Geschäftspolitik der Banken analysiert.
5 Steuerungs- und Optimierungsmöglichkeiten: Das Kapitel diskutiert Maßnahmen für Kreditinstitute, um die neuen Anforderungen strategisch effizient zu erfüllen und die Ertragslage zu optimieren.
6 Kritische Würdigung und Ausblick: Der Abschluss fasst die Ergebnisse zusammen und bewertet die Auswirkungen der neuen Regularien kritisch im Hinblick auf zukünftige Entwicklungen.
Basel III, Leverage Ratio, Liquidity Coverage Ratio, Net Stable Funding Ratio, Bankenregulierung, Geschäftspolitik, Eigenkapital, Liquiditätsrisiko, Bilanzstruktur, Ertragslage, Risikomanagement, Landesbank Berlin AG, Refinanzierung, Kreditrisiko, Banksteuerung.
Die Arbeit analysiert die Auswirkungen der neuen bankenaufsichtsrechtlichen Kennzahlen LCR, NSFR und Leverage Ratio auf die Geschäftspolitik und Ertragssituation von Kreditinstituten.
Die Schwerpunkte liegen auf der Liquiditäts- und Eigenkapitalregulierung, der Strategieentwicklung von Banken sowie der Optimierung der Bilanzstruktur unter den Bedingungen von Basel III.
Das Ziel ist es, Handlungsmöglichkeiten für Banken aufzuzeigen, wie sie die neuen regulatorischen Quoten bei gleichzeitiger Ertragsmaximierung effizient erfüllen können.
Die Arbeit kombiniert eine Literaturanalyse zu den regulatorischen Anforderungen mit einer praktischen Analyse der Kennzahlerfüllung am Beispiel der Landesbank Berlin AG (LBB).
Der Hauptteil beleuchtet die Definitionen der neuen Quoten, deren Auswirkungen auf Bilanzen und Erträge sowie konkrete Steuerungsmöglichkeiten für das operative Management.
Die Arbeit wird durch Begriffe wie Basel III, Liquiditätsrisiko, Leverage Ratio, Eigenkapitalsteuerung und Ertragslage definiert.
Die LBB dient als praxisnahes Fallbeispiel, an dem die Umsetzung und die Auswirkungen der neuen Baseler Anforderungen sowie Optimierungsvorschläge konkret illustriert werden.
Die Arbeit arbeitet einen Zielkonflikt zwischen der Erfüllung der Leverage Ratio (die eine Bilanzverkürzung nahelegt) und der Erfüllung der Liquiditätsanforderungen (die oft einen Aufbau hochliquider Aktiva erfordert) heraus.
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